Die herausragendsten Episoden 2015/2016
Mike & Molly, #6.13 I See Love

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Als "Mike & Molly" am 20. September 2010 beim US-Sender CBS startete, gehörte die Serie zu den besten Comedy-Neustarts des Jahres. Obwohl sie in den Folgejahren weiterhin relativ erfolgreich war, schien sich CBS nie so ganz sicher zu sein, ob man an ihr festhalten sollte. So wurde "Mike & Molly" nach Staffel 3 erstmals auf die Ersatzbank geschoben und landete bei den Upfronts im Mai 2013 nicht gleich auf dem Sendeplan. Dennoch ließ man sich bis Anfang 2016 Zeit, zu entscheiden, dass mit Staffel 6 das Ende der Serie gekommen sei – viel zu früh oder viel zu spät?

"The baby's coming!"

Was haben wir mit Mike Biggs und Molly Flynn nicht alles erlebt. Wir haben die beiden kennen gelernt, als sie sich kennen gelernt haben. Wir haben gesehen, wie sie sich ineinander verliebten, einander näher kamen und trotz vieler Hindernisse schließlich das Eheglück fanden. Dabei unterstützt oder behindert wurden sie immer wieder von ihren Familien und Freunden. In den letzten Staffeln fehlte zu Mikes und Mollys perfekten Glück eigentlich nur noch eines: ein Baby.

Nachdem bereits recht früh feststand, dass Staffel 6 von "Mike & Molly" die letzte sein würde, hatten die Serienmacher genug Zeit, sich eine abschließende, für die Zuschauer zufriedenstellende Storyline auszudenken. Dass das trotz guter Planung nicht immer einfach ist, zeigen andere bekannte Beispiele wie nicht zuletzt "How I Met Your Mother".

In den Staffeln 4 und 5 hatte sich "Mike & Molly" vor allem auf die Karrieren der beiden Hauptfiguren konzentriert, wobei der Fokus eindeutig auf Mollys Werdegang als Autorin lag. Der Versuch, ein Baby zu bekommen, war damit in Staffel 3 erstmal abgeschlossen. Doch in Staffel 6 besannen sich die Autoren wieder mehr auf die Beziehung der beiden und damit auch den Wunsch, dem Paar ein Baby zu geben. Diesmal entscheiden sich Mike und Molly jedoch nicht aktiv für die Familienplanung, sondern es geschieht mehr oder weniger durch Zufall, als eine ehemalige, inzwischen schwangere, Schülerin von Molly den beiden aufzeigt, dass auch Adoption eine Möglichkeit für sie wäre. Zwar wird es am Ende nicht das Baby von Mollys Schülerin, aber die kleine perfekte Familie bekommen wir im Finale dennoch geboten – inklusive einer überraschenden Ankündigung von Molly.

Dass es am Ende zu einem Happy End kommt, ist nicht überraschend. Die Thematik dieser Finalfolge wurde gut vorbereitet und da CBS die letzten Episoden der Serie auch immer im Doppelpack ausstrahlte, wurden die Zuschauer zum Abschluss der Serie noch mal in eine schöne "Mike & Molly"-Stimmung versetzt, die bei der Serie, die seit Staffel 4 eher stiefmütterlich behandelt worden war, leider lange nicht mehr aufgekommen war. Ich persönlich habe die Serie eigentlich nur weiter verfolgt, da ich ein Fan von Melissa McCarthy bin. Seitdem man sich jedoch fast nur noch auf sie und ihre Slapstick-Einlagen konzentriert hatte, um ihren Kinoerfolg aufs Fernsehen zu übertragen, fehlte mir der ursprüngliche Charme der Serie und ich schaute eigentlich nur noch aus Gewohnheit weiter, in der Hoffnung, dass CBS mich bald erlösen würde. Dass die Serie dabei doch noch auf sechs Staffeln kam, hat mich sehr überrascht. Doch so furchtbar ich Staffel 4 und 5 in weiten Strecken fand, umso versöhnlicher fand ich den Abschluss der Serie. Man konzentrierte sich in den letzten Episoden der Serie wieder auf die Stärken der Beziehung von Mike und Molly und ihr Zusammenspiel mit ihren Familien und Freunden. Im Serienfinale kamen dann noch mal alle wichtigen Gesichter der Serie zusammen, auch jene, die man lange nicht gesehen hatte, und man durfte als Zuschauer sogar das ein oder andere Tränchen verdrücken. Egal wie vorhersehbar oder kitschig und klischeehaft ein solches Finale sein mag – insgeheim wünscht sich doch jeder einen so perfekten Abschluss. Denn obwohl ich mir jahrelang nichts mehr als das Ende der Serie herbeigesehnt habe, hinterließ mich dieses Finale ein wenig wehmütig. Nach vielen verkorksten Serienfinals in den letzten Jahren war es eine Erleichterung mal wieder einen schönen vorhersehbaren Happy-End-Abschluss zu bekommen, oder was denkt ihr?

Catherine Bühnsack - myFanbase

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