Santa Clause – Eine schöne Bescherung
Inhalt
Scott Calvin (Tim Allen) ist von seiner Frau Laura (Wendy Crewson) geschieden, allerdings verbringt er die Weihnachtstage immer mit seinem Sohn Charlie (Eric Lloyd). Diese verlaufen aber nie so, wie der Sohn es gerne hätte, da er noch immer an den Weihnachtsmann glaubt, während sein Vater eher etwas abgestumpft ist. Das ändert sich aber, als er durch einen dummen Zufall selbst zum Weihnachtsmann wird und das Geheimnis nur mit seinem Sohn teilen kann, weil es sonst niemand glaubt. Das wiederum führt doch manchmal zu Problemen...
Kritik
Weihnachten ohne Weihnachtsfilme? Nein, das geht absolut nicht! Zwar bin ich kein direkter Fan von Weihnachten, aber durchaus von der vorweihnachtlichen Zeit. Weihnachtslieder, Plätzchen, Geschenke besorgen, Weihnachtsfilme gucken gehört für mich alles dazu und natürlich habe ich an solche Filme auch die Erwartung, dass es kitschig sein darf. Im Jahr 1994 erschien in den USA der Film "Santa Clause" mit Tim Allen in der Hauptrolle und der dann mit zwei weiteren Filmen Jahre später zu einer Trilogie wurde. Ich muss gestehen, dass mir Tim Allen ein Begriff ist und ich die Serie "Hör mal, wer da hämmert" auch kenne, aber wirklich verfolgt habe ich sie nie, weil ich nicht warm mit ihr geworden bin. Da ist es doch gut, dass ich bei Weihnachtsfilmen so gut wie nie nein sage und "Santa Clause" hat bei mir schon einen Nerv getroffen.
Wer als Kind alles nicht an den Weihnachtsmann geglaubt hat, bitte Hand heben. Die meisten werden an ihn geglaubt haben und daran ist ja auch absolut nichts falsch. Immerhin steht er für die Hoffnung, den Glauben an etwas Schönes und für Wünsche. Also steht der Weihnachtsmann doch für alles, was das restliche Jahr sowieso gilt oder gelten sollte. Außerdem haben Kinder eine ausgeprägte Fantasie und wieso sollte man sie ihnen nehmen, wenn es für sie doch etwas Schönes ist und etwas Kindliches sollte man meiner Meinung immer beibehalten. Genau darum geht es in dem Film und ganz speziell in den ersten Szenen. Neben Scott und seinen Arbeitskolleg*innen, lernen wir nämlich auch seine Exfrau Laura, seinen Sohn Charlie und Lauras neuen Mann Neil (Judge Reinhold) kennen – aber ehrlich gesagt nicht lieben. Da Charlie noch in seinem (kindlichen) Alter an den Weihnachtsmann glaubt, hat Neal – als Psychiater – das Gespräch mit Charlie gesucht und ihm gesagt, dass es den bärtigen Mann in der roten Kleidung nicht gibt. Sofort in der nächsten Szene wirkt es auch so, als würde Laura absolut nicht mit der Meinung ihres Mannes übereinstimmen, dennoch benutzt sie das 'wir': Wir möchten, dass Charlie kein Träumer wird. Warum nicht? Kein Wunder also, dass es sofort wieder zum Wortgefecht zwischen den beiden geschiedenen Eheleuten kommt, was aber auf humorige Art und kindgerecht aufgelöst wird. Genau das ist der Film nämlich auch: kindgerecht und das merkt man über die ganzen 98 Minuten. Egal, ob Scott den Truthahn anbrennen und löschen muss oder mit seinem Sohn deswegen essen gehen muss und dabei auf Väter trifft, denen es ähnlich geht.
Der Film beginnt aber eigentlich mitten in der Nacht und auch hier kann ich sagen, dass es wahnsinnig gut gelungen ist, es auf eine Art und Weise darzustellen, die auch für sehr junge Zuschauer*innen verständlich ist. Es war herrlich Tim Allen dabei zuzusehen, wie er mehr oder weniger akzeptieren musste, dass er erst einmal für diese eine Nacht der Weihnachtsmann sein würde. Ich weiß noch, dass ich mir selbst als Kind oftmals die Frage gestellt habe, wie es der Weihnachtsmann schafft, in einer einzigen Nacht den Großteil der Welt zu besuchen und die Geschenke zu verteilen. Man bekommt sichtbare Erklärungen wie beispielsweise, dass der Weihnachtsmann auch in Häuser kommt, die über keinen Kamin verfügen. Man bekommt aber auch wörtliche Erklärungen, dass zum Beispiel nicht alle Weihnachten feiern oder dass es ein Raum-Zeit-Kontinuum gibt. Es werden in diesem Film praktisch alle Fragen beantwortet, die man sich als Kind stellt bzw. gestellt hat. Mir hat aber auch sehr gut gefallen, dass man bei Scott die körperliche Veränderung gesehen und dafür genutzt hat, zu zeigen, dass er eben doch noch an den Weihnachtsmann glaubt und es quasi selbst ist.
Da der Film eben auch für Kinder gemacht ist, fand ich es auch vollkommen logisch und verständlich, dass man für die Elfen bzw. die Helfer des Weihnachtsmannes Kinderdarsteller*innen besetzt hat, die aber als Elfen schon sehr viel älter sind. Damit hat man aber auch für mich die Aussage gemacht, dass eben in jedem Erwachsenen noch ein Kind steckt und dass man auch als erwachsene Person Träume und Wünsche haben darf und sollte. Und natürlich, weil auch Weihnachtsfilme ein Happy End haben müssen, bekam auch "Santa Clause" eines, was mir gefallen hat.
Fazit
Der erste Teil der "Santa Clause"-Trilogie hat aufgezeigt, wie wichtig es ist, Träume und Wünsche zu haben. Mit Tim Allen hat man meiner Meinung nach genau den richtigen Schauspieler dafür besetzt, weil er es gut schafft, den tollen Weihnachtsmann zu verkörpern. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.
Daniela S. - myFanbase
11.11.2022
Diskussion zu diesem Film
Weitere Informationen
Originaltitel: The Santa ClauseVeröffentlichungsdatum (USA): 11.11.1994
Veröffentlichungsdatum (DE): 02.11.1995
Länge: 97 Minuten
Regisseur: John Pasquin
Drehbuchautor: Leo Benvenuti & Steve Rudnick
Genre: Familie
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Darsteller/Charaktere
Tim Allen
als Scott Calvin / Santa Claus
Eric Lloyd
als Charlie Calvin
Judge Reinhold
als Dr. Neil Miller
David Krumholtz
als Bernard, der Elf
Peter Boyle
als Mr. Whittle
Paige Tamada
als Judy, die Elfin
Wendy Crewson
als Laura Calvin Miller
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