Bewertung
Tim Johnson & Patrick Gilmore

Home - Ein smektakulärer Trip

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Die Boov bereisen das Weltall auf der Suche nach einem netten Planeten, auf dem sie sich vor den Gorg, ihren Feinden, verstecken können. Dabei landen die farbenfrohen Geschöpfe schließlich auf der Erde, wo sie die Menschen umsiedeln, um selbst in den Städten zu leben. Der schusselige und unbeliebte Boov Oh trifft auf seiner Flucht, nachdem er den Gorg unabsichtlich ein Zeichen gegeben hat, wo die Boov zu finden sind, auf das Mädchen Tip, das bei der Umsiedlung der Menschen übersehen wurde. Oh und Tip tun sich schließlich zusammen, um Ohs Fehler auszubügeln und anschließend Tips Mutter zu finden.

Kritik

Meiner Meinung nach ist "Home - Ein smektakulärer Trip" hauptsächlich für die jüngere Generation bestimmt. Für meinen Geschmack sind die Boov zu bunt, zu laut, zu schrill, zu dusselig und dass sie gern in einem Kauderwelsch sprechen, das wie Babysprache klingt, ist auf Dauer ziemlich nervig. Es ist zwar niedlich, dass die Boov je nach Stimmung ihre Farbe wechseln, aber ich kann dennoch nicht darüber hinwegsehen, dass die Geschichte durch die aufgedrehten Boov, die schon durch Popmusik in Panik geraten, viel zu hektisch erzählt wird. Captain Smek und seine Freunde an den menschlichen Erfindungen sind in der ersten Minute noch lustig, doch man zieht krampfhaft einen Joke nach dem anderen mit ihm aus dem Hut, wodurch man ihn schnell nurnoch milde belächeln kann.

Das Beste an dem Film ist die Freundschaft zwischen Oh und Tip, die langsam auf ihrer gemeinsamen Reise zu wachsen beginnt. Die beiden stehen vollkommen allein da. Oh, weil er ein Außenseiter ist und ständig Fehler begeht, Tip, weil sie der einzige Mensch zu sein scheint, der nicht umgesiedelt wurde. So kommt es wie es kommen muss und die beiden tun sich zusammen. Auch dabei setzt der Film auf viele schrille Farben, einen anstrengenden Geräuschpegel und häufige Aufschreie des Entsetzens oder der Freunde von Seiten des Boov.

Neben den nur in Maßen zu ertragenden Boov war auch die Handlung des Filmes nicht überragend, da man sofort durchschaut hat, worauf es hinauslaufen wird. Die quietschbunten Boov verdeutlichen sofort, dass man es in diesem Film mit keinen tragischen Geschehnissen zu tun bekommt, da sie dafür einfach viel zu kindlich angelegt sind. Auch das die Gorg hinter den Boov her sind, weil Smek sie bestohlen hat, kann man leicht erraten. Das Ende des Filmes, in dem Oh die Kontrolle übernimmt und als Held gefeiert wird und Tip ihre Mutter wiederfindet, hat daher sicher niemanden überrascht. Auch das die Gorg eigentlich garnicht böse sind, lies sich erahnen.

Ganz charakteristisch zeichnet man hier ein Bild der Helden und ihrer Gegenspieler. Die Boov sind klein, bunt, knuddelig und sprechen niedlich, während die Gorg groß, kantig, dunkel und bedrohlich erscheinen. Zum Schluss zeigt man uns, dass auch in den Gorg ein niedlicher Kern steckt, da sich hinter dem finsteren Panzer eine Art Seestern befindet. Wie das Leben der Boov es vorsieht, ist nun wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Fazit

Dieser DreamWorks-Film ist sehr einfach gestrickt und wird daher höchstens das jüngere Publikum glücklich machen, dem es ausreicht, wenn etwas niedlich aussieht und ulkig spricht. Für Erwachsene lohnt es nicht, sich den Film mehr als einmal anzusehen.

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Marie Florschütz - myFanbase
18.10.2016

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