Weihnachten in "Castle"
#5.09 Secret Santa

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Weihnachten ist die Zeit der Familie und jede Familie hat ihre eigene Tradition, die Feiertage zu verbringen. Anders als hierzulande feiert man in den USA dabei am Heiligabend zusammen das Fest mit einem opulenten Mahl und öffnet dann am 25. Dezember zusammen die Geschenke, die Santa Clause in der Nacht durch den Schornstein gezerrt und unter den Weihnachtsbaum gelegt hat.

"On the shortest, darkest days of the year, people of all faiths celebrate the light."

Auch bei Familie Rodgers/Castle läuft das Weihnachtsfest immer nach dem gleichen Muster ab und der kleine Junge in Richard Castle freut sich immens darauf, Weihnachten in den Armen seiner Familie mit möglichst viel Kitsch zu feiern. Zu dumm, dass in diesem Jahr sowohl Alexis, als auch Martha andere Pläne für den Heiligabend haben. Alexis will mit einem Freund Eislaufen gehen, während Martha mit den Weihnachtssängern von Tür zu Tür ziehen will. Castle ist fassungslos, denn für ihn war die gemeinsame Tradition der Familie immer das wichtigste am Weihnachtsfest und er sieht seine Familie schon auseinander brechen.

Castle bleibt nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass die beiden Frauen ihn am Weihnachtsabend alleine lassen werden und tröstet sich damit, dass es sein erstes Weihnachten mit Beckett ist. Doch auch die hat an Heiligabend schon etwas anderes geplant und meldet sich freiwillig dafür, zu arbeiten. Das stößt Castle gehörig vor den Kopf, doch anders als man es von den letzten vier Staffeln gewöhnt ist, frisst er den Frust nicht in sich hinein, sondern konfrontiert Beckett damit, die schließlich auch zugibt, dass es seit dem Tod ihrer Mutter quasi zur Tradition geworden ist, dass sie und ihr Vater Weihnachten nicht feiern. Während der Vater sich in die Einsamkeit flüchtet, übernimmt Beckett den Polizeidienst am Heiligabend, um sicher zu gehen, dass die Familien in der Stadt Weihnachten in Ruhe und Frieden das Fest zusammen feiern können.

Castle versteht durchaus, dass Beckett ihre eigene Tradition aufrecht erhalten will und akzeptiert, dass Beckett das Fest nicht als das sieht, was er in ihm sieht. Umso schöner ist es, dass er dann am Ende, als Martha und Alexis ihre Pläne absagen, um dem traurigen Castle Gesellschaft zu leisten, sich besinnt und erkennt, dass es manchmal notwendig ist, mit alten Traditionen zu brechen und neue zu beginnen. Und just als er sich aufmachen will, um Beckett während ihres Dienstes beizustehen und die Tür öffnet, steht Beckett vor der Tür. Auch sie hat erkannt, dass es manchmal wichtig ist, alte Dinge hinter sich zu lassen. Und so fallen sich die beiden schließlich verliebt in die Arme und genießen ihr erstes Weihnachtsfest miteinander. Schöner kann man die Feiertage eigentlich nicht ein einleiten.

Und auch die anderen Charaktere bekommen nach ein bisschen hin und her ihr Weihnachtsfest. Ryan muss sich damit auseinander setzen, dass seine Frau Jenny endlich eine Familie gründen und ein Baby bekommen will, braucht jedoch erst die aufmunternden Worte seines Partners Esposito, um seine Zweifel zu überwinden und nach Hause zu gehen. Esposito hat hingegen seit der Hochzeit niemanden, mit dem er das Fest verbringen kann und so wendet er sich kurzerhand an Lanie, die ihn liebevoll abweist und ihm klar macht, dass sie mittlerweile zu gute Freunde sind, als dass sie die Nacht aus Einsamkeit miteinander verbringen sollten.

Am Ende findet auch Esposito seinen Platz für Weihnachten und feiert zusammen mit einer Familie, der er während eines Falls geholfen hat und die ihn kurzerhand zum Essen einlädt. Und mit dieser Szene entlässt uns Castle in die Weihnachtsfeiertage. Und das mit dem zuckersüßen Gefühl, so wie es für Weihnachten typisch ist. Und ich würde es nicht anders haben wollen.

Melanie Wolff - myFanbase