Episode: #8.22 Reichenbachfall

Einer von House' Patienten zwingt ihn dazu, auf sein Leben zurück zu blicken und zu entscheiden, wie er in seinem Leben weiter verfahren soll.

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Foto: Hugh Laurie, Dr. House - Copyright: 2012 Fox Broadcasting Co.; Warwick Saint/FOX
Hugh Laurie, Dr. House
© 2012 Fox Broadcasting Co.; Warwick Saint/FOX

House erwacht in einem heruntergekommenen Gebäude. Neben ihm liegt ein scheinbar bewusstloser Mann. Kutner, der plötzlich vor den beiden steht, macht House klar, dass der Mann tot ist und erinnert House daran, dass unter ihnen das Haus in Flammen steht . House wundert sich, warum er von allen Leuten gerade Kutner halluziniert, doch der will lieber wissen, wie House den Mann neben ihm kennengelernt hat.

In der Ambulanz trifft House auf Oliver, der vorgibt unter starken Schmerzen nach einem Autounfall zu leiden. Schnell ahnt House, dass Oliver nur Schmerzmittel abgreifen will, bemerkt dann jedoch auf dessen Bauch ein paar blaue Flecken und lässt ihn interessehalber ins PPTH einliefern. Das Team ist verwundert, dass House noch einen neuen Fall übernommen hat und so zuversichtlich und gar fröhlich erscheint.

Auch Kutner findet es merkwürdig, dass House angesichts seiner drohenden Haftstrafe und Wilsons Todesurteil so unbeschwert daherkommt. Kutner glaubt, dass House einen Plan hatte, als er Oliver aufgenommen hat, nun aber feststellen muss, dass der Plan nicht funktioniert hat.

House bittet Foreman, dass er es irgendwie hin bekommt, den Bewährungsausschuss dazu zu bringen, den Antritt seiner Haftstrafe um fünf Monate hinaus zu schieben, und appelliert an ihre Freundschaft. Foreman überlegt kurz, ist dann jedoch einverstanden, es zu versuchen. Er will dem Ausschuss vorlügen, dass House noch einige Fälle abzuarbeiten hat und dafür unentbehrlich ist.

Kutner ist verwundert über House' Wortwahl gegenüber Foreman und fragt sich, warum er diesen einen Freund genannt hat. Wieder glaubt Kutner, dass House bereits wusste, dass sein angedachter Plan nicht funktionieren würde und stellt ihm dann die Frage, warum er immer noch auf dem Boden sitzt und nicht längst aus dem Haus zu fliehen versucht hat. Kutner ist nun auch der Meinung, dass House längst weiß, warum er genau den einen Freund von sich sieht, der sich das Leben genommen hat.

Kutner fragt House schließlich, warum er sich das Leben nehmen will und glaubt nicht, dass der Grund Wilsons bevorstehender Tod oder seine Haftstrafe ist. Er erinnert House daran, dass der Tod eigentlich nichts interessantes an sich hat – Puzzles, Analysen und Ideen sind da schon wesentlich interessanter. Und House lebt für das Interessante. Nun scheint es jedoch, als hätte er das Interesse am Leben verloren.

Just in diesem Moment verschwindet Kutner und Amber taucht auf. Sie interessiert sich in erster Linie für den Fall des Mannes auf dem Boden, da sie glaubt, dass in seinem Fall der Schlüssel liegt, warum House noch immer nicht aus dem brennenden Haus geflohen ist.

Das Team muss feststellen, dass ihr neuer Patient Oliver Morphinabhängig ist. Nachdem man ihm ein Gegenmittel gespritzt hat, kommt Oliver wieder etwas zu Verstand und gesteht House, dass er ganz genau weiß, was er tut. Er ist nach einem Skiunfall drogenabhängig geworden, als ein Freund ihm wegen der Schmerzen Heroin gegeben hat. Die Droge hat sein Leben verbessert.

Amber glaubt nicht, dass House den Mann als Vorbild sieht und will wissen, was wirklich hinter dem intensiven Kontakt mit dem Mann steht.

Foreman hat derweil erfahren, dass House die Fälle, die er übernehmen sollte, um seine Haftstrafe hinauszuzögern, abgegeben hat und nun keine Grundlage mehr besteht, House zu helfen. House glaubt, dass Foreman sich schon etwas einfallen lassen wird, doch der hat keine Lust mehr, für seinen Mitarbeiter zu lügen.

House entgegnet Amber, dass Oliver jetzt glücklich ist, doch sie macht ihm klar, dass Oliver tot ist. Aber nichts von all dem was House nun vorschiebt, ist noch wichtig. Amber will wissen, wie es mit dem Patienten weiterging.

House diagnostiziert bei Oliver schließlich ALS und glaubt, dass dieser schon bald tot sein wird. Doch dann bemerkt House eine kleine Verdickung an Olivers Hals. Wie sich bald herausstellt, hatte Oliver ein kleines Stück Holz inhaliert, das er aufgrund des unterdrückten Hustenreflexes nicht abhusten konnte. Es hat sich daraufhin im Gefäßsystem niedergelassen und dort eine Vene abgedrückt.

House lächelt, nachdem er erzählt hat, dass er das Puzzle lösen könnte. Als ihm jedoch die Erinnerung an Wilson kommt, vergeht ihm das Lächeln. Amber meint, dass House sich schon wieder fangen wird. Vielleicht weint er Wilson ein paar Monate hinterher, doch dann kehrt er zu seinen Puzzlespielen zurück, weil es das ist, was er liebt und was ihn antreibt. Sie schickt ihn nach Hause. Tatsächlich steht House endlich auf und humpelt zur Tür. Doch als er diese öffnet, sind die Flammen kaum noch zurückzuhalten.

Foreman und Wilson haben sich derweil auf die Suche nach House begeben, nachdem dieser einfach verschwunden ist und niemand ihn erreichen kann. Es gibt keine Spur von ihm und auch sein Appartement ist leer. Foreman findet schließlich House' Handy und darauf eine Nummer, die House in der letzten Zeit häufig angerufen hat.

House sucht unterdessen nach einem anderen Weg aus dem Gebäude, bricht dann aber ein und stürzt in das untere Stockwerk, das die Flammen fest im Griff haben. Unterdessen tauchen Foreman und Wilson bei Dr. Nolan auf, der ihre Sorge um House teilt, ihnen jedoch aufgrund des Arzt-Patienten-Geheimnisses nichts sagen kann. Er deutet jedoch an, dass House etwas mit seinem letzten Patienten zu tun hatte.

House erzählt Wilson, das Foreman nicht länger für ihn lügen wird und Wilson deswegen die Schuld für den Scherz mit der verstopften Toilette auf sich nehmen soll. Der weigert sich jedoch, da er Angst um seinen Ruf hat. House appelliert an seinen Freund und erklärt ihm, dass er die Zeit, die ihnen noch zusammen bleibt, nicht verlieren will. Dennoch lässt Wilson sich nicht darauf ein, denn er glaubt, er müsse House endlich klar machen, dass sein Verhalten nicht funktionieren und er immer alleine enden wird.

Mittlerweile ist Amber verschwunden. Stattdessen sitzt nun Stacy House gegenüber und macht ihrem Ex-Freund klar, dass Wilson Recht hatte, seine Bitte abzuweisen. Wilson war immer House' bessere Hälfte und genau deswegen musste sich House nie ein Gewissen zulegen. Sie glaubt sogar, dass House nach Wilsons Tod besser dran sein wird, da er dann niemanden mehr hat, zu dem er aufsehen kann, und endlich gezwungen sein wird, für sich selbst zu leben.

Dann erinnert Stacy ihn, dass sein Leben auch ohne Wilson noch immer lebenswert ist und er auch Liebe finden könnte, wenn er es denn zulassen würde. House jedoch glaubt nicht daran, immerhin haben sie und auch Cuddy ihn verlassen. Stacy ruft ihm jedoch Dominika in Erinnerung, mit der er immer eine gute Zeit verbracht hat.

House entscheidet sich jedoch dafür, sterben zu wollen, als plötzlich Cameron vor ihm steht. Er ist genervt, dass anscheinend alle versuchen, ihn zum Leben zu überreden, was Cameron jedoch von sich weist. Sie glaubt, dass House endlich sterben sollte und sieht dies sogar als Belohnung für seine Arbeit und sein Leiden. Es ist die Zeit gekommen, aufzugeben. Er solle es genauso tun wie Wilson, der dem Ende einem Leben voller Schmerz vorgezogen hat.

Wilson und Foreman sind derweil an der vermeintlichen Adresse des Patienten angekommen und finden in der Nachbarschaft das brennende Gebäude. Sofort laufen sie darauf zu, während Cameron immer noch versucht, House zum Aufgeben zu bewegen. Dann erzählt er ihr von dem einen Moment mit Oliver, als er dachte, dieser würde an ALS sterben.

Oliver bietet sich an, die Schuld für den missratenen Scherz auf sich zu nehmen. Dazu müsste House nur seine Akte fälschen was Olivers Aufnahmedatum ins Krankenhaus betrifft. House ist verwundert, dass der Patient sich tatsächlich darauf einlassen will, und schließt daraus, dass dieser glaubt, im Leben zu wenig ausgerichtet zu haben und im Tod besser dran zu sein. Dann entdeckte House jedoch Olivers Ausbeulung am Hals und sabotiert so seine eigene Rettung.

Cameron glaubt, dass dies einzig und alleine daran lag, dass House das Puzzle um Oliver lösen wollte und nun nicht zugeben will, dass er in Wirklichkeit einen einfachen Weg aus seiner Misere sucht.

House muss zugeben, dass Cameron Recht hat, glaubt aber, dass er sich ändern kann. Dann steht er auf und läuft zu Tür, wo er Wilson und Foreman stehen sieht. Plötzlich kracht ein Balken direkt vor ihm herunter und kurze Zeit später kommt es zu einer Detonation, die Wilson und Foreman von den Beinen reißt.

Nachdem die Feuerwehr den Brand löschen könnte, finden sie schließlich eine Leiche in den verkohlten Trümmern des Hauses. Der Gerichtsmediziner bestätigt schließlich aufgrund seiner zahnärztlichen Unterlagen, dass es sich um House' Leiche handelt.

Auf der Traurerfeier sprechen die Menschen, die House in den letzten Monaten am nächsten standen. Park ruft in Erinnerung, dass House sie eingestellt hatte, als niemand sonst sie haben wollte. Adams erklärt, dass House ihr den Mut gegeben hat, sich feuern zu lassen, während Masters sich erinnert, dass er ihr den Mut gegeben hat, freiwillig zu gehen. Seine Mutter behält ihn als guten Sohn in Erinnerung und Stacy muss zugeben, dass sie nie aufgehört hat, ihn zu lieben. Dominika gibt sogar zu, dass er und sie am Ende nicht mehr nur auf dem Papier Mann und Frau waren und sie ihn immer noch liebt.

Foreman gibt zu, dass egal ob er House' Vorgesetzter war oder sein Mitarbeiter, er immer von ihm lernen konnte. Dreizehn behält in Erinnerung, dass House ihr sogar helfen wollte, zu sterben, wenn sie es wollte. Und auch wenn er laut Chase' Aussage nicht immer einfach war, so wusste er laut Cameron doch tief drinnen, zu lieben.

Dann ist Wilson an der Reihe, ein paar Worte über seinen Freund zu verlieren. Zunächst erinnert er daran, dass man House als großartigen Arzt in Erinnerung behalten sollte, muss dann jedoch zugeben, dass House die meiste Zeit ein Arsch war, der alle seine Mitmenschen gequält hat. Und am Ende hat er den Freitod gewählt, vollgepumpt mit Drogen und ohne Gedanken an seine Freunde. Während seiner Rede klingelt schließlich Wilsons Telefon. Als er auf das Display sieht, steht dort nur "Halt die Klappe, du Idiot".

Später trifft sich Wilson schließlich mit einem sehr lebendigen House, der ihm erklärt, dass er noch rechtzeitig das brennende Gebäude durch die Hintertür verlassen konnte. Um seinen eigenen Tod vorzutäuschen hat er seine Zahnarztunterlagen mit denen seines Patienten vertauscht. Wilson ruft ihm in Erinnerung, dass er damit sein Leben kaputt gemacht hat, er nie wieder Arzt sein kann und wahrscheinlich eine lange Zeit im Gefängnis verbringen wird. House jedoch entgegnet dass er tot ist und fragt Wilson dann, wie er die nächsten fünf Monate verbringen möchte.

Einige Zeit später hat Chase die Diagnostik-Abteilung übernommen und ist in House' Fußstapfen getreten. Taub versucht, beide Familien unter einen Hut zu bringen, während sich Cameron wehmütig ein altes Foto von ihrem Team ansieht und dann zu ihrer kleinen Familie mit Mann und Kind zurückkehrt.

Foreman bemerkt in seinem Büro, dass sein Beistelltisch nicht mehr wackelt. Als er nachsieht, bemerkt er, dass jemand House' Krankenhausausweis darunter geklemmt hat. Er beginnt zu lachen.

House und Wilson haben sich Motorräder gekauft. Wilson fragt, was passiert, wenn der Krebs richtig böse zuschlägt. Doch House entgegnet, dass Krebs langweilig ist. Dann setzen sich die beiden lachend ihre Helme auf und fahren gemeinsam in den Sonnenuntergang.

Melanie Wolff - myFanbase


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