Rob Cohen

Skulls, The - Alle Macht der Welt

"Was geheim und elitär ist, kann nicht gut sein", so warnt Will (Hill Harper) bereits früh in der Handlung seinen besten Freund Luke (Joshua Jackson), als dieser sich entscheidet, der exklusiven und geheimen College-Verbindung beizutreten. Leider begreift Luke, ein begabter, aus armen Verhältnissen stammender Halbwaise, erst viel zu spät die Worte seines Freundes...

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Inhalt

Skulls Mitgliedern sind alle Türen im Leben geöffnet, sie besitzen Macht, Geld und Ansehen. Die heiligen Gesetze der Skulls stehen über allem, sogar der Justiz, denn es gilt. Leben und Sterben nach den Regeln der Skulls! Als letzteres bereits früh in der Handlung auftritt, begreift Luke die Tragweite der Situation und erklärt der Verbindung den Krieg, allen voran seinem "Seelenverwandten" und vermutlichen Mörder Caleb. Dieser entpuppt sich als der Sohn des einflussreichen und Machtbesessenen Richters und Skulls-Mitglieds Mandrake (Craig T. Nelson).

Im Laufe der Geschehnisse scheinen sich alle gegen Luke zu stellen, außer seiner Freundin Chloe und dem Politiker Ames Levritt, dem verfeindeten Seelenverwandten Mandrakes. Levritt wird immer mehr zu Lukes Beschützer und Berater, aber sind seine Absichten auch ehrlich? Wird es Luke gelingen die Wahrheit herauszufinden und sie aufzudecken?

Kritik

Skulls ist Nervenkitzel pur. Die ständigen unerwarteten Wendungen sorgen für Anspannung. Zwischendurch entwickelt sich der Film zu einem rasanten Actionfilm mit Crashs, Prügeleien etc. und erhält am Ende sogar Western – Elemente, was die alte Tradition und Mystik der Verbindung verdeutlichen soll, jedoch stellenweise ungewollt komisch wirkt. Das Mythos Skulls entspringt nicht gänzlich der Phantasie des Autors (John Pogue), denn eine ähnliche Verbindung, "Skulls and Bones", hat an seinem früheren College Yale ebenfalls existiert. Gerüchten zu Folge sollen George Bush und sein Sohn zu den Mitgliedern gehören.

Joshua Jackson (Mighty Ducks, Düstere Legenden, Dawson´s Creek) übernimmt in diesem Film seine erste Hauptrolle und meistert sie mit Bravour. Er stellt die Emotionen und Beweggründe Lukes´ glaubhaft dar, sogar als die Action – Elemente zeitweise vom eigentlichen Thema des Filmes abzulenken drohen. Josh Fans werden in diesem Film nicht enttäuscht!

Lukes Seelenverwandter wird von Paul Walker ("Eine wie keine") hervorragend gespielt. Leider fehlt eine tiefergehende Analyse dieses Charakters, obwohl Pauls Talent dafür garantiert gereicht hätte. Die "Köpfe" der Skulls werden von Craig T. Nelson (Mandrake) und William T. Peterson (Ames Levritt) dargestellt.

The Skulls wird seinem Genre Thriller gerecht, er fesselt durch seine verzwickte Handlung und undurchsichtige Charaktere, wobei diese Spannung hätte gesteigert werden können, hätte Luke erst später seine Karten offen gelegt und sich erst tiefer in die Machenschaften der Skulls verwickeln lassen. Leider verdrängt die mysteriöse und Action geladene Handlung teilweise die Emotionen, die Veränderungen der Beziehungen und Reaktionen zwischen der Charaktere, z.B. Luke und Calebs.

Der Soundtrack spielt bei diesem Film eine große Rolle, er besteht aus rasanten Songs und an den Nerven zerrenden Soundeffekten.

Fazit

Trotz seiner Schwächen ist The Skulls ein sehenswürdiger Thriller mit fähigen Schauspielern und in Anlehnung an die Machenschaften einer einflussreichen, realen Verbindung, eine Tatsache, die beim Zuschauer die Spannung noch steigert.

Julie - myFanbase
21.06.2004

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