Buffy Special in der "Space View"

In der aktuellen Ausgabe der "Space View" ist ein großes "Buffy"-Special.

Lest, was James Marsters (Spike) und Nicholas Brendon (Xander) über die Dreharbeiten der finalen Staffel verraten. Außerdem stellten wir Anthony Stewart Head (Giles) 70 Fragen.

Hier schon mal ein paar Fragen an James Marsters, aber Achtung es geht auch ums Finale (für die, dich sich nicht die Spannung nehmen lassen wollen).

Space View (SV): Als Zuschauer merkt man, dass die Chemie zwischen dir und Sarah Michelle Gellar stimmt! Wie ist es, mit ihr zu arbeiten?

James Marsters (JM): Einfach toll! Und obwohl wir uns sehr mögen, ziehen wir uns ständig gnadenlos auf. Aus lauter Verzweiflung ging ich eines Tages zu Joss (Whedon) und meinte: "Bitte, mach, dass ich mein T-Shirt ausnahmsweise mal nicht ausziehen muss! Sarah ist erbarmungslos und besitzt gar kein Mitleid!"

SV: Was machst du nach dem Ende von "Buffy"?

JM: Momentan laufen die Verhandlungen, Spike in "Angel" unterzubringen (Kurz nach dem Interview unterschrieb James Marsters für die fünfte Staffel.) Außerdem kommen viele Leute auf mich zu, die meinen, ich sollte meine eigene Show, "Spike – der Vampir", bekommen. Aber der einzige auf Erden, der mir das noch nicht vorgeschlagen hat, ist ausgerechnet der wichtigste: Joss Whedon! Verflixt noch mal, warum hat er noch nicht daran gedacht? (lacht) Nein! Joss hat mich immer äußerst fair behandelt – selbst wenn ich immer verdammt hart für "Buffy" arbeiten musste. Wie auch Sarah, die 14, 15 und manchmal sogar 20 Stunden am Tag auf dem Set ist. Und das an fünf Tagen in der Woche, die letzten sieben Jahre lang.

SV: Wann entschieden sie sich dafür, dass Spike seine Seele zurückerhalten sollte?

JM: Als sie die Szene drehten, in der er sie zurückerhielt ... Nein! Ich habe keine Ahnung! Ursprünglich hatten sie mir einen anderen Text für das Ende der Szene gegeben. Und kurz bevor es losging, hieß es: neuer Text! Und so erfuhr ich davon! Denn vorher bemühte man sich sehr, diese Tatsache geheim zu halten. Spike war auf der Suche nach Erlösung bzw. Vergebung, seitdem er zur Hauptdarstellerriege gehörte. Er wurde Stück für Stück gedemütigt. Und erst als er ganz am Boden lag, machte man ihn zum Helden. Es war meine Idee, dass Spike etwas Schlimmes tun sollte, sodass er mit Hilfe übernatürlicher Kräfte versuchte, wieder "gut" zu werden, um so seine Tat absühnen zu können. Aber der Schuss sollte nach hinten losgehen, sodass Spike altern und sein Zustand sich verschlechtern würde. Doch die Macher von "Buffy" hatten sich noch etwas Besseres einfallen lassen.

SV: Wie denkst du über die Vergewaltigungsszene zwischen Spike und Buffy?

JM: Es war harter Tobak, diese Szene zu drehen. Das Schwerste, was ich jemals in meinem Leben machen musste. Nach dem Dreh ging ich mit Tränen in den Augen nach Hause. Für gewöhnlich spiele ich keine Vergewaltiger. Ich kann mir nicht einmal Filme ansehen, in denen so etwas passiert ... oder wo Frauen oder Kinder geschlagen werden. Dann muss ich das Kino verlassen, weil ich damit einfach nicht umgehen kann. Und letztes Jahr war ich quasi vertraglich dazu verpflichtet, so eine Szene selbst zu spielen. Aus persönlicher Betrachtungsweise würde ich lieber meinen rechten Arm hergeben als noch einmal so etwas machen zu müssen. Aber aus künstlerischer Sicht bin ich stolz darauf. Es war eine mutige und ehrliche Entscheidung. Denn so etwas Ähnliches ist einem unserer Autoren wirklich passiert. Jemand hat so etwas durchleben müssen. Heute weiß ich mehr denn je, dass ich solche Szenen nicht spielen möchte. Das ist alles, was ich dazu sagen möchte ...

SV: Kannst du uns etwas darüber verraten, was im Finale zwischen Spike und Buffy passieren wird?

JM: Das Ganze wird auf sehr dramatische, sehr romantische, sehr schmerzhafte und wunderschöne Art und Weise aufgelöst werden!

Quelle: Space View



Nina - myFanbase
13.06.2003 20:40

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