Bewertung

Review: #1.01 Addison fängt neu an

Foto: Tim Daly, Private Practice - Copyright: 2007 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale/Eric Ogden
Tim Daly, Private Practice
© 2007 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale/Eric Ogden

Was für ein grandioser Anfang! Schon die ersten Minuten, als Addison vor Dr. Webber ihre "neuen Freunde" in L.A. beschrieb, konnten sich wirklich sehen lassen und brachten den erhofften Abschluss, der in "Grey's Anatomy" noch auf sich warten ließ. Wunderbar war natürlich auch Addisons grandiose Tanzeinlage zu einem der besten Hits der letzten Jahre, "I don`t feel like dancing" der Scissor Sisters. Dass sie dabei vollkommen nackt war, war letztlich noch das I-Tüpfelchen und machte den Einstand in die neue Serie perfekt.

Ich habe schon lange nicht mehr einen Piloten gesehen, der mich im Gesamten so sehr angesprochen hat wie der von "Private Practice". Zum einen wirkt L.A., im Vergleich zu Seattle, eigenartig ruhig und wunderbar bunt, zum anderen hat man für die neue Serie fabelhafte Schauspieler gecastet, die allesamt starke Charaktere mit Ecken und Kanten verkörpern.

Für Addison ist es sicherlich gut, mal frische Luft zu schnappen und nicht immer in dieser grauen, tristen Stadt Seattle von einem Problem ins nächste zu schlittern. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan der vielen Spin-Offs, die es mittlerweile in der Serienlandschaft gibt, aber "Private Practice" weißt einiges an Potenzial, Drama und auch Humor auf. Addison und Sams Reaktion beispielsweise, als sie sich von Fenster zu Fenster sahen, Addison nackt und Sam spärlich bekleidet, strapazierte meine Lachmuskeln fast bis ans Äußerste.

Zu den einzelnen Charakteren kann ich jetzt noch nicht viel sagen. Ihre Probleme scheinen im Großen und Ganzen sehr realistisch und doch interessant genug, um auf Dauer unterhaltsam zu bleiben. Am besten gefällt mir momentan - neben Addison natürlich - Violet. Die Psychologin hat noch lange nicht die Trennung von ihrem Freundes verarbeitet und versucht anderen dennoch Tipps in Sachen Beziehung zu geben. Das bietet sicherlich Stoff für viele witzige, aber auch sehr traurig-emotionale Momente. Außerdem gefiel mir der junge Dell ganz gut. Er wird nicht nur Mädchen den Kopf verdrehen, sondern auch in der Praxis für viel frischen Wind sorgen ... aber mal sehen, was die Zukunft so bringt!

Mit Pete gibt es für Addison endlich einmal was zu lachen, was ich sehr begrüße, da ich bezweifle, Addison in den letzten Episoden von "Grey’s Anatomy" oft lachen gesehen zu haben. Witzig war, als Pete und Addison zusammen im Aufzug in die kleine Kamera schauten und herumblödelten. Weniger anfangen konnte ich stattdessen mit Sams (Ex-)Frau Naomi - vor allem die Schauspielerin war mir nicht wirklich sehr sympathisch.

Fazit

Ein wirklich guter Start in die neue Serie. Ich werde mir auf jeden Fall weiterhin "Private Practice" ansehen, gespannt die Geschichten verfolgen und sehen, wie sich die einzelnen Charaktere entwickeln.

Niko Nikolussi - myFanbase

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