Harper's Island - Review

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Ich hatte schon öfters von "Harper's Island" gehört, doch erst als ich erfuhr, dass Katie Cassidy eine der Hauptrollen spielt, fing ich an die Serie zu schauen. Als ich mich dann noch etwas über den Inhalt informierte, war ich, als großer Fan von Horrorfilmen, sofort begeistert.

Einer nach dem Anderen

Foto: Matt Barr, Christopher Gorham & Brandon Jay McLaren, Harper's Island - Copyright: Paramount Pictures
Matt Barr, Christopher Gorham & Brandon Jay McLaren, Harper's Island
© Paramount Pictures

Die Handlung der 13-teiligen Horrorserie ist eigentlich ziemlich simpel. 25 Hochzeitsgäste begeben sich auf eine abgelegene Insel und werden nach dem Zehn-Negerlein-Prinzip einer nach dem anderen auf brutalste Weise umgebracht. Sonderlich originell ist das nicht, da eigentlich jeder zweite Horrorfilm so abläuft und es bereits einige Streifen gab, die ebenfalls auf einer Insel spielten. Zudem wirken die Charaktere anfangs auch alle ziemlich klischeehaft. Von der Hauptdarstellerin, die bereits einiges durchgemacht hat, bis zu ihrer ehemaligen großen Liebe, der einer der Hauptverdächtigen ist, ist alles vertreten. Auch sonst bedient sich die Serie an einigen Horrorklischees. Von falschen Verdächtigen bis zum kleinen Mädchen, das anscheinend mehr weiß als die anderen, ist auch hier alles dabei. Trotzdem kann die Serie größtenteils überzeugen und bietet Spannung pur, sowie für Serienfans viele bekannte Gesichter.

25 Verdächtige

Foto: Brandon Jay McLaren & Matt Barr, Harper's Island - Copyright: Paramount Pictures
Brandon Jay McLaren & Matt Barr, Harper's Island
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Die Pilotfolge gehört zu den schwächsten Episoden der Staffel, was aber eigentlich zu erwarten war, da auch in normalen Horrorfilmen der Anfang meistens ziemlich langweilig ist, was daran liegt, dass erstmal alle Charaktere vorgestellt werden müssen. Und das ist gar nicht so einfach bei 25 Charakteren. Natürlich kann man da nicht jedem Charakter mehr Tiefe verleihen, weshalb die meisten Charaktere auch blass und austauschbar bleiben. Aus diesem Grund ist einem das Schicksal der meisten auch völlig egal, andere wiederum wachsen einem ziemlich schnell ans Herz, wie zum Beispiel Cal und Chloe, die wirklich das schönste, aber auch merkwürdigste Paar der Serie sind. Auch andere Charaktere wie Trish oder Sully werden dem Zuschauer schnell sympathisch und man bangt um ihr Leben. Hauptcharakter Abby kann jedoch weniger überzeugen und wirkt eher unsympathisch, was aber auch an der Hauptdarstellerin liegt. Insgesamt habe ich am Cast aber recht wenig auszusetzen, da die meisten recht überzeugend spielen. Wie schon erwähnt, lässt das Ensemble das Herz jedes Serienfans höher schlagen, denn es gibt Darsteller aus den verschiedensten Serien zu bewundern, u. a. Katie Cassidy und Jim Beaver ("Supernatural"), Richard Burgi ("Desperate Housewives") oder Victor Webster ("Charmed – Zauberhafte Hexen"), um nur einige Namen zu nennen.

1 Killer

Foto: C.J. Thomason & Elaine Cassidy, Harper's Island - Copyright: Paramount Pictures
C.J. Thomason & Elaine Cassidy, Harper's Island
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Die Serie braucht einige Zeit, um wirklich in Fahrt zukommen. Zwar gibt es schon in den ersten fünf Episoden einige Todesfälle, doch niemand bekommt das so wirklich mit. Erst als der Vater von Trish stirbt, geht es richtig los und unter den Gästen bricht Panik aus. Bei der Suche nach dem Täter werden einige falsche Fährten gelegt, unter anderem wollte man den Zuschauer anfangs weiß machen, dass J.D. hinter den Morden steckt, doch leider war von Anfang an klar, dass er nicht der Killer ist, denn das wäre einfach zu offensichtlich gewesen. Auch der Charakter Madison war ein Griff ins Klo. Nicht nur, da man wusste, dass sie und ihre Mutter überleben würden, die Kleine war dazu auch noch total nervig. Diese Storyline hätte man sich wirklich sparen können. Dann gab es da noch die Story um Henry und seine Freunde, die das Geld des toten Hunter finden und dann das Boot mit seiner Leiche versenken. Das hatte durchaus was Amüsantes und wurde dann auch noch irgendwie skurril, als sich Booth plötzlich selbst tötete.

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You Can't Have Me

Foto: Adam Campbell & Cameron Richardson, Harper's Island - Copyright: Paramount Pictures
Adam Campbell & Cameron Richardson, Harper's Island
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Zu einem Horrorfilm gehören natürlich auch ein paar blutige Szenen, jedoch hatte ich mir da von "Harper's Island" nicht allzu viel erwartet, da man bei einer Serie einfach nicht so brutale Szenen zeigen kann wie bei einem Film. Nach den ersten paar Episoden war ich jedoch positiv überrascht. Die Todesszenen waren nicht nur abwechslungsreich, es gab auch einige recht blutige Szenen. Zwei der Todesszenen haben mir besonders gefallen und gehören zu den Highlights der ganzen Serie. Da wäre zu einem der Tod von Cal und Chloe, der unglaublich traurig war. Bevor die beiden getötet werden, macht Cal seiner Chloe einen Heiratsantrag, den sie unter Tränen annimmt. Dann werden die beiden vom Mörder überrascht und flüchten auf eine Brücke, doch ein Zaun versperrt ihnen den Weg. Chloe versucht auf die andere Seite zu kommen, während Cal versucht den Mörder aufzuhalten, doch er wird getötet und in den Fluss geworfen. Chloes verzweifelte Schreie sorgten bei mir wirklich für Gänsehaut, die noch verstärkt wurde, als der Song "Letters from the Sky" von Ciwil Twilight ertönte und Chloe letztendlich freiwillig in den Tod sprang. Für mich ist die Szene das persönliche Highlight von "Harper's Island" und eine der emotionalsten Szenen, die ich in letzter Zeit in einer Serie gesehen habe. Zudem waren Cal und Chloe auch zwei meiner Lieblingscharaktere und eines der schönsten Serienpaare. Auch den Tod von Trish fand ich ziemlich traurig, was aber eher daran liegt, dass sie von Katie Cassidy gespielt wird, die ich persönlich toll finde.

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Fazit

Trotz einiger nerviger Storylines sowie Logikfehlern ist "Harper's Island" eine spannende und unterhaltsame Serie, mit tollen Darstellern, die vor allem für Horrorfans sehr empfehlenswert ist.

Kevin Dave Surauf - myFanbase

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