Lost in Translation
"You're probably just having a mid-life crisis. Did you buy a Porsche yet?" - Charlotte
Inhalt
"Lost in Translation" entführt die Zuschauer in eine fremde Welt nach Tokio. Dort arbeitet der alternde Schauspieler Bob Harris (Bill Murray) an Werbeaufnahmen für Whiskey. In dieser fremden, japanischen Welt trifft er im Hotel auf die junge, gelangweilte Charlotte (Scarlett Johansson), die ihren Mann (Giovanni Ribisi), einen aufstrebenden Fotografen, begleitet. Beide sind mit ihrem Leben unzufrieden und suchen nach einem Sinn in ihrem Leben. So kommt es, dass beide gemeinsam Tokio, vor allem das nächtliche Treiben dieser Stadt, erkunden. Wird diese Reise zu einem Perspektivwechsel in ihrem Leben führen?
Kritik
Als Bob Harris mit dem Taxi vom Flughafen ins Hotel fährt, reibt er sich erstaunt die Augen und schaut sich verwundert um. Dieser Blick ist symbolisch für die ganze Handlung des Films, sowohl für die Akteure als auch für die Zuschauer. Man blickt fasziniert auf die japanische Hauptstadt, die eine Mischung aus asiatischer und westlicher Kultur bietet.
Die Regisseurin Sofia Copolla (die für ihre Regieleistungen den Oscar gewann) gelang mit diesem Film das Kunststück, eine sehr ruhige, langsame Handlung mitten in einer hektischen, nie zur Ruhe kommenden Metropole spielen zu lassen. Durch die Figur der Charlotte wird auch deutlich, wie einsam man sich inmitten einer Millionenmetropole fühlen kann.
Es gibt immer wieder skurrile Szenen, in der die japanische Kultur auf die uns vertraute westliche Kultur trifft. So zum Beispiel der japanische Regisseur, der beim Werbespot einen unglaublicher langen Text vorlesen lässt, der eine sehr kurze Botschaft enthält. Ein Highlight des Films ist, als Bob Harris in einer japanischen Show auftritt und eine Mutprobe überstehen muss.
Durch Szenen mit der Handkamera, die im Straßenleben von Tokio aufgenommen wurden, hat man als Zuschauer das Gefühl, wirklich in der Stadt dabei zu sein. Auch dem Nachtleben sind einige Sequenzen gewidmet. Umso besser wird dieser Eindruck von Tokio dadurch, dass der Film ausschließlich an Originalschauplätzen gedreht wurde.
Bei der Besetzung der Rollen hat hier ein Treffen der Generationen stattgefunden: Bill Murray, der schon ein alter "Hollywood-Hase" ist, im Duett mit der aufstrebenden Schauspielerin Scarlett Johansson - auf jeden Fall eine interessante Kombination. Giovanni Ribisi, den ich bisher nur aus "Heaven" kannte, spielt hier den hektischen Fotografen, der seine Frau vernachlässigt. Leider hat er in diesem Film nur eine Nebenrolle.
Es gibt auch einige Seitenhiebe auf die Schattenseiten Hollywoods. So wird in einer Nebenhandlung die Schauspielerin Kelly (Anna Faris) dargestellt. Diese zeichnet sich durch affektiertes Verhalten aus und versucht, sich mit aller Macht zu inszenieren. Im Gegensatz dazu ist Bob Harris der routinierte Schauspieler, der sich auf Knopfdruck richtig in Position setzen kann und auf Regieanweisungen routiniert reagiert. Er wirkt vom Show-Biz und vom Leben desillusioniert. Der klassische Mann, der sich in der Mid-Life-Crisis befindet.
Richtige Klischees werden hier aber nicht geboten. Es gibt weder ein richtiges "klassisches" Happy-End noch gehen einige Handlungsstränge in die Richtung, die man als Zuschauer erwartet. Im Gegenzug bietet der Film jede Menge skurrile Szenen.
Fazit
Wer sich in eine faszinierende, fremde Welt entführen lassen will, sollte sich "Lost In Translation" unbedingt mal anschauen!
Miriam Ahrenholz - myFanbase
10.05.2008
Diskussion zu diesem Film
Weitere Informationen
Originaltitel: Lost in TranslationVeröffentlichungsdatum (USA): 03.10.2003
Veröffentlichungsdatum (DE): 08.01.2004
Länge: 102 Minuten
Regisseur: Sofia Coppola
Drehbuchautor: Sofia Coppola
Genre: Romance, Komödie, Drama
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Darsteller/Charaktere
Bill Murray
als Bob Harris
Scarlett Johansson
als Charlotte
Giovanni Ribisi
als John
Anna Faris
als Kelly
Akiko Takeshita
als Ms. Kawasaki
Ryuichiro Baba
als Concierge
Diamond Yukai
als Werberegisseur
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