Mark Pellegrino in "Grimm"
#2.03 Kojoten

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Die Serie "Grimm" läuft seit Oktober 2011 auf dem amerikanischen Sender NBC, die zweite Staffel startete bereits im August 2012. Die Serie handelt von dem Polizisten Nick Burkhardt (David Guintoli), der Mordfälle untersucht und erfährt, dass seine Familie von den Grimms abstammt, welche Jagd auf übernatürliche Wesen machen, wie sie ganz ähnlich in Märchen vorkommen. Anders als andere Grimms kümmert Nick sich allerdings nur um die Wesen, die sich in der Gesellschaft nicht benehmen. Sein Kollege bei der Polizei ist Hank Griffin (Russell Hornsby), der nur sehr langsam erfährt, dass sich etwas im Leben seines Partners geändert hat.

Väter der anderen Art

Foto: Mark Pellegrino - Copyright: Jenny Duckworth Photography
Mark Pellegrino
© Jenny Duckworth Photography

Nach einigen merkwürdigen Ereignissen, die von der Welt der Märchenwesen verschuldet wurden, ist Hank verängstigt und steht neben sich, weil er nicht mehr weiß, ob er verrückt wird oder die merkwürdigen Kreaturen wirklich gesehen hat. Nick spielt mit dem Gedanken, ihm die Geschichte seiner Familie zu erzählen, als Hanks alter Freund Jarold Kempfer, gespielt von Mark Pellegrino, im Revier auftaucht und seine Tochter Carly (Maddie Hasson) als vermisst meldet. Nick und Hank versuchen dem am Boden zerstörten Familienvater zu helfen, wobei Nick bald erkennt, dass Jarold ebenfalls ein Wesen ist, und zwar ein Coyotl. Diese leben meistens in einem Rudel zusammen, doch Jarold und seine Frau verließen dieses vor vielen Jahren, da sie mit den Gepflogenheiten in der Gruppe nicht einverstanden waren. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass das Rudel Carly nun in ihren Kreis zurückholen will und sie deshalb entführt hat. Nick, Hank und Jarold machen sich daraufhin auf den Weg, um die junge Frau zu retten und Hank erkennt langsam, dass das, was er sieht, tatsächlich da ist.

Wer sich ein bisschen in der Serienwelt auskennt, wird sicher schon wissen, dass Mark Pellegrino mittlerweile ein recht bekannter Schauspieler ist und auch immer wieder Lob für die Darstellung seiner Rollen erhält. In seinen letzten beiden größeren Engagements spielte er mit Luzifer in "Supernatural" und Bishop in "Being Human" den mysteriösen Antagonisten gegen die Helden der Serie und auch als Jacob in "Lost" wusste man lange Zeit nie so genau, was er eigentlich auf der Insel tut. Nun hat er sich aber eine Rolle herausgesucht, in der er mal einen ganz anderen Charakter spielen darf: Nämlich die des besorgten Familienvaters von Nebenan. Nun gut, vielleicht nicht ganz so "von Nebenan", wie man es auf den ersten Blick vermuten würde, aber dennoch sieht man Jarold an, dass er Papa durch und durch ist. Den ratlosen und verzweifelten Vater spielt Pellegrino dann sogar so gut, dass es einem durch Mark und Bein geht und es in der Seele weh tut, sich diesen Kummer mit ansehen zu müssen. Allerdings bekommt man auch eine andere Seite an ihm zu Gesicht, als Jarold seinen Schwager mit der Entführung konfrontiert und vor Wut auf ihn losgeht. So emotional sieht man Pellegrino in seinen anderen Rollen nur selten; diese Figuren treten überlegener auf und hegen vielleicht einen Groll, doch diesen wissen sie zu beherrschen. Zwar ist Bishop ebenfalls ein Vater, aber dennoch liebt er es, den Überblick zu behalten und würde sich zu keiner unüberlegten Tat hinreißen lassen, was ja bei Jarold in der Folge der Fall ist. So gesehen sind beide Charaktere grundverschieden. Es ist zwar ganz klar, dass man Marks Charakter in "Grimm" in der kurzen Zeit unmöglich die Tiefe geben kann, die man sich eigentlich für ihn wünscht, aber soweit war das, was man hier geboten bekam, definitiv sehenswert.

Von der Interaktion zwischen Mark und "The Finder"-Darstellerin Maddie Hasson bekommt man leider nicht allzu viel zu sehen, aber auch die paar Brocken haben sich gut in das Gesamtbild eingebunden. Und da Pellegrino einer von den Wesen-Gastdarstellern ist, die mal nicht am Ende der Folge sterben und sogar auch mit einem der Hauptcharaktere befreundet ist, stehen die Chancen ja möglicherweise gar nicht so schlecht, dass er wieder einmal ins Boot geholt wird.

Fazit

Wer "Grimm" generell nicht schaut, aber Mark Pellegrino gern mag, sollte sich diesen Gastauftritt von ihm definitiv ansehen. Der Schauspieler zeigt sich von einer ganz anderen Seite und beweist, dass er die menschlicheren Rollen ebenso gut beherrscht wie die übernatürlichen. Und wer seine anderen Serien, allen voran "Being Human", nicht kennt, wird nun von mir verdonnert, das schnellstmöglich nachzuholen.

Luisa Schmidt - myFanbase

Zur den interessanten Gastauftritten in "Grimm"

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