Review: #1.20 Der Wunder-Colt
Auf der Zielgeraden in Richtung Staffelfinale stolpern die Winchesters unerwartet über eine Wunderwaffe, mit der sich alles und jeder töten lässt und die daher perfekt dazu geeignet scheint, endlich den dämonischen Widersacher der Familie zu vernichten.
Wenn ich ehrlich bin, halte ich von solchen Wundergeräten, die plötzlich auftauchen und alle Probleme mit einem Schlag lösen können, nicht sehr viel. Dieser Supercolt wäre ein gewaltiger Schwachpunkt für die Serie, wenn Sam und Dean ihn nun immer bei sich hätten und einfach jedes übernatürliche Wesen abknallen könnten. Daher vermute ich ganz stark, dass der Colt in den nächsten Episoden entweder gestohlen, verloren oder zerstört wird. Es hat mich in diesem Zusammenhang auch nicht wirklich überzeugt, dass der vorherige Besitzer des Colts, Daniel Elkins, diese schicke Wunderwaffe in Einzelteilen im Safe aufbewahrt hat, anstatt sie angesichts der permanenten Bedrohung durch übernatürliche Wesen immer griffbereit zu haben. Es mag nicht heroisch klingen, doch wenn ich von der Existenz dämonischer Wesen wüsste und eine Wunderwaffe hätte, die alle diese Wesen vernichten könnte, hätte ich sie doch lieber bei mir als sie eingeschlossen in einem Safe zu haben, wo sie mir im Notfall nichts nützen würde. Elkins selbst wird dies schließlich zum Verhängnis, denn bis er die Waffe schussbereit zur Verfügung hatte, war es schon zu spät.
Abgesehen von der Sache mit der Wunderwaffe, der ich skeptisch gegenüber stehe, hatte die Episode durchaus einige starke Momente zu bieten. So finde ich es recht unterhaltsam, dass die Vampire, die eigentlich zu den bekanntesten Horrorwesen gehören und in vielen Mysteryserien eine tragende Rolle spielen, in "Supernatural" eine fast ausgestorbene und kaum bekannte Gattung darstellen. Das ist mal eine nette Abwechslung.
Auch die Konfrontation zwischen Sam und John hat mir gut gefallen. Es gab noch einige unausgesprochene Dinge zwischen den beiden, die nun endlich gesagt wurden. John macht mit der Erwähnung des College-Fonds sehr schön deutlich, dass er sich für seine beiden Jungs ein anderes Leben vorgestellt und gewünscht hat, doch die Umstände ihn gezwungen haben, seine Söhne für den Kampf gegen das Böse auszubilden. So war John niemals wütend auf Sam, sondern hatte in erster Linie Angst um ihn. Ein bisschen vermisst habe ich allerdings die Auseinandersetzung mit Sams Fähigkeiten. Es wäre sicher interessant zu erfahren, wie John darüber denkt und ob er mehr darüber weiß. Nun, da die drei Winchesters vorerst zusammen bleiben, wird dies hoffentlich noch thematisiert.
Maret Hosemann - myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: Dead Man's BloodErstausstrahlung (US): 20.04.2006
Erstausstrahlung (DE): 10.03.2008
Regie: Thony Wharmby
Drehbuch: Cathryn Humphris & John Shiban
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