Comic Con Germany 2016 in Stuttgart
Am 25. und 26. Juni fand in Stuttgart die erste Comic Con Germany statt, welche alles bot, was das Fanherz begehrt: 350 Zeichner stellten in der Comic-Zone ihre Werke vor und zeichneten für die Fans, während man bei über 200 Ausstellern Merchandise erwerben oder sich Ausstellungsstücke ansehen konnte. An beiden Tagen waren die Hallen mit insgesamt an die 50.000 Besuchern sehr gut gefüllt und somit war die erste Comic Con Germany, auf der Stars aus Serien wie "Castle", "Agents of S.H.I.E.L.D", "The 100", "Spartacus", "Teen Wolf", "Sons of Anarchy", "Arrow" und "The Flash" so wie viele weitere Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen zu Besuch waren, ohne Zweifel ein Erfolg.

© myFanbase/Nicole Oebel
Bevor wir am Sonntag den Hauptgast Nathan Fillion , bekannt aus "Castle" und "Firefly" in Aktion erleben durften, zog uns allerdings ein anderer Herr in seinen Bann: Brett Dalton, bekannt als Agent Ward aus "Agents of Shield", hatte mit seiner selbstbewussten und lustigen Art das Publikum voll und ganz im Griff. Egal ob er schlagfertig für seinen Kollegen Mark Dacascos Fragen zum Thema Kampfsport beantwortete oder zum Besten gab, dass seine kleine Tochter in der vierten Staffel den Antagonisten verkörpern würde, die Panelbesucher lagen vor Lachen förmlich am Boden. Brett sprach aber auch sehr leidenschaftlich darüber, wie es war, einen Videospielcharakter zu verkörpern. Dabei ging er darauf ein, wie vergleichsweise einfach die Arbeit mit kleinen, um den Kopf geschnürten Kameras sei. Früher waren CGI-Punkte den Schauspielern ins Gesicht geklebt und fielen dauern ab, heute dagegen hat man entsprechende Stifte, um die Punkte aufzumalen. Nach den Ereignissen im Finale der dritten Staffel wurde Dalton danach gefragt, wie es für seinen Charakter weitergehen werde und auch diese Frage beantwortete er charmant mit einem Augenzwinkern: Seiner Meinung nach sei nun eine Reality-TV Show zusammen mit Mark im All geplant, in der ihre Charaktere eine Kochshow hätten. Mit dieser Antwort erlaubte er sich auch gleich wieder einen kleinen Spaß in Richtung seines Kollegen, der ein Juror in "Iron Chef" war. Mark Dacascos fiel, als er diese Antwort hörte, zum wiederholten Male vor Lachen fast vom Stuhl. Die Dynamik der beiden "Agents of Shield"-Schauspieler war wirklich sehr erfrischend und hat die Besucher der beiden Panels am Samstag und Sonntag wirklich entertaint.

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Einen schönen Austausch zwischen Besuchern und Schauspielern gab es auch im "Spartacus"-Panel, bei dem Manu Bennett und Liam McIntyre anwesend waren und sogar eine kleine Kostprobe vom Schwertkampf der Gladiatoren boten. Liam war dabei jedoch entscheidend im Vorteil, denn im Gegensatz zu Spartacus hatte er nun ein Lichtschwert! Davon begeistert ließ Liam seiner nerdigen Art freien Lauf und hatte seinen Spaß damit, durch das Publikum zu laufen, während Manu auf der Bühne einige bewegende Geschichten erzählte. Allerdings gab es auch für Liam einen sehr ergreifenden Moment: Darauf angesprochen, wie es war, in Andy Whitfields Fußstapfen zu treten und nach dessen Tod die Titelrolle des Spartacus zu übernehmen, antwortete Liam sehr nachdenklich. Nachdem er dem Publikum nahegelegt hatte, die Dokumentation "Be here now", in der es um die Krebserkrankung Whitfields geht, anzusehen, sprach Liam darüber, wie schwer es ihm fiel zu glauben, dass Andy seine Krankheit vielleicht nicht besiegen würde. Er war zum Zeitpunkt seines Castings bereits großer Fan von "Spartacus" und hatte, wie alle anderen die Hoffnung, dass Andys Rolle nicht neu besetzt werden müsse. Daraufhin sprach Manu Liam ein großes Lob aus und fügte an, wie gut und komplett anders er die Rolle des Spartacus gespielt hat. Dies war laut Manu wichtig, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass der "Neue" die alte Rolle nur nachspiele. Es war ein Moment im Panel, in dem man den sonst so gerne lächelnden Liam einmal ganz ruhig und in sich gekehrt erleben konnte.
Zum allerersten Mal wurde es am Samstagabend so richtig voll im Panelsaal, in welchen übrigens 2.000 Besuchern passten. Der Andrang galt den gutgelaunten "The 100"-Schauspielern Bob Morley, Richard Harmon, Lindsey Morgan, Ty Olsson und Tasya Teles. Einen ausführlichen Bericht zu diesem herrlich witzigen Panel und natürlich auch zum "Castle"-Panel findet ihr bald bei uns.
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Auf der kleineren Bühne im Foyer der Messe Stuttgart fanden die restlichen Panels statt. Hier traf man unter anderem Cody Saintgnue von "Teen Wolf" an, der natürlich von seiner Erfahrung am Set berichtete, aber auch viel über sein Leben philosophierte und seine wachsende Tattoo-Sammlung präsentierte. Der junge Schauspieler zeigte sich insgesamt sehr Fan-nah und unterhielt sich mit seinen Fans auch neben der Bühne, wobei er ihnen besonders sein Lebensmotto "No Fear" ans Herz legte. Auch konnte man Kenny Johnson Fragen stellen und er überraschte die Fans damit, dass es wohl einen Starttermin in den USA für die zweite Staffel von "Secrets and Lies" gebe, die in Deutschland übrigens schon gestartet ist. Laut Kenny wird die Serie im August in den Staaten Premiere feiern. Viel zu erzählen hatte auch Kelly Hu, die Einblicke in ihren Karrierestart in Hawaii gewährte. Sie erzählte, dass sie bei ihrem Umzug nach Los Angeles nicht etwa eine Anzeige in üblicher Größe schaltete, um Rollenangebote zu suchen, sondern gleich eine ganzseitige Anzeige in Variety. Auch gab sie zu, nicht etwa, wie bei Wikipedia zu lesen, einen Abschluss an der Pepperdine Universität gemacht zu haben, sondern sich mit Herz und Seele ins Schauspiel gestürzt zu haben.

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An der Schauspiel-Front wurde also so einiges geboten. Aber dort hörte es nicht auf! Sehr viele Cosplayer hatten den Weg nach Stuttgart gefunden, und so sah man einige Charaktere aus Film, Fernsehen, Videospielen und auch Mangas. Immer wieder kamen einem die Besucher in den zum Teil wirklich aufwendig gestalteten Kostümen entgegen und man kam aus dem Staunen kaum noch heraus. Man sah beispielsweise sehr viele Harley Quinns, denn nicht zuletzt aufgrund von Karen Fukuharas Panel waren natürlich viele "Suicide Squad"-Fans anwesend. Außerdem ist uns ein kreatives Quartett begegnet, das die DC Charaktere Catwoman, Joker, Poison Ivy und Harley Quinn mit Ballkleidern darstelle. Darüber hinaus gab es die reichlich besuchte Comic Zone mit unzähligen Zeichnern. Hier hatten die Besucher nicht nur die Möglichkeit ihre Vorbilder zu treffen, sondern konnten ihnen auch in sehr gut besuchten Vorträgen lauschen.
Nicola Porschen - myFanbase
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