Bewertung
Anne Fletcher

27 Dresses

"Ja, ich will!"

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Seit ihrer Kindheit liebt Jane (Katherine Heigl) nichts mehr als Hochzeiten. So sehr, dass sie schon 27 Mal das Jawort gegeben hat. Zumindest fast. Als Brautjungfer hat sie nun bereits so oft Hochzeiten für andere vorbereitet. Insgeheim hofft Jane aber auf nichts lieber, als von ihrem Traummann zum Altar geführt zu werden. Doch ihr Boss (Edward Burns) hat von Janes Schwärmerei keine Ahnung.

Während Jane als pure Romantikerin keine Hochzeit auslässt, hat der Lokalreporter Kevin (James Marsden) für derlei Veranstaltungen nichts als Zynismus übrig. Als er jedoch die Bekanntschaft der obsessiven Brautjungfer Jane macht, glaubt er eine Titelstory gefunden zu haben und beginnt heimlich zu recherchieren.

Dann taucht auch noch Janes kleine Schwester Tess (Malin Akerman) auf und bandelt mit Janes Boss an. Als die beiden nach wenigen Wochen ihre Hochzeit bekannt geben, bricht für Jane eine Welt zusammen. Dennoch tut sie das, was sie am besten kann – sie organisiert die Hochzeit ihrer Schwester. Dass diese Sache nicht gut gehen kann, scheint klar, und so bahnen sich Janes enttäuschte Gefühle am Vorabend der Hochzeit ihre Bahn und die Bombe platzt...

Kritik

"27 Dresses" erfindet das Genre der Romantikkomödie nicht neu, aber der Film führt die Tradition recht gelungen fort. Was die meisten Romantikkomödien neben viel Romantik und ein wenig Humor auszeichnet, ist eine angenehme Form der Vorhersehbarkeit – genau dieses Bedürfnis erfüllt "27 Dresses". Nach einer halben Stunde scheint die Handlungsrichtung klar und selbst die kleinen Katastrophen kurz vor Schluss wiegen den Zuschauer nur noch um so sicherer in dem Glauben: das Happy End ist nahe.

Bis dahin führt eine bezaubernde Katherine Heigl durch den Film. Ihr gelingt es, das emotionale Spektrum zwischen Liebe und Liebeskummer souverän abzudecken und lässt erahnen, dass von dieser Seriendarstellerin in anderen Rollen auch mehr zu erwarten ist.

Als Kulisse dient der Big Apple, der sich von seiner besten Seite zeigt – Sommer, Sonne und an jeder Ecke ein freies Taxi... bigger than life. Dass man angesichts einer solch märchenhaften Kulisse an das auch in New York gedrehte "Verwünscht" erinnert wird, ist plausibel, spielt doch Janes eigentlicher Traummann James Marsden den Prinz in "Verwünscht". Dann erscheint es auch kaum mehr als Zufall, dass die zweite Hauptrolle in "Verwünscht" Patrick Dempsey aka Heigls Kollege aus "Grey's Anatomy" übernommen hat. Ebenso wenig, wie der Fakt, dass nach und nach die Hauptdarsteller aus "Grey's Anatomy" in das große Filmgeschäft drängen. Ein Phänomen, das die Akteure (George Clooney, William H. Macy oder Maria Bello, um nur einige zu nennen) aus "ER" bereits erfolgreich vorgelebt haben.

Fazit

Von einer hinreißenden, auf dem Sprungbrett zur großen Karriere stehenden Katherine Heigl ins Kino locken lassen und dann lachen, mitfühlen und ein zuckersüßes Ende genießen.

Timm von Hoffmann - myFanbase
08.02.2008

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