Super Twister
Ich bekomme den ganzen Morgen schon seltsame Wettermeldungen.
Inhalt
Das Wetter spielt verrückt. Wie aus dem Nichts entstehen Wirbelstürme, die außerdem stark elektrisch geladen sind und zahlreiche Blitze abfeuern. Eine Schülergruppe muss in der Schule nachsitzen und ist nun regelrecht gefangen. Sie müssen mit ansehen, wie hilflos man dem Wetterphänomen ausgesetzt ist. Als eine Teilchenphysikerin aus den Nachrichten davon erfährt, kommt ihr gleich eine kaum zu glaubende Theorie in den Sinn. Es muss sich um Explosionen handeln, die eigentlich auf der Erde gar nicht vorkommen. Sie findet sogar heraus, wie diese Teilchen entstanden sind. Ein Schülerexperiment hat sie hervorgerufen. Sie macht sich sofort auf den Weg, um die Schüler aufzusuchen und mit Hilfe des Experiments die Zerstörungsteilchen wieder einzufangen.
Kritik
Wenn Jugend forscht, kann auch schon mal die Welt dem Untergang geweiht sein. Nun, ganz so schlimm ist es nicht, aber wenn in Zukunft nur noch solche Filme produziert werden, dann kommt das einem Untergang auch gleich. Ich habe mich schon schwer getan, den Inhalt überhaupt auszuformulieren, ohne Sarkasmus walten zu lassen. Dafür kann ich jetzt richtig übers Leder ziehen, denn der Film ist wirklich das Mieseste, was ich seit langer Zeit gesehen habe. Die Geschichte ist grenzwertig, kann aber als Katastrophenfilm eine Basis darstellen. Nun kommt aber das Drumherum, was so ziemlich alles zunichte macht. Das angedeutete Drama zwischen den Schülern ist fehl am Platz und wirkt komplett stümperhaft. Die Vater-Sohn-Geschichte ist auch völlig banal und die Dialoge hätte auch ein Siebtklässler schreiben können. Vielleicht hat hier die haarsträubende Synchronisation auch noch seinen Teil beigetragen.
Das Drehbuch weist aber leider noch viel mehr Schwächen auf, denn in der Umsetzung gibt es auch noch einige Fehler. Nun bin ich kein Fachmann der Elektrizitätslehre, aber dass Blitze Personen regelrecht verfolgen und dabei immer den längeren Weg einschlagen, meint mein Schulwissen dazu als vollkommen absurd zu deklarieren. Die Szenen werden damit dermaßen ad absurdum geführt, dass man eigentlich nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Man könnte den Film vielleicht damit verteidigen, dass er einfach nur Trash ist (und der Titel deutet es gewissermaßen auch an), aber ich erwarte von Trash dann doch etwas mehr Humor und Subtilität. Hier aber ist nichts außer die Möglichkeit zum Kopfschütteln. Insbesondere habe ich mich in ziemlich jeder Szene gefragt, wie sich die Schauspieler beim Dreh fühlen müssen, vor allem, wenn es doch recht bekannte Darsteller sind, die dieses Engagement eigentlich nicht als Notnagel hätten nutzen müssen. Zu gerne würde ich die Beteiligten mal fragen, was sie von diesem Film halten. Immerhin habe ich nur ihretwegen überhaupt den DVD-Player gestartet und den Film ausgewählt.
Erica Cerra hat als Teilchenphysikerin noch den besten Part erwischt, konnte aber nur deshalb herausragen, weil der Rest so unterirdisch war, dass eine durchschnittliche Leistung aufgefallen ist. David Sutcliffe spielte wieder einen Vater, wusste aber nicht so richtig, ob er nur weltuntergangsdramatisch oder väterlich-harmonisch agieren sollte. Mitch Pileggi hatte mit seiner Rolle nicht mal so richtig Bezug zur Story, außer, dass er von einem Stromleitungsmast herunterstürzt, nachdem ein Blitz über den Boden zum Mast wanderte. Ich hatte mich gewundert, warum ein bekannter Schauspieler so früh mit dem Tod bestraft wird, aber ein paar Szenen später rüttelte seine Frau ihn wieder wach und nachdem der Staub von der Hose geklopft und der Rücken gestreckt wurde, war alles wieder gut – ja klar.
Fazit
Manchmal will man es wirklich nicht glauben, was für Filme produziert werden und welche Leute sich dafür hergeben. Man kann den Film wirklich nur den Hardcorefans empfehlen, die von bestimmten Darstellern einfach alles sehen wollen. Man muss aber wirklich viel Zeit haben, um diese Verschwendung zu ertragen.
Emil Groth - myFanbase
28.02.2013
Diskussion zu diesem Film
Weitere Informationen
Originaltitel: Mega CycloneVeröffentlichungsdatum (USA): 28.04.2012
Veröffentlichungsdatum (DE): 17.01.2013
Länge: 89 Minuten
Regisseur: Sheldon Wilson
Drehbuchautor: David Ray
Genre: TV
Darsteller/Charaktere
David Sutcliffe
als Jason Newmar
Mitch Pileggi
als Gunter MacGregor
Erica Cerra
als Carolyn
Jon Mack
als Kathy
Leah Cairns
als Andrea Newmar
Brett Dier
als Will Newmar
Luisa D'Oliveira
als Megan MacGregor
Cindy Busby
als Susan
Reilly Dolman
als Lawson
David Lewis
als Rod
Alex Zahara
als Jakob Tanner
Burkely Duffield
als Luke Tanner
Aktuelle Kommentare

02.04.2025 20:00 von Lena
News: "Grey's Anatomy" sichert sich Trevor Jackson für Staffel 21
Extrem interessantes Casting, ich mochte ihn als Aaron... mehr

01.04.2025 00:16 von Daniela
Reviews: Apple Cider Vinegar - Review Miniserie
Ja, ich gehe auch davon aus, dass sie in echt so etwas... mehr