Bewertung
Larry Charles

Borat

Jagshemash! I am Boratte.

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Wenn ein Film, den man sich anguckt, volle 80 Minuten Tränen in den Augen verursacht und man keine mehr Luft bekommt, kann man dem Filmemacher Massenmord unterstellen? Bei George Bush, der mit einer ähnlichen Wirkung redet, tritt dieser Effekt ebenfalls auf und George Bush ist ganz tatsächlich kein Massenmörder.

So, jetzt wo die Meinungsverschiedenheiten um Borat geklärt wurden, freuen wir uns über einen, der 'am meisten amüsanten' Filme aller Zeiten und eines Höhepunkts des Filmjahrs 2006! Sogar die Regierung von Kasachstan wird begeistert sein und zündet mit Borat ein Zujubel-Feuerwerk durch die Medien an. Goldfieber, olé!

Inhalt

Borat Sagdiyev ist ein Journalist und kommt aus Kasachstan. In Kasachstan hält man Borat für äußerst begabt und will ihn in Amerika eine Dokumentation drehen lassen, um endlich wirtschaftlichen Aufschwung ins Heimatland zu bringen.

Das ist eine sehr gute Idee. Oliver Pocher hat es bereits demonstriert. Er ist nach Sansibar gegangen, um endlich wieder deutscher Fußball-Weltmeister zu werden. Wie das in der oberflächlichen Medienwelt so üblich ist, grüßt Borat die amerikanischen Genossen in der Untergrundbahn zuerst mit seinen Küssen. In der USA Bahn fährt natürlich Gesindel aller Art mit. So werden Borat mir nichts dir nichts Schläge angedroht. Jedoch hat Borat eine vertrauliche Waffe, ein Huhn im Koffer. Gekonnt ins Land geschickt, in das sich auch Terroristen eingeschmuggelt haben. (Oh nein, dieses Land war ja Deutschland).

Jedenfalls beginnt von der U-Bahn aus Borats spannende, abenteuerliche Kaffeefahrt durch das Land des grenzenlosen schmutzigen Finks. Borat verliebt sich auf seine Reise in Pamela Anderson, lernt den Benimmknigge, trifft als Frauenfeind auf eine feministische Selbsthilfegruppe und ihm wird beigebracht, wie man witzig ist.

Kritik

Uns ist es so schwer wie noch nie gefallen, zu diesem Film Kritik zu üben. Humor ist halt generell so 'ne Sache mit der Sache... Showanhänger von Ali G (ein anderer Charakter des Borat des Schöpfers) werden das kritisieren. Es gibt keine neuen Inspirationen, man hat die Interviews mit den Feministinnen oder Leuten vom delegierten Haus so bereits in der Show von Ali G gesehen. "Man kann es dem harten Kern des Anhängers, jedoch, irgendwie nie Recht machen." Die Mischung macht's! Beim Pokern, beim Sex, beim Autofahren und auch beim Film. So werden alte Ideen mit neuen Ideen gemischt, man sieht alles, was der Kasten des Humoristen so her gibt.

Von eigentlichen Porno-Szenen zur messerscharfen politischen Satire ist alles anwesend. Alles miteinander verflochten, dass es einfach großartig ist. Das ist herzerfreuend, es ist ein Wahnsinn.

Ein dickes Plus geht an Sacha Baron Cohen, weil er, sagen wir, 75 bis 80 Prozent der Gags von Neuem erfunden hat. In Zeiten der sich elend wiederholenden Wiederholung ist das das Beste, was mit der Humor-Kunst geschehen kann! Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis andere Komiker Cohen kopieren und dessen Stil den Leuten in etwa 100 Jahren aus dem Halse heraushängen wird. Obwohl, Chaplin ist ja heutzutage auch noch beliebt. Ein Klassiker eben, wie Borat. Zum Hintergrund und besseren Verständnis des Films, Satire will den Erdbewohner zum besseren Miteinander erziehen, oder anders ausgedrückt, Satire will zur Reflexion stimulieren! Manchmal muss man dazu auch arg unter die Gürtellinie gehen. Warum? Weil jüngere Zuschauer den Tom und Jerry-Humor besser verstehen als Politsatire. Wenn die Kleinen dann ins Grübeln kommen und der Klassensprecher eine Diskussion anfängt, arbeitet man sich so zu den wirklich wichtigen Aspekten vor. Schon während seiner Schulzeit beschäftigte sich Sacha mit den gesellschaftlichen Problemen von Minderheiten.

Fazit

Wie bereits erwähnt, "Borat" ist einer der am meisten amüsanten Filme allgemein, und das muss noch absolut erwähnt werden, Borat präsentiert die am meisten amüsante Schlusspointe aller Zeiten! Diese Schlusspointe kommt in die Hall of Fame und ist für alle Zeit unantastbar. Wir hoffen, dass Sie verstanden haben, schauen Sie absolut auf diesen Film im Kino. If you don't come in this film, you will be execute.

René von Bork - myFanbase
28.10.2006

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