Serienentdeckungen 2012
Auch in diesem Jahr haben unsere Autoren einige Serien für dich entdeckt, die ihnen vorher durch die Lappen gegangen waren. Auf diesen Seiten findet ihr die Shows, die wir aufgeholt haben und die uns begeistern konnten - und vielleicht ist der eine oder andere Text auch eine Anregung für euch, sich eine Serie anzusehen oder ihr noch eine Chance zu geben.
Entdeckungen von Luisa Schmidt
In meinen Serienentdeckungen des Jahres 2012 sind einige wohl bekannte und geliebte Serien dabei, die nach nur wenigen Folgen eine feste Fanschar um sich sammeln konnten. So sind zwei von ihnen bereits beendet, während eine noch munter weiter läuft und sich großer Beliebtheit erfreut.
Lost
"Lost" kann man bei mir nicht unbedingt als eine Neuentdeckung bezeichnen, aber in jedem Fall als einer Wiederentdeckung. Vor einigen Jahren hatte ich, wie viele andere auch, die Serie geschaut, als diese im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde - allerdings kam ich damals nicht sonderlich weit und so war in der Mitte der zweiten Staffel erst einmal Schluss mit den Mysterien um die Insel. Seit dem stand die Serie auf meiner ewigen To-Watch-Liste, allerdings schreckte es mich dann doch immer wieder ab, viereinhalb Seasons aufholen zu dürfen. Denn bei mir ist es oft so, dass ich nicht lange auf spannenden Cliffhangern sitzen bleiben kann, außer wenn es nicht anders geht, und dann schon immer in die nächste Staffel reinschauen muss. Im Sommer diesen Jahres packte es mich aber und nachdem ich mir einen kurzen Überblick darüber verschafft hatte, was ich eigentlich schon von "Lost" gesehen hatte, ging es nach Jahren der Pause mit dem Schauen weiter - und ich war begeistert. Die Handlung war spannend und ich konnte einfach nicht aufhören, mir eine Episode nach der anderen anzusehen. Vor allem der Rest von Staffel 2 und Staffel 3 wussten mich gekonnt in den Bann zu ziehen und ich schaffte es innerhalb von nur wenigen Monaten, bis an das Ende der Serie zu gelangen. Deshalb muss ich auch abschließend sagen, dass ich die vielen Kritiken zur sechsten Staffel nicht ganz nachvollziehen kann. Die Auflösung der Flash-Sideways war natürlich reichlich skurril, aber mal ehrlich: Schon als wir einen Eisbären auf der Insel gesehen haben wussten wir ja, dass uns im weiteren Verlauf merkwürdige Begebenheiten erwarten würden und das sollte jeder spätestens dann begriffen haben, als die Losties damit anfingen, in der Zeit herumzureisen. Zudem wurde nun wirklich fast jede offene Frage geklärt, wofür es auch nochmal eine extra Montage zum Ansehen gab. Man kann mir also sagen, was man will, aber ich habe die Serie in diesem Jahr nicht nur neu kennen, sondern auch lieben gelernt.
Game of Thrones
"Game of Thrones" ist so eine Serie, die ich mir verbotenerweise angesehen habe, als ich eigentlich lernen sollte - das kennt sicher jeder. Als Pausenfüller hat die Serie aber die richtige Länge und da ich nicht eine ganze Woche auf eine neue Episode warten musste, wurde das Schauen zu einem richtigen Vergnügen. Als Nicht-Kenner der Bücher und/oder des Brettspiels war alles neu und schlug von der Inszenierung her auch das von mir mit Spannung verfolgte "Die Tudors". Vergleicht man die Intrigen und Komplotts der Serien, ähneln sie sich durchaus und bis auf ein paar Drachen hat "Game of Thrones" auch nicht unbedingt viel mit Fantasy zu tun. Das war unerwartet, hat mir aber sehr gut gefallen und auch die Charaktere in der Serie konnten mich schnell begeistern. Ich durchlief dabei vermutlich alle Emotionspaletten, die die Serienmacher für die Zuschauer vorgesehen hatten. Ich hoffte, dass Ned den Inzest zwischen den Lannister-Zwillingen noch rechtzeitig aufdecken würde, sah in Joffrey den Erzfeind und drückte insgeheim Tyrion die Daumen, dass er nicht ewig in der Eyrie festsitzen würde. Ich sah Arya gern dabei zu, wie sie sich ihren eigenen Weg bahnte und hätte Sansa an manchen Stellen gern eine Ohrfeige verpasst oder sie wenigstens einmal kräftig geschüttelt. Wenn man sich selbst also so stark in eine Serie einbringt, dann kann es kein Zufall sein, dass diese so erfolgreich ist und ich bin froh, dass ich ihr eine Chance gegeben habe.
Love Bites
Viele werden von dieser Comedy vermutlich noch nichts gehört haben, da es diese noch nicht nach Deutschland geschafft hat und zudem schon nach acht Episoden abgesetzt wurde. Dabei ist das wirklich schade, denn neben einer fantastischen Becki Newton und "Heroes"- Star Greg Grunberg wurden für jede Episode andere Gastdarsteller gecastet, denen man nur zu gern bei ihren kleinen, aber feinen Geschichten zusieht. Man trifft immer wieder auf bekannte Gesichter und so geben sich Leute wie James Roday, Jennifer Love Hewitt und Laura Prepon die Klinke in die Hand. Es ist sicherlich kein Wunder, wenn einen die Machart der Serie an den Weihnachtsfilm "Tatsächlich... Liebe" erinnert, denn zwei der Produzenten des Filmes waren auch hier maßgeblich an den kreativen Entscheidungen dieser Serie beteiligt. Da ich den Film sehr mag, kam ich auch nicht umhin, "Love Bites" zu lieben und als ich entdeckte, dass nach nur ein paar Folgen Schluss ist, war ich maßlos enttäuscht. Möglicherweise hätte man mit dem Schema, jede Woche drei neue Geschichten zu erzählen, nicht lange die Zuschauer bei der Stange halten können, doch ein paar Folgen mehr wären definitiv drin gewesen. "Love Bites" verbreitet gute Laune und ich hoffe, dass es die Serie vielleicht doch noch irgendwann nach Deutschland schafft oder man sie sich wenigstens auf DVD kaufen kann; diese Show ist eine, die man sich immer wieder gern ansieht.
Luisa Schmidt - myFanbase
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