Bewertung
Sebastian Gutierrez

Rise: Blood Hunter

"Sie wurden wiedergeboren mit dem Herz eines Killers. Hören Sie auf ihr Herz!"

Inhalt

Die Journalistin Sadie Blake (Lucy Liu) recherchiert in der Gothic-Szene. Als sie den falschen Leuten zu nahe kommt, wird sie entführt – und wacht einige Tage später als Vampir im Leichenschauhaus wieder auf. Unter Anleitung des mysteriösen Arturo (Julio Oscar Mechoso) macht sie Jagd auf Bishop (James D'Arcy), den Anführer der Vampire, und dessen Leute. Zur gleichen Zeit sucht der Polizist Clyde Rawlins (Michael Chiklis) die Mörder seiner Tochter, die von Vampiren umgebracht wurde. Dabei gerät er auf Sadies Fährte.

Kritik

Die Ansprüche an Vampirfilme sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Der Zuschauer erwartet effektvoll umgesetzte Vampiraction und gute Arbeit der Maskenbildner, mindestens in Form von spitzen Reißzähnen bei den Blutsaugern. "Rise: Blood Hunter" bietet jedoch beides nicht. Auf der einen Seite könnte man behaupten, der Film von Regisseur und Drehbuchautor Sebastian Gutierrez verweigert sich dem Trend und versucht etwas ganz Neues zu bieten, andererseits lässt sich auch annehmen, dass der ganze Film mit so geringen Kosten wie nur möglich inszeniert werden sollte. Wie auch immer, "Rise: Blood Hunter " funktioniert nicht, da zu wenig geboten wird.

Die Vampire sind ausgesprochen nichtssagend. Ihr Blutdurst wird in Ansätzen ganz gut umgesetzt, besonders Sadies erste "Mahlzeit" wird recht überzeugend als ein barbarischer, widerlicher Akt dargestellt, doch ansonsten verfügen die Vampire über keine besonderen Fähigkeiten und besitzen nicht einmal Reißzähne. Ihre Andersartigkeit wird hauptsächlich durch das nicht Vorhandensein eines Spiegelbildes ausgedrückt. Zwar können die Vampire nicht auf normalem Wege getötet werden, doch da sie nicht stärker, schneller oder klüger sind als normale Menschen, hat Sadie wenig Mühe, sie mit speziellen Pfeilen zu erlegen. In relativ kurzer Zeit und ziemlich unspektakulär tötet sie sich bis zum Hauptbösewicht Bishop vor. Die getöteten Vampire fallen übrigens einfach blutend um und bleiben liegen, auch hier keine Spur von Effekten wie beispielsweise der Zerfall zu Staub.

Neben dem Mangel an Effekten und guter Action fallen auch einige logische Ungereimtheiten und viel zu oberflächliche Storyelemente auf. So scheint überhaupt niemand zu bemerken, dass Sadies Leiche aus der Pathologie verschwunden ist. Auch wird viel zu wenig darauf eingegangen, wer oder was Sadies Berater Arturo ist oder warum Sadie ihre Jagd auf die Vampire so konsequent durchführen kann, obwohl sie selbst eine Blutsaugerin geworden ist und sich formal nicht von ihren Artgenossen unterscheidet.

Lucy Liu zeigt als Blutsaugerin viel nackte Haut, während Michael Chiklis kaum Gelegenheit bekommt, sich als trauernder Vater und Polizist in Szene zu setzen. James D'Arcy versprüht als Obervampir Bishop wenig Charme und reicht nicht einmal an die berühmten TV-Vampire, geschweige denn an weltbekannte Kino-Blutsauger heran.

Fazit

Um den Ansprüchen der Vampirfans gerecht zu werden, braucht es mehr, als "Rise: Blood Hunter " bietet. Zu wenig Action, praktisch keine Effekte und eine löchrige Handlung hinterlassen einen unterdurchschnittlichen Gesameindruck.

Maret Hosemann - myFanbase
19.06.2009

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