Interview mit Amy Okuda
21. April 2016 | Die aus Kalifornien stammende Schauspielerin Amy Okuda konnte sich im Jahr 2015 den Traum verwirklichen, einen größeren Part in einer Shondaland-Serie zu ergattern. In der zweiten Staffel von "How to Get Away with Murder" ist sie als Catherine Hapstall zu sehen, die des Mordes an ihren Eltern angeklagt wird. Im Interview mit uns teilt Amy ihre Erlebnisse aus der Zeit am Set und berichtet auch von den Serien "The Guild" und "The Man in the High Castle", in denen sie zuvor zu sehen war.
Hier könnt ihr das Originalinterview nachlesen. | Read the original interview in English.
In der Vergangenheit hast du vermehrt kleinere Rollen in verschiedenen Serien gespielt. Wie ist es, nun einen wiederkehrenden Part in "How to get Away with Murder" zu haben?
Eines der wunderbaren Dinge bei "How to Get Away with Murder" ist, dass ich für eine längere Zeit in eine Rolle schlüpfen konnte. Das hatte ich seit meiner Zeit bei "The Guild" nicht mehr. Das Schöne an der Schauspielerei ist, dass jedes Set anders ist und ganz neue Erfahrungen bietet. Es ist jedes Mal wieder, als wäre es der erste Tag an einer neuen Schule, was zwar beängstigend aber auch super aufregend ist.
Wie war es, mit Viola Davis zu arbeiten?
Das ist schwer zu beschreiben. Ich kann noch immer nicht fassen, dass ich tatsächlich mit ihr zusammengearbeitet habe! Nur 16 Stunden nachdem ich die Rolle bekommen hatte, stand ich auch schon gemeinsam mit ihr vor der Kamera und wir drehten unsere erste gemeinsame Szene. Es war verrückt. Ich neige dazu, in Tränen auszubrechen, wenn ich jemandem begegne, den ich bewundere, und ich bin sehr stolz darauf, dass ich mich dieses Mal zusammenreißen konnte, als ich Viola begegnet bin.
Woran erinnerst du dich am liebsten, wenn du an deine Zeit bei "How to Get Away with Murder" denkst?
Ich habe es sehr genossen, zur Premierenparty zu gehen. Bei der Veranstaltungen wurden alle drei Shows von Shonda Rhimes, also "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte", "Scandal" und "How to Get Away with Murder", gefeiert und es war großartig, dabei zu sein und so viele Schauspieler aus meinen Lieblingsserien zu treffen. Auch meine beiden Manager waren dabei und es war schön, gemeinsam mit ihnen zu feiern.
Wie hat dir der Twist am Ende der zweiten Staffel gefallen? Hattest du einen Verdacht, wer der Mörder sein könnte?
Dieser Text enthält Spoiler und wird deshalb nicht angezeigt. Wenn du den Text lesen möchtest, musst du ihn einblenden.
Wie groß war der Unterschied zwischen der Arbeit an "How to Get Away with Murder" und "The Guild"?
Es war vollkommen verschieden! Von der Größe der Produktion, über die Anzahl der beteiligten Leute bis hin zum Ablauf war alles ganz anders. Außerdem war "The Guild" eine Comedyserie und "How to Get Away with Murder" könnte thematisch davon nicht weiter entfernt sein! Ich war sechs Jahre lang bei "The Guild" und habe bisher noch nicht wieder das Gefühl bekommen, dass mir eine Crew so sehr ans Herz gewachsen ist. Sie werden immer meine erste Arbeits-Familie bleiben, aber hoffentlich nicht meine letzte. Ich hoffe, dass ich noch einmal an einem Projekt beteiligt sein werde, das genau so lange, wenn nicht sogar länger geht.
Vor deiner Rolle als Catherine Hapstall warst du auch schon in Shonda Rhimes' Serie "Grey's Anatomy" zu sehen. Bist du ein Fan von Shondaland?
Ich bin ein riesiger Fan! Für mich war "Grey's Anatomy" die Serie, in der ich unbedingt mitspielen wollte, als ich mit der Schauspielerei begann. Ich habe mir immer erträumt, eine Rolle zu bekommen, in der ich eine Patientin von McDreamy (Patrick Dempsey) bin und dass wir uns während der Behandlung in einander verlieben. Als ich dann tatsächlich eine Rolle ergattern konnte, war ich zwar nicht seine Patientin und McDreamy hat sich nicht in mich verliebt, aber ich durfte dennoch mit Patrick Dempsey zusammenarbeiten und allein das ist großartig!
In deinem Blog postest du viele Bilder von deiner niedlichen Hündin Lola. Hat sie dir schon einmal geholfen, einen Job an Land zu ziehen?
Na klar, sie ist mein Coach und mit ihr lerne ich immer meine Texte. Lola ist für jede Rolle verantwortlich, die ich bekommen habe. Nein Quatsch, ich mache nur Spaß.
Wie waren die Dreharbeiten zu "The Man in the High Castle"?
Es war toll und ich fand die Zeit in Vancouver wirklich schön. Für mich war es das erste Mal, dass ich für einen Dreh die Stadt verlassen habe und das hat sehr viel Spaß gemacht. Die anderen Darsteller haben mich sofort sehr herzlich bei sich aufgenommen und wir haben auch außerhalb der Produktion viel Zeit mit einander verbracht, was mich sehr gefreut hat. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die zweite Staffel.
Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Moment würdest du gern noch einmal erleben wollen?
Ich würde noch einmal die Mittelstufe der Schule erleben wollen. Damals wollte ich nichts mehr, als beliebt zu sein und jetzt glaube ich, viel Zeit damit verschwendet zu haben, mein soziales Leben zu perfektionieren. Zu dieser Zeit hat für mich alles angefangen, deshalb würde ich gern mit meinem jetzigen Wissen zurückgehen, dass das alles nicht wichtig ist.
Vor deiner Schauspielkarriere hast du dich vorwiegend auf Sport konzentriert. Interessierst du dich noch immer für Basketball? Hast du ein Lieblingsteam?
Ich bin ein großer Fan der Lakers, auch wenn das zur Zeit nicht sonderlich leicht ist. Seit dem letzten Spiel von Kobe Bryant bin ich richtig niedergeschlagen, versuche aber, mich wacker zu halten. Gespielt habe ich schon ewig nicht mehr, aber manchmal werfe ich im Park ein paar Körbe. Spiele anzusehen, genieße ich allerdings umso mehr.
Du hast einen Abschluss in Filmkunst. Wie hat dir die Zeit als Studentin gefallen? Kannst du dein Wissen auf deine Schauspielkarriere anwenden?
Es hat Spaß gemacht Filmtheorie, Produktion und die vielen anderen Aspekte des Business zu studieren, bevor man sich selbst in die Schauspielerkarriere gestürzt hat. Ich verstehe dadurch beide Seiten der Schauspielwelt, was recht hilfreich sein kann. Vor allem fand ich es aber schön, die College-Erfahrungen zu machen, was ich jedem anderen nur raten kann.
Gibt es zukünftige Projekte oder Wünsche, die du gern mit uns teilen würdest?
Meine beiden Lieblingsserien zur Zeit sind "You're the Worst" und "Unbreakable Kimmy Schmidt". Es wäre traumhaft, dort eine Rolle zu bekommen. Erst vor Kurzem habe ich gemeinsam mit Aya Cash von "You're the Worst" gearbeitet und ich habe jeden Tag am Set wieder Gänsehaut bekommen, natürlich auf eine gute Art.
Da myFanbase ein Onlinemagazin ist, das sich mit amerikanischen Fernsehserien beschäftigt, würden wir gerne wissen, welche deine Lieblingsserien sind?
"You're the Worst" und "Unbreakable Kimmy Schmidt" habe ich ja bereits erwähnt. Außerdem schaue ich zur Zeit gern "Better Call Saul", "Marvel's Jessica Jones" und "Master of None". Nebenbei mache ich auch einen Rerun von "30 Rock", einem Klassiker und der besten Serie aller Zeiten! "American Crime Story: The People vs. OJ Simpson" hat mir auch sehr gut gefallen und ich finde es schade, dass die Show vorbei ist.
Vielen Dank, dass du dir Zeit für uns genommen hast, Amy, wir wünschen dir alles Gute!
DANKE EUCH!
Marie Florschütz - myFanbase
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