Warehouse 13 - Review Staffel 1

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Vieles bei "Warehouse 13" erinnert an "Eureka - Die geheime Stadt". Die Prämisse der Serie ist ähnlich, die Charaktere der beiden Serien würden auch prima in der jeweilig anderen Serie funktionieren und man bedient sich einem sehr ähnlichen Humor. Kein Wunder, dass man sich bei SyFy entschieden hat, die beiden Serien im selben Universum spielen zu lassen und sie in der zweiten Staffel schließlich mit einem Crossover verbunden hat.

Foto: Warehouse 13 - Copyright: 2011 Universal Pictures
Warehouse 13
© 2011 Universal Pictures

Die Ähnlichkeiten von "Warehouse 13" mit "Eureka" sind zwar hin und wieder sehr offensichtlich, "Warehouse 13" behält jedoch in weiten Teilen eine sehr angenehme Eigenständigkeit, so dass niemals das Gefühl aufkommt, man sähe eine Kopie der erfolgreichen Science-Fiction-Serie um Sheriff Carter und die verrückte Stadt.

Die Ausgangslage für "Warehouse 13" ist dabei nicht weniger interessant als damals bei "Eureka". Die beiden Secret-Service-Agenten Pete Lattimer und Myka Behring werden von einer mysteriösen Frau in die Pampa nach South Dakota versetzt, wo sie erfahren, dass sie fortan in einem gigantischen Lagerhaus arbeiten sollen. Während Lattimer neugierig ist, was sich hinter der ganzen Sache verbirgt, will Myka möglichst schnell wieder zurück nach Washington. Über die ersten Episoden lässt sie nichts unversucht, um ihren ehemaligen Chef zu überzeugen, sie wieder zurück zu holen.

Pete Lattimer und Myka Behring sind wie jedes gute Ermittlerpaar im Fernsehen mittlerweile: sie sind so unterschiedlich, dass sich in jeder Situation interessante Diskussionen zwischen den beiden entstehen, weil sie kaum einer Meinung sein können. Während Pete eher als Draufgänger präsentiert wird, der Gefahr angeblich spüren kann und sich gerne mal ohne nachzudenken in eine unbekannte Situation stürzt, präsentiert man dem Zuschauer Myka als sehr organisierte, sich strikt an die Regeln haltende Karrierefrau, die zielstrebig ist, dabei jedoch oft recht gefühlskalt ihren Mitmenschen gegenüber reagiert. Dass zwei so ungleiche Charaktere nun gezwungenermaßen zusammenarbeiten müssen, verspricht einiges an Zündstoff.

Foto: Warehouse 13 - Copyright: 2011 Universal Pictures
Warehouse 13
© 2011 Universal Pictures

"Warehouse 13" nimmt sich nicht allzu ernst und kann mit tollen komödiantischen Elementen aufwarten. Der Mix aus Science-Fiction und Comedy funktionierte bereits in "Eureka" hervorragend und auch bei "Warehouse 13" finden die Autoren die richtige Balance zwischen spannenden Geschichten und witziger Situationskomik. Für letztere sind vor allem Eddie McClintock und Saul Rubinek verantwortlich. Pete geht herrlich naiv an die Suche nach Artefakten heran, während der Leiter des Warehouse - oder wenigstens der dienstältester Agent dort - Artie Nielson sich einen Spaß daraus macht, die "Neuen" einfach in die für sie ungewohnte Situation hineinzuwerfen, sie mit dem den Artefakten im Lagerhaus zu konfrontieren und sie dann auf ihre erste Missions zu schicken.

In den ersten Episoden geht es nur darum, dass Pete und Myka sich in skurrile Situationen begeben müssen und die absurdesten Artefakte aufspüren und einlagern sollen. Die Artefakte variieren dabei von mystischen Gegenständen hin zu Dingen, die eine Verbindung berühmten Persönlichkeiten der Geschichte hatten. Artie entgegnet sogar, dass sich durchaus auch außerirdische Artefakte im Lagerhaus befinden. Und dadurch, dass eigentlich alles ein Artefakt sein kann, von einem uralten Amulett bis hin zu einem Designerstuhl, bieten sich den Autoren unendlich viele Möglichkeiten, die Zuschauer bei Laune zu halten.

Die ersten Episoden bilden also im Großen und Ganzen banale "Fall-der-Woche"-Episoden, was den Charakteren jedoch genug Zeit gibt, Profil zu gewinnen und dem Zuschauer ans Herz zu wachsen. Erst gegen Mitte der ersten Staffel führt man allmählich einen roten Faden ein und spinnt um den genialen Computerhacker und Arties mysteriöser Vergangenheit eine interessante Geschichte, die auch Fans von Serials bei Laune hält.

Fazit

Die erste Staffel von "Warehouse 13" überzeugt mit spannenden Geschichten, die die richtige Balance zwischen abgedrehter Science-Ficition und richtig dosierten komödiantischen Einlagen finden. Der Cliffhanger am Ende der Staffel zwingt die Zuschauer regelrecht, auch in der nächsten Staffel wieder einzuschalten. Von daher haben die Autoren alles richtig gemacht.

Melanie Wolff - myFanbase

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