DVD-Rezension: Ashes to Ashes - Zurück in die 80er, Staffel 2

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Nach einer überaus spannenden ersten Staffel bekommt man seit Januar 2012 nun endlich auch die zweite Staffel von "Ashes to Ashes - Zurück in die 80er" auf DVD. Die Erwartungen von meiner Seite waren nach der gelungenen ersten Season entsprechend hoch. Werfen wir nun einen Blick auf die DVD-Box zu Staffel zwei, ob diese meine Vorfreuden erfüllen kann.

Inhalt

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Nachdem Alex Drake (Keeley Hawes) es nun nicht schaffte, den Unfall ihrer Eltern zu verhindern und somit wieder aus ihrem Koma zu erwachsen, muss sie nun einen anderen Weg finden. Dabei muss sie sich aber auch auf die Probleme in der 80er-Jahre-Welt konzentrieren, denn die Polizisten in London werden immer korrupter. Alex arbeitet noch immer unter DCI Gene Hunt (Philip Glenister) und auch Ray Carling (Dean Andrews) und Chris Skelton (Marshall Lancaster) sind noch immer mit von der Partie.

Bald jedoch taucht ein mysteriöser Mann namens Martin Summer (Adrian Dunbar) auf, der behauptet, auch aus der Zukunft zu stammen und der Alex das Leben schwer macht. Er bietet ihr seine Hilfe an, wieder nach Hause zu kommen, doch dafür müsste Alex selbst korrupt werden. Hinzu kommt noch, dass die Erinnerungen an ihre Tochter langsam blasser zu werden scheinen…

Rezension

Foto: Philip Glenister, Ashes to Ashes - Copyright: polyband
Philip Glenister, Ashes to Ashes
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Zugegebenermaßen beginnt die Staffel eigentlich vielversprechend. In der ersten Folge bekommt man gleich einen groben Einblick auf den Handlungsstrang, der diese Staffel umfassen soll. Diesmal soll es also um Korruption in den Reihen der Polizei gehen und offensichtlich hat auch der Vorgesetzte des Reviers Superintendent Mackintosh (Roger Allam), den alle nur "Super-Mac" nennen, etwas damit zu tun. Außerdem ist da der mysteriöse Mann, der Alex hinterher spioniert, ihr Rosen hinterlässt und ihr offenbart, auch aus ihrer Zeit zu kommen. Soweit eigentlich wirklich gute Ansätze für diese Staffel und in den ersten paar Folgen gefallen mir die Handlungen auch noch richtig gut.

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Ashes to Ashes
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Doch nach und nach erfahren wir mehr über den mysteriösen Martin Summers und das ist auch die Geschichte, die auf lange Sicht bei mir nicht zu zünden weiß. Alex' Stalker wird nämlich irgendwie mit in die Korruptionsgeschichte mit rein gequetscht, passt für mich da aber gar nicht richtig rein. Er ist nun ebenfalls aus der Zukunft und liegt ganz offensichtlich auch im Koma – sollte mit Alex also irgendwie auf der selben Seite stehen. Trotzdem pfuscht er aber lange Zeit ohne erkennbaren Grund in ihrer Arbeit herum und testet ihre Loyalität gegenüber dem Revier. Es ist zwar interessant zu sehen, wie weit sie gehen würde, aber trotzdem nervt der Charakter einen stellenweise ganz schön und am Ende bekommt man noch nicht mal eine zufriedenstellende Auflösung für seine Motivationen. Das Mysteriöse, was Summers am Anfang noch umgibt, stellt sich bald nur als heiße Luft heraus. Alles in allem fand ich ihn die meiste Zeit eher unnütz und vor allem von seinen Hintergründen hätte irgendwie mehr erhofft. Zudem zieht sich die Korruptionsidee ganz schön hin und man verliert nach ein paar Folgen schon ein bisschen die Lust daran, ihr weiter folgen zu müssen. Vor allem nach dem, für die Abteilung, einschneidenden Erlebnis am Ende von Folge #2.04 verliert die Idee an Reiz.

Was einen dann trotzdem weiterschauen lässt, ist vor allem noch immer die Frage ob es Alex nach Hause schafft. Hier wird die Spannung kontinuierlich gehalten und natürlich fiebert man auch noch immer mit. Schön ist noch immer die wunderbar funktionierende Chemie zwischen Alex und Gene und auch dank der anderen Charaktere und den guten Fällen der Woche macht das zusehen trotzdem die meiste Zeit Spaß. Und natürlich ist auch noch immer die Einbindung der 80er-Jahre-Musik toll.

Foto: Keeley Hawes, Ashes to Ashes - Copyright: polyband
Keeley Hawes, Ashes to Ashes
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Diese Staffel hat also durchaus wieder ihre Stärken, aber in den episodenübergreifenden Handlungen im Gesamtbild einige Schwächen. Stellenweise können sie trotzdem unterhalten, an das Niveau aus der ersten Staffel kommen diese Folgen aber leider nicht heran. Auf Extras muss man dieses Mal leider verzichten, auch wenn die Menüs sehr schön mit kleinen, interaktiven Informationen aus dem Jahr 1982 gespickt sind. Zudem gibt es generell einen Fehler beim Ton der 4. Episode, den offenbar nicht nur ich festgestellt habe, sondern der anscheinend auf allen Boxen zu finden ist. In wie weit das in Zukunft behoben wird, bleibt abzuwarten.

Auf der Box heißt es: "Mehr Eyeliner, mehr Fönfrisuren und mehr Verbrechen." Das kann man an sich so stehen lassen – viel mehr sollte man aber nicht erwarten.

Technische Details

FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 400 Minuten (8 Episoden)
Anzahl Disks: 3
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: keine
Veröffentlichungsdatum: 27. Januar 2012

Fazit

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Ashes to Ashes
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Sollte man sich also die DVD-Box kaufen? Die Frage finde ich bei der zweiten Staffel sehr schwer zu beantworten, da ich sie im Vergleich zur ersten Staffel nicht so gut fand. Ich denke, da muss sich jeder ein eigenes Bild von den Episoden machen und dann entscheiden, ob man die im Regal stehen haben möchte. Ich rate hier, diesen Teil von "Ashes to Ashes" besser nicht auf blauen Dunst hin zu kaufen, sondern erst einmal in die Folgen reinzuschauen.

Luisa Schmidt - myFanbase

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