Bewertung
Alexandre Aja

Piranha 3D

"Fish with boobies!"

Foto: Copyright: Kinowelt GmbH
© Kinowelt GmbH

Inhalt

Es ist Spring Break in den Vereinigten Staaten und eine feierwütige Meute junger Menschen versammelt sich am Lake Victoria, um einmal exzessiv zu feiern. Was sie in ihrem Rausch nicht ahnen und auch gar nicht sehen können, ist die riesige Schlucht, welche sich durch ein Beben geöffnet hat, und so den Weg für über zwei Millionen Jahre alte, prähistorische Piranhas frei macht. Die Piranhas sind hungrig und gierig nach Fleisch, und dank ihrer rasiermesserscharfen Zähne zerfleischen sie alles in wenigen Sekunden.

Die Polizistin Julie Forester (Elisabeth Shue) und ihre Kollegen sind mit dieser Situation deutlich überfordert. Mit dem Gefühl, ihre Kinder seien in Sicherheit, begibt Julie sich in brenzlige Situationen. Dieses Gefühl trübt. Ihr Sohn Jake (Steven R. McQueen) ist derweil auf einem Schiff mit drei Mädels und einem Koks-abhängigen Filmemacher.

Kritik

Ach herje, da zitiere ich mal Xandir aus Drawn "Together": "Oh my god, oh my god, oh my god, oh my god, oh my god, oh my god..." Nicht, weil ich jetzt Angst habe, sondern weil der Film so schlecht ist, dass es wieder komisch ist. Aber Spaß beiseite, "Piranha 3D" ist nicht witzig, wenn zu viel Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt wird. Ansonsten ist er urkomisch. Angefangen bei den minderwertigen Piranha-Animationen, über die absolut dämlich-trashige Handlung bis hin zu den schlechten Schauspielkünsten, die hier einen wirklichen Höhepunkt finden. Auf jeden Fall finde ich es wirklich witzig, den Kopf von Eli Roth ("Hostel 2") zerbersten zu sehen, und die Hirnmasse auf dem perfekten Körper einer Frau landet.

Mich beunruhigt mehr die Tatsache, dass dieser Film als Horrorfilm beworben wird. Der einzige Horror, der mir hierzu einfällt, ist das Zuschauen und dass dafür Zeit aufgewendet wurde. "Piranha 3D" ist ein absoluter Splatter, bei dem einem viel Blut ins Gesicht spritzt und auch manche Genitalien. Es ist ein Film rein für die 3D-Technik gedreht, mehr auch nicht. Aber was einem so ins Gesicht fletscht, gleicht mehr einem 3D-Softporno. Dicke Ärsche, große Brüste, nackte Nixen oder eben Tittenfische.

Was eine tolle Technik ist, kann zwischenzeitlich ganz schön nervig werden, zumal durch die 3D-Brillen alles verdunkelt wird. Glücklicherweise ist der Film allgemein hell gehalten worden, doch unter Wasser wird es so dunkel, dass das Erkennen der im Blutrausch tobenden Piranhas schwer fällt.

Fazit

Es mag einem gefallen oder nicht. Ein klassischer Splatter mit dreidimensionaler Technik ausgestattet und der gewissen Würze Erotik. Immerhin war die Auswahl der nackten Frauen gut.

Ignat Kress - myFanbase
13.10.2010

Diskussion zu diesem Film