Die besten Charaktere 2013/2014
Root (Person of Interest)

Es konnte "Person of Interest" gar nichts besseres passieren, als dass Amy Acker in die Riege der Hauptdarsteller aufgenommen wurde. Ihr Charakter Root konnte schon während der ersten Staffel durch ihre undurchsichtige und leicht verrückte Art punkten und bot vor allem im Finale einen großartigen Gegner für Harold Finch (Michael Emerson). Das Potential, das in Root steckte, erkannten die Serienmacher damals und beförderten Root schließlich in den Hauptcast. In der dritten Staffel nimmt sie einen überaus wichtigen Part ein, glänzt durch Kaltschnäuzigkeit, Witz und Cleverness, stets mit einem tollen Spruch auf den Lippen, der nicht immer ganz ernst zu nehmen ist.
Gehörte "Person of Interest" zu Beginn vor allem dem perfekt harmonierendem Gespann Emerson und Caviezel, so muss man zugeben, dass die Addition von Shaw und Root der Serie neuen Schwung gebracht hat. Die beiden Frauen haben sich nahtlos in die Geschichten integriert und bieten neue Facetten in den Geschichten. Das sorgt nicht nur für Abwechslung im Fall der Woche, sondern besonders in Person von Root auch für richtig interessante, folgenübergreifende Handlungen.
Obwohl Root noch immer nicht all ihre Verrücktheiten abgelegt hat, so trifft sie nach ihrem Ausbruch aus der geschlossenen Anstalt eine Entscheidung, die sie vom Gegner Finchs zu einem wichtigen Verbündeten macht. Sie ist der menschliche Link zwischen der Maschine und deren Schöpfer Finch. Sie hat einen Draht zu ihr und erweist sich schnell als perfektes Werkzeug für die Maschine, da Root all ihre Befehle ausführt, ohne auch nur ein einziges Mal eine Aktion in Frage zu stellen. Root vertraut der Maschine blind und wird nach dem Auftauchen von Decima Technologies und dem großen Big Bad der Serie, Greer, zu einem mehr als wichtigen Werkzeug, um das Überleben von Finch und Reese zu sichern.
Es sind dabei jedoch nicht nur die Geschichten, die um Root erzählt werden, die punkten können. Es ist vor allem Amy Ackers Schauspiel und die Konzeption ihres Charakters, die auf ganzer Linie überzeugen. War es in der ersten Staffel vor allem Reese der mit trockenen Sprüchen daherkam und gewalttätige Situationen auflockern konnte, so ist es in der dritten Staffel Root, die weiß, wie man einen Auftritt hinlegt. Sie ist stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort, wirkt dabei abgeklärt und cool, stets mit einem lockeren Spruch auf den Lippen und erscheint dabei selbstsicher und abgebrüht.
In Szenen wie ihrer Entführung durch Control agiert Root herrlich überlegen und lässt sich sogar bereitwillig foltern, da sie darauf vertraut, dass die Maschine alles schon irgendwie richten und sie aus der Situation befreien wird. Es ist unglaublich, wie souverän sie selbst in schier ausweglosen Situationen auftritt, und dass es ihr am Ende auch immer gelingt, mit der ein oder anderen kleinen Schramme davon zu kommen, um weiter zu kämpfen, grenzt schon an ein wahres Wunder.
Am Ende ist sie es auch, die für das Überleben von Reese, Finch und Shawn sorgt, indem sie erkennt, dass es manchmal besser ist, einen Kampf zu verlieren, um in der großen Schlacht noch eine Chance zu haben. Wenn man bedenkt, dass sie einst als durchgeknallte Hackerin in der Serie eingeführt wurde, die Finch entführt hatte, um aus ihm den Standort der Maschine zu erpressen und dabei auch vor Mord und Folter nicht zurück geschreckt hat, so ist es doch faszinierend zu sehen, wie aus ihr dieser essentielle Kämpfer der 'Guten' geworden ist, dem diese am Ende nicht nur ihr Überleben, sondern auch einen kleinen Hoffnungsschimmer für die Zukunft zu verdanken haben.
Melanie Wolff - myFanbase
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