Die besten Beziehungen 2010/2011
Caroline & Tyler (Vampire Diaries)

Wer waren noch gleich Elena, Stefan und Damon? Richtig, die drei Charaktere, die vor allem in der ersten Staffel die Fangemeinde von "Vampire Diaries" in zwei Lager gespalten haben. Auf der einen Seite diejenigen, die Elena mit Stefan zusammen sehen wollten. Auf der anderen Seite diejenigen Fans, die darauf hofften, dass sich Elena für Damon entscheiden würde. Diese unterschiedlichen Haltungen haben sich zwar auch in die zweite Staffel gezogen, doch das Love-Triangle verlor ein stückweit seinen Charme. Vielmehr zeichnete sich still und heimlich eine Beziehung ab, die zwar keine Kontroversen auslöste, aber dafür umso liebevoller inszeniert wurde: Die innige Freundschaft von Caroline und Tyler.
Mystic Falls' Own Romeo & Juliet
Waren beide Charaktere in der ersten Staffel noch eher Randfiguren, die nahezu keinen eigenen Handlungsstrang hatten, sondern vielmehr als Unterstützung der anderen Charaktere dienten, so haben Candice Accola und Michael Trevino in der zweiten Staffel schließlich ihre Stellung als Hauptdarsteller nicht nur ausgefüllt, sondern auch mehr als verdient. Beide Charaktere haben ihren eigenen Handlungsstrang bekommen: Caroline mit ihrer Verwandlung zum Vampire und Tyler mit seiner Verwandlung zum Werwolf. Und das beste an diesen beiden Handlungssträngen ist die Tatsache, dass man sie eng miteinander verbunden hat und uns dadurch in der Serie ein Pairing präsentierte, mit dem man zu Beginn in dieser Form nicht gerechnet hätte.
Sowohl Caroline als auch Tyler haben viel Tiefe in der zweiten Staffel verliehen bekommen, man hat sie (besser) kennen und lieben gelernt und die Freundschaft, die sich zwischen den beiden Charakteren entwickelt, hat wohl jeden Zuschauer emotional in den Bann gezogen. Neben den kleinen Annährungen der beiden, als sie vom Geheimnis des jeweiligen anderen erfahren, die wunderbar inszeniert wurden und das Interesse der Zuschauer an dieser Konstellation weckte, ist vor allem die erste Verwandlung von Tyler der ausschlaggebende Punkt gewesen, weshalb man die beiden einfach nur (zusammen) mögen kann. Bereits im Vorfeld, als sie das Video von Masons Verwandlung gemeinsam betrachten, deutet sich an, wie viel die beiden gemeinsam haben und wie gut sie miteinander funktionieren. Das erste Mal überhaupt bröckelt die Fassade von Tyler und man erkennt, wie einsam er sich fühlt und wie sehr er sich nach einer Person sehnt, die ihm in seiner Situation unterstützt. Caroline hingegen setzt alles daran für ihren (neu gefundenen) Freund dazu sein, obgleich sie selbst viele Probleme hat, mit denen sie sich auseinander setzen muss. Und dass sie zu ihrem Wort steht, zeigt die unglaublich gut inszeniert und emotional aufgeladene Szene bei Tylers erster Verwandlung. Nicht nur Michael Trevino zeigt hier, dass er sich schauspielerisch perfekt auf diese Szene vorbereitet hat und wohl die realistischste Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf, die man jemals auf dem Bildschirm sehen konnte, abliefert. Neben diesem schauspielerischen Höhepunkt ist es Caroline, die Tyler beisteht, trotz der Gewissheit, dass er sie unbeachsichtig durch einen Biss töten könnte, und ihn eben genau an dem Punkt nicht alleine lässt, als er es unter Schmerzen von ihr verlangt. Vielmehr schmiegt sich sich an ihn, gibt ihm dadurch Halt und jeder weiß in diesem höchst emotionalen, wenn nicht sogar unglaublich romantischen Moment, dass die Verbindung zwischen den beiden Charakteren etwas ganz Besonderes ist.
Und das bleibt sie auch im weiteren Verlauf. Die Freundschaft der beiden verfestigt sich mit jeder Szene, die die beiden zusammen haben. Es herrscht eine unglaubliche Chemie zwischen den beiden, bei der man nicht umhin kommt sich zu fragen, wann den beiden Charakteren selbst auffällt, dass sie eigentlich zusammen gehören. Die Tragik, dass sie eigentlich natürliche Feinde sind, wird dabei unterschwellig immer wieder angedeutet, doch von den beiden komplett ignoriert, da sie sich nicht von der Außenwelt vorschreiben lassen wollen, dass sie nicht befreundet sein dürfen.
Einen Tiefschlag bekommt die Freundschaft der beiden, als Tyler erfahren muss, dass Caroline ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt hat und er so in einem schwachen Moment nicht sofort Caroline zu Hilfe eilt, sondern vielmehr gelähmt dabei zusieht, wie sie gequält und fast getötet wird. Der Schmerz, den Caroline dabei empfindet, überträgt sich auch auf den Zuschauer, schließlich hat sie ihr Leben in mehr als einer Hinsicht für ihn aufs Spiel gesetzt. Doch auch Tylers Situation ist nachvollziehbar und als Caroline ihm schließlich die Freundschaft kündigt, zeigt sich, dass damit der einzige Halt, den er in Mystic Falls und seinem Leben noch hatte, plötzlich verschwunden ist. In diesem Moment gesteht er sich seine Gefühle für Caroline ein, will das Beste für sie, weshalb er seinem Freund Matt zu verstehen gibt, dass er an der Beziehung mit Caroline arbeiten sollte, da sie der wunderbarste Mensch ist, den Tyler kennt und verlässt dann die Stadt, nachdem er noch kurz in einer rührenden kurzen Szene mit sich hadert, ob er sich von Caroline verabschieden sollte.
Der Abschied von Tyler ist herzzerreißend, doch auch nötig, um nicht nur die Entwicklung der beiden Charaktere, sondern eben auch ihrer Beziehung zueinander ein Stück weiter zu bringen. Und so kommt es, dass sie bei ihrem Wiedersehen ansprechen, wie viel der jeweils andere ihm bedeutet, dass ihre Freundschaft ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist und dass sie sich immer aufeinander verlassen können.
Mit der Beziehung zwischen Caroline und Tyler haben die Autoren von "Vampire Diaries" einmal mehr bewiesen, dass es nicht der drei Hauptcharaktere bedarf, um spannende, emotionale und unterhaltende Storylines zu kreiieren. Michael Trevino und Candice Accola haben zurecht in der zweiten Staffel der Serie vielmehr Screentime bekommen und konnten durchweg überzeugen. Man kann nur hoffen, dass sich die wunderbare Beziehung auch in der dritten Staffel fortsetzt und die beiden erkennen, dass sie mehr füreinander empfinden als Freundschaft. Denn angesichts der Tatsache, dass sie natürliche Feinde sind und auch ihr Umfeld von dieser 'Liebe' nicht begeistert sein wird, werden wir sicherlich erneut viele tolle Szenen und Handlungsstränge der beiden zu sehen bekommen.
Annika Leichner - myFanbase
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