Voice-over von einem Erzähler

Desperate Housewives
Einige Serien arbeiten mit der Stimme aus dem Hintergrund, dem so genannten Voice-over. Dies bietet sich vor allem an, um den Darstellern Dialoge zu sparen und dennoch eine Geschichte erzählen zu können.
Serien wie zum Beispiel "Pushing Daisies" oder auch "Gossip Girl" bedienten sich bereits daran. Während bei diesen aufgezählten, die Charaktere noch lebend sind, entschloss sich Produzent Marc Cherry für seine "Desperate Housewives" dazu, einen verstorbenen Charakter erzählen zu lassen.
Dieses Merkmal macht für mich die Serie so besonders. In der Pilotfolge lernt man nicht nur die Wisteria Lane als Straße und dessen Bewohner kennen, sondern auch die Erzählerin Mary Alice Young. Sie berichtet von ihrem Leben in der Straße und ihren Freundinnen Lynette, Bree, Gabrielle und Susan, bis zu dem Tag, an dem sie sich mit einem Schuss in den Kopf von der Erde verabschiedet. Damit begann die Serie mit ihren Geheimnissen. Die verstorbene Mary Alice hat ein wachsames Auge auf ihre Freundinnen und man bekommt so das vertraute Gefühl, sie weilt noch unter ihnen und steht ihnen bei. Während bei den meisten anderen Serien die Gedanken und Taten der handelten Charaktere vom Voice-over oftmals kritisch beäugt und hinterfragt werden, hat Mary Alice einen objektiven Blick von oben. Zum Ausdruck wird dieses auch gebracht, da man ihre Stimme nicht nur innerhalb einer Folge zu hören bekommt, sondern auch am Anfang und am Ende einer solchen hört man Mary Alice sprechen. Sie ist die zentrale Person der Serie, zu der ihre lebenden Freundinnen aufsehen und vor schrecklichen Taten bewahrt werden und die ihnen zeigt, dass das Leben lebenswert ist, auch wenn es mal nicht so scheint.
In der Serie gab es aber auch noch zwei andere verstorbene Charaktere, die das Voice-over in jeweils einer Folge sprachen. Rex van de Kamp, der am Ende der ersten Staffel starb, schilderte seine Sichtweise auf die Bewohner der Straße, nachdem er die Erde und seine geliebten Menschen verlassen musste und auch Edie Britt konnte beobachten, was ihre Freundinnen mit ihrer Asche taten und welche Erinnerungen sie an sie hatten. Genau diese Erinnerungen an die verstorbene Mary Alice bringen sie dem Zuschauer der Serie näher und man lernt sie besser kennen, lieben und schätzen. Marc Cherry hat mit dieser Besonderheit gezeigt, wie viele Möglichkeiten ein Voice-over bieten kann.
In den USA haucht Brenda Strong mit ihrer Stimme der Mary Alice Leben ein und schildert die Dinge aus dem Jenseits. Die Schauspielerin dürfte einigen noch aus der Serie "Everwood" bekannt sein, in der sie bereits ebenfalls eine Tote verkörperte. Auch in der deutschen Fassung sollte Andrea-Kathrin Loewig ein Begriff für einige sein. Sie verlieh bereits in Serien wie "Scrubs - Die Anfänger" oder auch "Buffy - Im Bann der Dämonen" ihre Stimme an Charaktere. | Daniela S.
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