Review: #8.10 Im Wandschrank

© Twentieth Century Fox Home Entertainment
Halleluja! Jippieh-yeah! Juhuuu! Nach vielen zähen und kalten Wochen und noch zäheren und langweiligeren "How I Met Your Mother"-Folgen bekamen wir in dieser Woche endlich mal das zu sehen, was wir alle von "How I Met Your Mother" kennen und lieben: Spaß, Freude, ein bisschen Ernst und viele Charaktermomente. Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben und ich will natürlich nichts verschreien, denn in der nächsten Woche kann es schon wieder ganz anders aussehen, aber das war mal wieder eine richtig tolle Folge.
"Patrice, can you grab my computer form the bedroom? I want to change my facebook-status to 'happy'"
Die Autoren haben offenbar ernsthaft beschlossen, die Beziehungs zwischen Barney und Patrice weiter zu führen und auch wenn ich den Sinn dahinter immer noch nicht ganz verstehe, hat mich das in dieser Folge eher weniger gestört. Die Theorie mit der Überkorrektur ist auch durchaus gar nicht so weit hergeholt, denn wie oft versucht man nach einem großen Scheitern, als nächsten Schritt genau das Gegenteil von dem zu tun, was einen zum Scheitern gebracht hat. Trotzdem kommt Barneys Liebe zu Patrice einfach viel zu überraschend, doch darum ging es in dieser Folge ja gar nicht. Es ging viel mehr darum, wie Robin mit der ganzen Sache umging - wenig überraschend natürlich nicht besonders erwachsen. Als sie mit Teds Bohrmaschine bewaffnet in Barneys Wohnung einbrach, konnte man ihr überhaupt nicht böse sein. Ihre Suche nach dem Playbook und Barneys unterschiedlichste Verstecke für seine "Heiligtümer" waren dann auch mehr als unterhaltsam. Richtig lustig wurde es dann aber, als sich alle Charaktere außer Marshall irgendwo in Barneys Apartment aufhielten und versuchten, aus dem Schlamassel wieder herauszukommen. Teds Versuche, Barney wegzulocken, scheiterten kläglich, waren aber nicht minder lustig. Letzten Endes ging dann ja doch noch alles gut und die drei bekamen mit, wie ernst es Barney mit Patrice eigentlich ist, worauf Robin natürlich überhaupt nicht gut reagierte. Als die anderen dann eine Intervention vornahmen, tat sie mir wirklich Leid, denn man kann sie sehr gut verstehen. Ich bin gespannt, wie dieser Handlungsstrang weitergeht, denn lange kann es eigentlich nicht mehr dauern, bis Barney und Robin wieder zusammenkommen.
"What if I told you I was looking at your red cowboy-boots right now?" - "Describe them!" - "They're red and they're cowboy-boots." - "That's them!!"
Die Story rund um die Tatsache, dass Ted seinen Freunden offenbar immer Dinge leiht, die diese dann nie zurückgeben, war als solches nicht besonders originell. Sie wurde aber so wahnsinnig lustig umgesetzt, dass man einfach nur Spaß daran hatte. Das ist es, was "How I Met Your Mother" früher so gut beherrschte und in der letzten Zeit so gefehlt hat: Nicht nur die interessanten Handlungsstränge zu liefern, sondern auch die kleinen Nebengeschichten so liebevoll rüberbringen, dass diese oft noch mehr begeistern als die Haupthandlung. Hier war das ganz eindeutig der Fall. Schon von Anfang an schafften es die Autoren, mich für diesen Running Gag zu begeistern, doch als dann Teds Cowboystiefel wieder auftauchten, war es um mich geschehen und ich konnte mich nicht mehr halten vor Lachen. Solange Ted so eine gute Stimmung verbreitet, stört es mich auch nicht, dass seine Suche nach der Mutter nach wie vor stagniert, denn in dieser Folge konnte man ihn einfach nur gern haben. Als er dann am Ende auch noch sagte "Seriously, I give and give and all I ask back is little bit of respect" und dann mit den roten Stiefeln hinausspazierte, war es um mich geschehen und ich prustete laut los und sah mir die Szene sofort noch einmal an - wirklich Gold wert!
"I've been lonely Marshall. Call it an overcorrection, but it's kind of nice being with a sophisticated big city man."
Die Geschichte rund um Marshalls Mutter und Lilys Vater, die auf einmal etwas miteinander anfangen, war meiner Ansicht nach etwas sinnlos und hätte überhaupt nicht mehr in die Folge hineingequetscht werden müssen. Doch das passierte alles zum Glück im reduzierten Maße, sodass ich darüber hinwegsehen kann. Ich glaube sowieso nicht, dass das in Zukunft noch sonderlich ausführlich thematisiert wird, weshalb ich der Storyline einen kleinen Überraschungseffekt und ein paar nette Momente zugestehe - mehr aber auch nicht.
Fazit
Klassische Momente wie das Playbook, die Intervention und der Zeitsprung direkt am Anfang machten den Spaß dieser Folge komplett und ließen einen begeistert zurück. Auf dass wir auf einem guten Weg sind und wir dieses hohe Niveau jetzt auch halten können!
Klara G. - myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: The Over-CorrectionErstausstrahlung (US): 10.12.2012
Erstausstrahlung (DE): 29.05.2013
Regie: Pamela Fryman
Drehbuch: Craig Gerard & Matthew Zinman
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