Die traurigsten Absetzungen 2008
Platz 4: Moonlight

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Vampires sell. Dass dies zutrifft, stellte auch der Sender CBS im Jahr 2007 fest und entschied daher, sich auf neues Terrain zu begeben und eine Vampirserie ins Programm zu nehmen. Ron Koslow und Trevor Munson nahmen sich der Herausforderung an, einen neuen TV-Vampir ins Leben zu rufen, und entwickelten gemeinsam die Serie "Moonlight", die am 28. September 2007 auf Sendung ging. Trotz einer loyalen Fanbase zog CBS allerdings nach 16 Episoden den Stecker. Die letzte Folge flimmerte am 16. Mai 2008 über die US-Bildschirme.

"Oh God, tell me it's not Twilight..."

Ihr könnt es ruhig zugeben. Ein bisschen fehlt euch "Moonlight" auch, stimmt's? Zumindest ein kleines bisschen. Oder besser gesagt: Die Damen vermissen Alex O'Loughlin. Mir zumindest geht es so. Es gibt eben Serien, die müssen nicht großartig episch sein oder hochqualitative Unterhaltung bieten, sondern brauchen einfach einen anständigen Hauptdarsteller und einen halbwegs guten Plot und man ist dabei. "Moonlight" war so eine Show.

Die Idee war sicherlich nicht neu. Mick St. John ist nicht der erste Vampirdetektiv der TV-Geschichte und das Problem der unmöglichen Liebe haben wir so oder so schon in dutzendfacher Ausführung gesehen. Wenig innovativ waren auch die Mordfälle, die Mick und Beth stets gemeinsam zu lösen versuchten und die manchmal an ein schlechtes Crimeprocedural erinnerten. Doch wegen der Kriminalfälle hat man ja auch nicht eingeschaltet. Die Zugpferde von "Moonlight" heißen ganz eindeutig Alex O'Loughlin und Sophia Myles, die die beiden Hauptfiguren Mick St. John und Beth Turner verkörperten. Es waren Mick und Beth, wegen denen man jede Woche aufs Neue vor dem Fernseher saß und notfalls bei der Lösung uninteressanter Mordfälle zugeschaut hat.

Szenen zwischen Mick und Beth gehörten definitiv stets zu den Highlights von "Moonlight": Sei es der Moment in #1.02 Schatten der Vergangenheit, in dem Beth Mick beim Bluttrinken erwischt und von seinem Vampirdasein erfährt, oder die gemeinsame Zeit, die sie in #1.13 Kurzes Glück verbringen, als Mick wieder sterblich ist – Mick und Beth waren eben eines dieser Serienpaare, das im Nu eine treue Fangemeinde hinter sich scharte. Aber auch andere Charaktere und Momente bleiben einem im Gedächtnis: So sorgte die fabelhafte Shannyn Sossamon immer wieder für Furore und auch der Tod von Beths Verlobtem Josh gehört zu den Gänsehautmomenten des Vampirdramas.

Dass Mick und Beth in der letzten Folge der Serie dann schließlich zueinander finden, ist eigentlich der beste Abschluss, den sich eine abrupt abgesetzte Show wie "Moonlight" wünschen kann. So können die Fans zufrieden sein und trotz der Tatsache, dass viele Dinge offen bleiben, glücklich und mit der Gewissheit eines Happy Ends ausschalten. Nur die weiblichen Fans bleiben mit einem weinenden Auge zurück und trauern Alex O'Loughlin nach, dem wohl attraktivsten australischen Vampir in Los Angeles.

Maria Gruber - myFanbase

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