"Sopranos"-Star James Gandolfini ist tot

James Gandolfini, der sechs Jahre lang die Rolle des Mafiabosses Tony Soprano in der HBO-Serie "Die Sopranos" spielte, verstarb am Mittwoch im Alter von 51 Jahren in Rom. Man geht davon aus, dass er einem Herzinfarkt erlegen ist.

Seine Manager Mark Armstrong und Nancy Sanders bestätigte den Tod des Schauspielers. Gandolfini hinterlässt seine Ehefrau Deborah Lin und seine acht Monate alte Tochter Liliana sowie seinen 13-jährigen Sohn Michael aus erster Ehe. Via Twitter bekundeten einige seiner ehemaligen Kollegen ihr Beileid und gaben an, einen guten Freund und Bruder verloren zu haben.

Für seinen Part in "Die Sopranos" erhielt Gandolfini unter anderem drei Emmy-Awards als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie. Betrachtet man die heutige Sendelandschaft, so ist wohl vieles auf den Erfolg von "Die Sopranos" zurückzuführen. Serien wie "The Shield", "Mad Men" oder "Breaking Bad" mit ihren vielschichtigen Protagonisten, bei denen man manchmal nicht weiß, ob man sie lieben oder hassen soll, sind wohl auf Gandolfinis Darstellung des Tony Soprano zurückzuführen.

Doch nicht nur für seine Paraderolle in der HBO-Serie wird man James Gandolfini in Erinnerung behalten. Sein Talent durfte er bereits zu Beginn seiner Karriere in "True Romance" (1993) an der Seite von Brad Pitt unter Beweis stellen. Er schaffte es, trotz einer kleinen Rolle mit seinem Auftritt in Erinnerung zu bleiben, so dass Regisseur Tony Scott ihn auch für "Crimson Tide" (1995) verpflichtete. In den Jahren darauf war Gandolfini zweimal an der Seite von John Travolta zu sehen: Zuerst als Gauner in "Schnappt Schorty" (1995), später dann als durchschnittlicher Typ aus der Arbeiterklasse in "Zivilprozess" (1998). Auch nach dem Ende von "Die Sopranos" konnte Gandolfini die ein oder andere hochkarätige Rolle ergattern, selbst wenn es nicht immer die Hauptrolle war. So lieh er "Wo die wilden Kerle wohnen" im Original seine Erzählstimme oder spielte den CIA-Direktor im Oscar-ausgezeichneten "Zero Dark Thirty".

Die Film- und Serienwelt wird James Gandolfini vermissen.

Quelle: People, Entertainment Weekly, Los Angeles Times



Catherine Bühnsack - myFanbase
20.06.2013 09:27

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