Grease: Rise of the Pink Ladies - Reviews Staffel 1
In unseren Kurzkritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Serie "Grease: Rise of the Pink Ladies" auf Paramount+ zu diskutieren.
Episode #1.01 Wir beherrschen die Schule & #1.02 Wir sind Pink
"Grease: Rise of the Pink Ladies" gelingt durchaus ein Start, der Lust auf mehr macht. Die Liebe für den Originalfilm ist auf jeden Fall in allen Poren zu erkennen, wenn auch alles mit einer moderneren Perspektive und einer deutlichen Frauenperspektive beleuchtet wird. Nicht alles klappt auf Anhieb. Den Songs muss man noch mehr Zeit geben und auch die dargestellten Jungs sind bislang zu lahm. Aber insgesamt sieht es alles nach einer unterhaltsamen Serie für die angebrochene Jahreszeit aus. Zur ausführlichen Review der Auftaktfolgen
Externer Inhalt
An dieser Stelle ist Inhalt von einer anderen Website (z. B. YouTube, X...) eingebunden. Beim Anzeigen werden deine Daten zu der entsprechenden Website übertragen.
Episode #1.03 Also das ist Rydell?
Nachdem es in dem Auftakt zur Doppelfolge viel um das Außenseiterdasein an der High School durch die Augen junger Frauen ging, richtet sich das Augenmerk dieses Mal auf den Rassismus in der Gesellschaft, was angesichts des Jahrzehnts für mich definitiv eine Thematik war, die ich mir auch erhofft habe. Das wird vor allem durch Hazel (Shanel Bailey) verkörpert, die zuvor nur über den Bildschirm gelaufen ist, aber nun ins Zentrum gerückt wird und auch das bislang beste Solo der Serie verpasst bekommen hat. Als junge schwarze Frau, die den Neuanfang wagen muss, hat sie es aus gleich mehreren Gründen sehr schwer an der Schule. Aber sie ist modern, sie weiß zu diskutieren und deswegen kann man sie auch schnell gut leiden. Sie wäre sofort die Ergänzung, die man sich für die Pink Ladies wünschen würde. Umgekehrt kommt das Thema Rassismus auch auf, weil Janes Mutter Kitty (Vivian Lamolli) ihre puerto-ricanische Herkunft verbirgt, da die Nachbarschaft sich schon über die lauten mexikanischen Nachbarn beschwert. Dass ihre Hautfarbe wesentlich dunkler als die ihrer Töchter ist, das fällt allen auf, doch da ihr Mann (David Alpay) überall erzählt, dass die Faccianos Italiener sind, wird Kitty auch kurzerhand zur Italienerin erklärt. Während Jane (Marisa Davila) aber kein Problem damit hätte, zu ihrer Herkunft zu stehen, verbietet Kitty es ihr, denn sie weiß, welcher Kampf es tagtäglich für sie ist und das will sie für ihre Tochter nicht. Dementsprechend stand Jane diesmal vor einer großen Herausforderung und das im Live-Fernsehen bei der Schuldebatte. Auf der einen Seite ihrer Mutter verpflichtet, auf der anderen Seite ihren Mitschüler*innen, denen sie einen Bruch mit den Traditionen versprochen hat. Dementsprechend geht es viel darum, nicht man selbst sein zu können. Parallel findet Cynthia (Ari Notartomaso) ihr Glück bei der Theatergruppe und Nancy (Tricia Fukuhara) hat neue spektakuläre Designs parat, aber dennoch würde ich mir charakterlich mehr von ihr wünschen. Auch die Liebe bekommt wieder Platz, wobei mir das zwischen Jane und Richie (Johnathan Nieves) einfach zu schnell geht. Interessant dürfte auch die Nachbarschaft zwischen Hazel und Buddy (Jason Schmidt) werden, denn die beiden haben gleich ein tieferes Verständnis geknüpft, was sicherlich aus mehrerlei Gründen zum Problem werden könnte.
Episode #1.04 Wenn du kein Athlet sein kannst, sei ein Unterstützer
Bei der Episode habe ich mich länger gefragt, worauf sie hinauswill, weil sie kleinteiliger und damit auch etwas chaotischer erzählt war. Insgesamt würde ich am Ende resultieren, dass es bislang um Tradition vs. Traditionsbruch ging, aber innerhalb der Schülerschaft, während es diesmal vor allem um Zäsur durch die Schulleitung ging. Das ist so entscheidend geworden, weil Jane für die Verletzung von Buddy verantwortlich gemacht wird, so dass es die Pink Ladies in ihrer Aufbruchsstimmung erschwert bekommen. Diesmal kämpfen sie aber gar nicht so sehr zusammen, sondern eher vereinzelt und richten damit noch größeres Chaos an. Cynthia mischt den Theaterclub vor, indem sie zum einen dafür sorgt, dass langweilig das immer gleiche Stück "Romeo & Julia" gespielt wird und zum anderen auch viele neue Interessierte einlädt, damit die Hauptrollen nicht immer ohne Konkurrenz an Lydia (Niamh Wilson) und Floyd (Victor Lau) gehen. Nur um am Ende festzustellen, dass der persönliche Sieg eben auch die Niederlage von jemand anderem sein kann. Olivia (Cheyenne Isabel Wells) wiederum findet ihr Sprachrohr bei der Schülerzeitung, doch die wird ausgerechnet von Mr. Daniels (Chris McNally) geleitet, was die verbotenen Gefühle wieder hochkochen lässt. Zumindest für Olivia selbst. Parallel sorgt sie aber auch dafür, dass jedes Erkennungsmerkmal einer Gruppierung verboten wird. So bringt man die Schülerschaft noch effektiver gegen sich auf. Während Jane mal rebellisch die Schule schwänzt (was mich weiterhin aufgrund der Darstellung von Richie nicht überzeugen will), hat diesmal aber endlich Nancy das Highlight, indem sie als Bestrafung durch Schulvize McGee (Jackie Hoffman) in das Maskottchenkostüm beim anstehenden Footballspiel schlüpfen muss. Sie war da wirklich herrlich, wie sie provozierend tanzte und wie sie schließlich mit Wally (Maxwell Whittington-Cooper) auf der Strafbank landet. Diesen hatte ich bislang gar nicht so auf dem Schirm, aber er wird zunehmend wichtiger und nicht nur, weil er für den verletzten Buddy als Quarterback einspringen muss. Schon sein Rat an Hazel (weil gleiche Hautfarbe) hat gezeigt, wie weitblickend er ist, auch wenn die Umstände traurig genug sind. Nun hat er in Nancy jemanden gefunden, die Ansprachen drauf hat und ihn so motivieren konnte. Damit hat sie letztlich die Revolution ausgelöst, die wirklich zündet. Bei Hazel müssen wir noch etwas abwarten. Sie meidet die Pink Ladies bislang rigoros, weil sie mit deren 'Gebaren' nicht in Verbindung gebracht werden will. Zudem ist sie offensichtlich in Buddy verliebt, was mit Jane sicherlich nicht zum Problem werden sollte, denn die hat das Kapitel vom Gefühl her abgeschlossen, aber dennoch mache ich mir Sorgen um Hazel, denn in der Gruppe rund um Buddy kann sie – abgesehen von Wally – nur untergehen. Ab zu den Pink Ladies, bitte!
Episode #1.05 Die Wahl
Halloween an der Rydell, doch so richtig gruselig geht es gar nicht vonstatten, denn es liegt überraschend viel Liebe in der Luft. Womit ich gut leben konnte, das waren die Unsicherheiten von Cynthia, die angesichts der Proben für die Hauptrolle Julia völlig versagt, weil sie Sorge wegen des geforderten Kusses hat. Schon als sie Lydia ihren Traum genommen hat, war abzusehen, dass sie wohl bald mehr für sie empfinden wird, aber das finde ich eben auch süß, weil Cynthia ansonsten so weit weg von Romantik inszeniert wird. Angesichts der Nähe zu Lydia kocht dann alles hoch und es hat natürlich noch mehr Brisanz, weil es eine lesbische Liebe ist, die angesichts des Jahrzehnts nicht ohne Problematik sein wird. Auch in Bezug auf Nancy fand ich die Thematik gut gelöst, die beim Autokino einen Song gewidmet bekommt und dann gemeinsam mit Potato (Alexis Sides) recherchiert, wer für sie schwärmen könnte. Dass es am Ende ihre Eltern waren, kam für mich überraschend, aber es war eine gute Lösung. Nancy ist nicht verzweifelt auf eine Beziehung aus, sie braucht keinen Verehrer, aber sie hat eben die Unsicherheit überwunden, dass sie so, wie sie ist, vielleicht gar nicht liebenswert ist. Und wer weiß, vielleicht passt es auf einmal mit Potato? Bei den anderen beiden Damen und wenn ich auch noch Hazel dazu nehme, da wird es schon schwieriger. Olivias Schwärmerei für ihren Lehrer bleibt per se problematisch und überzeugt mich so natürlich auch nicht. Hazel und Jane wiederum stecken in einem Liebesfünfeck (?) fest. Erstere steht auf Buddy, der noch gar nicht entschieden zu sein scheint, Wally wiederum steht auf Hazel, nachdem er mit Rosemary (Charlotte Kavanagh) Schluss gemacht hat. Jane ist eigentlich kurz davor, Richies feste Freundin zu werden, da kommt wieder Buddy um die Ecke. Hier wird es mir tatsächlich gerade zu wuselig, wobei ich wohl am genervtesten von Jane zwischen ihren zwei Jungs bin. Buddy konnte zwar inzwischen mehr Profil gewinnen, aber beide sind weiterhin nicht so der Hit. Dazu sprach mir McGee aus dem Herzen, als sie darüber sang, wann die Wahl nun endlich vorbei ist. Es erschien tatsächlich so, als wären die Idee für den Wahlkampf nun aufgebraucht. Jane gewinnt also (Revolution!), aber worum geht es nun in der zweiten Staffelhälfte?
Episode #1.06 Die zweite Geige ist nicht mein Stil
Erst war ich etwas wütend, als sich herausstellte, dass die Wahl zum Präsidenten doch noch manipuliert wurde und Buddy als Sieger verkündet wurde. Letztlich hat aber auch genau das etwas für die Episode ausgelöst, was mir gut gefallen hat. Bevor ich darauf aber eingehe, muss ich mir Buddy noch einmal vornehmen. Er war schließlich derjenige, der wusste, dass Jane eine Auszählung in jedem Fall gewonnen hat. Dementsprechend hat es mich einfach enttäuscht, dass er nicht den Mund aufgemacht hat oder es angezweifelt hat. Es bleibt dabei, die männlichen Charaktere haben wirklich ein dürftiges Profil, mit nur zarten Ausreißern nach oben. Ich hatte mich ja auch gefragt, wie es nun nach der Wahl weitergeht und es war fast schon logisch, dass von Cynthia der Gedanke kam, was denn nun noch der Sinn der Pink Ladies ist, wenn sie verloren und nicht weiter revolutionieren können. Sie hat zwar mit den Schultern dabei gezuckt und Gleichgültigkeit suggeriert, aber es war klar, sie schwimmt gerade richtig. Deswegen fand ich es am Ende auch wunderschön, dass Olivia, Jane und Nancy sich selbständig bei Cynthia eingefunden haben, um für sie da zu sein, nachdem sie nicht für die Premiere des Theaterstücks auf der Bühne stand. Der bislang beste Freundschaftsmoment der vier! Ein weiteres Thema ist aber auch, nicht die zweite Geige spielen zu wollen. Das haben wir bei Olivia, die einmal mehr einsehen muss, dass sie in Mr. Daniels Version nie die Ehefrau sein wird. Sie teilt deswegen auch einen nahen Moment mit McGee, die alleine schon aufgrund ihres Geschlechts immer die zweite Geige hinter Schulleiter Nicholson (Danny Mac) spielen muss, obwohl sie ihn fachlich doppelt und dreifach in der Tasche hat. Wir haben es aber auch bei Jane, die gerade offiziell die Wahl verloren hat, aber das überraschend locker nimmt. Wir haben es im direkten Konflikt mit Susan (Madison Thompson). Diese ist bislang bewusst in der oberflächlichen und intrigierenden Haltung gelassen worden, um sie nun ausbrechen zu lassen. Die Idee war gut, richtig überzeugt war ich aber noch nicht. Aber das Beste war eigentlich, dass sie eben erkannt haben, dass sie nicht jeweils die zweite Geige im Kampf um Buddys Herz spielen wollen, denn sie haben beide wesentlich Besseres verdient. Berauschend in die erste Reihe hat sich aber auch Hazel gespielt, die ihren unerwarteten Moment als Julia auf der Bühne bekommen hat. Es freut mich für sie, wenn ich auch hoffe, dass sie ihre Schwärmerei für Buddy endlich loslassen kann. Wally erscheint mir auf jeden Fall eine bessere Alternative.
Externer Inhalt
An dieser Stelle ist Inhalt von einer anderen Website (z. B. YouTube, X...) eingebunden. Beim Anzeigen werden deine Daten zu der entsprechenden Website übertragen.
Episode #1.07 Alles oder nichts
Gerechtigkeit für die Jungs! Jetzt habe ich so viel über sie geschimpft und jetzt bekommen sie doch endlich ihre eigene Episode, die etwas Licht ins Dunkel bringt und sie als Charaktere mehr formt. Zwar haben die Folgen zuvor schon bewiesen, dass die Serie nicht nur von Jane, Olivia, Cynthia und Nancy erzählt, aber gerade Richie und Buddy sind doch oft genug stereotyp in die Ecke gestellt worden. Interessant war sicherlich auch, dass diese Episode nun die zeitliche Ergänzung zu der Vorherigen ist. Natürlich ging es da mehr um die Mädels, aber dennoch fühlt es sich nicht so an, als würde etwas fallen. Umgekehrt ist es jetzt aber gelungen, dass die Perspektive der Jungs beweis, dass eben doch etwas Wichtiges gefehlt hat und dass es sich natürlich eingefügt hat und nicht künstlich wirkte. Diese Dopplung des Geschehens war wahrscheinlich wichtig, weil es nun zügig auf den Schulball zugeht und man dafür nun alle Perspektiven auf der Hand liegen hat. Aber nun mal etwas ins Details gehend. Buddy hatten wir zwar in der #1.06 auch oft genug gesehen, aber spätestens seine Flucht von der Bühne nach der umjubelten Premiere hat verraten, dass etwas im Argen war und diese Lücke wurde nun aufgeklärt. Sein Vater Dick (Todd Thomson) war zuvor schon nicht gerade sympathisch, aber es war schon heftig, wie er völlig unbedarft seinem Sohn verraten hat, sein ganzes Leben gelenkt zu haben und sich Buddy nun wie ein einziger Versager vorkommen muss. Denn was hat er überhaupt aus eigenem Antrieb heraus erreicht? Ich persönlich sehe genug, denn auf dem Footballfeld musste er natürlich immer seine Leistung selbst bringen und auch das Theaterstück hat er selbst bestreiten müssen. Dennoch verstehe ich Buddys Gedankengänge. Für mich war einfach wichtig, dass er die manipulierte Wahl auch unfair fand und es richten will, aber dass ihm die momentane Situation in die Quere kommt. Richie entwickelt sich derweil in die umgekehrte Richtung. Er ist schon am Tiefpunkt, als die Episode beginnt, weil er sich von Jane verschmäht fühlt. Deswegen überredet er seine T-Birds zu einem wilden Ausflug ins Casino. Man hat dort deutlich gemerkt, wie sehr er zu kämpfen hatte. Er hat eine Fassade aufrecht gehalten, aber innerlich war so viel Schmerz, der sich entladen musste. Das mündet in der wirklich emotionalen Nummer "Hit Me Again". Toll aber auch, dass seine Jungs Verständnis haben und mit ihm durch dieses Tal gehen und toll, dass auch sie dadurch etwas mehr Profil gewonnen haben. Am Ende war die gemeinsame Montage von Buddy und Richie eine gute Idee. Sie haben die Episode unterschiedlich begonnen und letztlich die Plätze getauscht. Buddy ist am Boden und Richie hat wieder Optimismus gewonnen.
Externer Inhalt
An dieser Stelle ist Inhalt von einer anderen Website (z. B. YouTube, X...) eingebunden. Beim Anzeigen werden deine Daten zu der entsprechenden Website übertragen.
Episode #1.08 Der Schulball
Woah, in dieser Episode steckte inhaltlich wirklich viel drin. Wäre nicht klar, dass es noch zwei weitere Folgen geben wird, hätte man das auch gut als ein Staffelfinale nehmen können. Nun hatten sich die Pink Ladies wirklich grandios zusammengerauft und waren nicht länger eine Zweckgemeinschaft, sondern echt Freundinnen und dann schlägt eben wieder doch das Leben zu. Die Streitereien liegen dabei vor allem zwischen Jane und Olivia, wobei Erstere das aktiv gar nicht betreibt. Sie steht überfordert zwischen Buddy und Richie und kann sich nicht so recht unterscheiden, was natürlich Olivia aufbringt, die sich zwar raushalten wollte, aber natürlich dennoch eine Loyalität ihrem Bruder gegenüber empfindet. Aber auch Susan steht zwischen ihnen. Sie ist wirklich aufgewacht, es war nicht nur ein Zwischenintermezzo. Jane vertraut ihr, weil sie einen nahen Moment hatten, während Olivia nur das sieht, was Susan sonst das ganze Schuljahr über getrieben hat. Ich verstehe die Problematik, aber ich denke, dass Olivia eben auch völlig überfordert war, weil sie selbst vor einer wichtigen Entscheidung steht. Mr. Daniels hat sich angeblich getrennt und hofft nun auf eine geheime Beziehung mit Olivia (äh nein???!!!!), während gleichzeitig Gil (Nicholas McDonough) endlich sein Glück versucht und dabei zwar unbeholfen ist, aber wirklich süße Sachen sagt. Gil lässt Olivias Herz sicherlich noch nicht übertrieben heftig schlagen, aber sie bekommt eben vor Augen geführt, wie einfach es sein könnte und eben auch gesellschaftlich eher akzeptiert. Ich verstehe das Dilemma, aber es war augenscheinlich, dass es sie so belastet, dass sie eben bei den anderen Sachen so ausgeflippt ist. Cynthia bekommt derweil von mir ein 'böses Mädchen' verteilt. Natürlich ist die Geschichte mit Lydia nicht einfach, aber wie sie mit Shy Guy (Maximo Salas) umgegangen ist, das war völlig daneben. Er tat mir furchtbar leid, zumal wir mitverfolgen durften, dass er wirklich schon von Anfang an in sie verknallt ist. Nancy und Potato sind dagegen herzallerliebst. Für sie drücke ich wirklich die Daumen. Aber auch Hazel und Wally versuchen es miteinander, ganz in ihrer Wesensart wie ein Experiment. Ich fand es hier auch interessant, dass angesprochen wurde, dass ihre Beziehung wegen ihrer Hautfarbe wohl auch viel passender sei. Denn so wurde wieder unterstrichen, ihr seid anders. Da war es schön, dass Wally unterstrichen hat, dass es dennoch eine Entscheidung und kein Zwang sein muss. Ich fand auch Richie in dieser Episode toll. Er hat Janes Absage zum Ball gut hingenommen und mit Dot (Josette Halpert) schnell Ersatz gefunden. Dennoch war augenscheinlich, dass das nichts werden wird, dennoch blieb er ein Gentleman. Er scheint wirklich aufgewacht zu sein. Nun sind am Ende der Episode alle Geheimnisse auf dem Tisch, das wird also noch einmal für Spannung sorgen.
Episode #1.09 Abschied von Freunden
'What A Difference a Day Makes', damit war diese Episode umrahmt und es war durchaus passend. Durch den vermeintlich schlimmen Sturm, der alle an die Schule gefesselt hat, ist dieser Tag sehr deutlich betont worden. Dennoch fand ich das Potenzial eines solchen Sturms nicht gut genutzt, zumal Nancy eben zwischendurch die Schule auch verlassen und später wieder betreten hat, ohne dass sie sonderlich ramponiert aussah. Welcher Sturm also? Aber lassen wir das mal beiseite, der Unterricht war vorbei und trotzdem in der Schule bleiben zu müssen hat einiges in Gang gesetzt. Die Pink Ladies sind am Ende und nur Nancy hat um die Gruppe gekämpft, aber eben auf ihre etwas unbeholfene Art und Weise, wo man einfach damit umgehen muss, dass schonungslose Ehrlichkeit ihre Form der Liebesbekundung ist. So sind eigentlich wieder alle vier mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, was wir schon vor einigen Episoden mal erlebt haben. Jane muss feststellen, dass ihre Unentschiedenheit zwischen den beiden Jungs beide in arge Bedrängnis gebracht hat, denn Richie wird zu einer Militärschule abgeschoben und Buddy wird von seinem Vater nach Connecticut gezerrt. Während wir Richie in dieser Episode gar nicht sehen, ist Buddy angesichts der Entscheidung noch sehr rebellisch, doch durch Hazel wird er daran erinnert, wer er ist. Ich muss wirklich sagen, die Jungs haben bislang die weiteste Reise getätigt, denn sie waren anfangs alle austauschbar und blass, aber sie haben Profil bekommen. Buddy hat sich wirklich herzlich von allen verabschiedet und überall einen guten Schlusspunkt gesetzt. Jane aber will beide Jungs an der Schule halten und versucht ihren neu gewonnenen Einfluss als Präsidentin nutzen, aber das ist gar nicht so einfach. Cynthia wiederum bekommt Richies Jacke (was als Geste von ihm auch ein toller Charakterzug ist!), muss dann aber auch erkennen, dass der einstige Traum sie auch nicht an die Erfüllung bringt. Jane und Cynthia sind damit für Nancy schnell wieder einzufangen. Das Problem ist dann Olivia. Ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. So wie die Schule sich angestellt hat, als es nur Gerüchte waren, ist es doch verblüffend, wie schnell die Eltern von Olivia zustimmen, dass ihre Tochter Mr. Daniels heiraten darf. Ich weiß, andere Zeiten und so, aber sie ist einfach 16 Jahre alt. Mich schauert es echt, wenn ich nur daran denke. Zumal ich eben an Mr. Daniels bislang noch keine Seite kennengelernt habe, die mein schlechtes Gefühl irgendwie abmildert. Er sagt zwar gute Sachen, aber tun das nicht alle Menschen, die etwas erreichen wollen? Und dass Olivia nicht sofort verliebt zugesagt hat, sagt doch eigentlich auch alles. Ich hoffe sehr, dass die Pink Ladies das noch verhindern können und dass es auch für Richie eine Lösung geben kann. Ich denke nämlich, dass Jane sich inzwischen wirklich für ihn entschieden hat.
Episode #1.10 Das Autorennen
Nachdem ich eigentlich die #1.08 als Staffelfinale-Material definiert habe, bin ich aber auch froh, dass das eigentliche Staffelfinale seinem Namen alle Ehre macht. Es ist wieder so viel passiert und hätte ich mich vorher hingesetzt und meine Wünsche aufgeschrieben, ich hätte wohl vieles abgehakt, denn so viele Momente fühlten sich einfach richtig an. Da weiß ich schon fast gar nicht, wo ich anfangen soll. Toll, dass Hazel nun endlich auch eine Pink Lady ist! Das hat wirklich lange gedauert, aber es war wahrscheinlich clever, das erst passieren zu lassen, als Jane ihre Gefühle geklärt hat und dann nur noch Hazel wegen Buddy hadert, ohne dass es aber zwischen ihnen stehen kann. Da wir gerade bei Buddy sind, er hat die Verantwortung vollkommen übernommen. Es war nicht alles sein Fehler, aber mit der Erkenntnis, wie fremdbestimmt sein Leben bislang war, ist es für ihn ein wichtiger Moment, dass er die Entscheidung trifft, dass seine Zeit an der Rydell wohl endgültig vorbei ist. Manchmal wächst man eben erst, wenn man gefallen ist und selbständig wieder aufstehen musste. Olivias Hochzeit ist verhindert worden! Aber das war nicht das Beste, das Beste war, als Nancy Mr. Daniels eine Ohrfeige verpasst mit dem Ausspruch "Sie ist ein Kind!", wohl wahr! Insgesamt war es vor allem Nancys Staffelfinale. Das freut mich besonders, denn für sie ging es wirklich blass los, aber sie hat sich am Ende – zumindest bei mir – den erinnerungswürdigsten Posten erarbeitet. Denn es ist nicht nur diese Ohrfeige, es ist auch ihre perfekte Art, wie sie auf das verzweifelte Coming-Out von Cynthia reagiert hat. Das war eigentlich die wunderschönste Szene des ganzen Finales, denn Cynthia war wirklich verzweifelt und konnte es nicht rauslassen, aber Nancy hat genau den richtigen Weg gefunden. Sie war zugegeben zu Potato oft nicht nett, aber es war dennoch nachvollziehbar gestaltet, warum sie sich so schwer getan hat, eine normale Beziehung zu führen. Daher herrlich, dass am Ende Potato die Initiative gegeben und erkannt hat, dass der Schlüssel ist, alles andere als 'normal' zu sein. Das ist auch generell die Botschaft dieser Serie. Denn wenn man bedenkt, dass die Serie in den 50ern spielt, dann war die Freiheit, man selbst sein zu dürfen, noch eingeschränkter als es heute leider noch der Fall ist. Wahrscheinlich ist das alles auch unrealistisch und es wäre nie durchgegangen, aber die Botschaft sitzt dennoch. Richie haben wir leider nicht mehr gesehen, dafür lernen wir die Hand von einem Zuko kennen, der eigentlich Frankie heißt. Danny hat offenbar einen großen Bruder, der mit Jane eine gemeinsame Vergangenheit hat. Das wäre in jedem Fall für eine zweite Staffel interessant und ich wäre in jedem Fall dabei!
Die Serie "Grease: Rise of the Pink Ladies" ansehen:
Deine Meinung ist gefragt!
Welche Episode von "Grease: Rise of the Pink Ladies" hat dir am besten gefallen?
Lena Donth - myFanbase
Meistgelesen
Aktuelle Kommentare

02.04.2025 20:00 von Lena
News: "Grey's Anatomy" sichert sich Trevor Jackson für Staffel 21
Extrem interessantes Casting, ich mochte ihn als Aaron... mehr
04.04.2025 21:20 von Chilli_vanilli
Pulse: Pulse
Na schon jemand reingeschaut? :)Aktuell läuft Episode 2... mehr