Bewertung

Review: #5.05 Die falschen Götter

Meine Befürchtungen waren schon groß, als ich gelesen habe, dass Paris Hilton in dieser Folge mitspielen wird. Am liebsten hätte ich die Autoren selbst gefragt, ob es ihnen nicht gut ging und ob sie vielleicht in einer kreativen Krise gesteckt haben. Das konnte ich mir eigentlich aber nicht vorstellen und ich wurde auch wirklich eines besseren belehrt. Ansonsten stand vor allem der Neubeginn der Brüder im Vordergrund, und letztlich kann man einige Veränderungen beobachten.

Fresh Start

Seit der letzten Folge gehen Sam und Dean wieder gemeinsame Wege und viele Fans haben darauf auch gehofft. Schließlich bilden die beiden das Herz der Serie, und man litt während der letzten Zeit schon sehr mit, was aber generell der Qualität der Serie keinen Abbruch tat. Es war vielmehr eine nachvollziehbare Entwicklung, dass die Brüder sich früher oder später voneinander entfernen würden, wenn die Last der Welt ständig auf ihren Schultern ruht. Jetzt wo sie aber wieder vereint sind, fragt man sich jedoch schon, wie sich die Beziehung überhaupt entwickeln soll? Zu viel ist schon vorgefallen. Für mich besteht die Hauptsache darin, dass Sam und Dean aus ihren Fehlern lernen und eine reifere zwischenmenschliche Beziehung haben werden. Glücklicherweise machten die beiden in dieser Folge genau die richtigen Schritte in diese Richtung.

Mir gefiel es, als Dean gleich am Anfang zu Sam gesagt hat, dass sie erstmal einen Gang zurückschalten sollten, weil sie sich wieder daran gewöhnen müssen, als Team zu arbeiten. In dem Zusammenhang ist es fast schon niedlich zu sagen, dass sie Stützräder brauchen. Schön auch, dass Dean nicht einfach gesagt hat, dass Sam den Schongang braucht und er nicht. Doch eine solche Einstellung vertrat er auch nicht durch die ganze Folge hinweg. Es fiel schon deutlich auf, dass er Sam erneut die ganze Arbeit bezüglich der Recherche aufhalste. Er hatte eindeutig eine passiv aggressive Haltung, die ihren Höhepunkt erreichte, als Sam mitangehört hat, wie Dean über ihn mit Bobby sprach. Das hatte ja fast schon den Eindruck eines Kaffeeklatsches und das hat Sam nicht verdient. Natürlich ist Dean verletzt, aber zu hören, wie hinter Sams Rücken geredet wird, ist nicht angenehm.

Aus Grund war ich sehr erfreut, als Sam dann zu Dean gesagt hat, dass es so nicht weitergehen kann, weil Dean Sam nicht als eine erwachsene Person ansieht. Während der letzten Jahre passte Dean immer sehr engagiert auf Sam auf und wollte, dass ihm nichts passiert. Es gibt ja nun wirklich keinen größeren Beweis dafür, wie viel einem der Bruder bedeutet, als wenn man für ihn in die Hölle geht. Doch genauso wie Dean habe ich mir nicht viele Gedanken darüber gemacht, wie viel Leid er Sam damit vielleicht angetan hat, da Sam sozusagen immer in dem Schatten seines großen Bruders stand. An dieser Stelle sieht man die Veränderungen deutlich, und auch wie erwachsen Sam mittlerweile geworden ist. Von dem leicht naiven Studenten aus den ersten beiden Staffeln ist nicht mehr viel vorhanden. Man bekommt eine ganz neue Perspektive, wenn man so darüber nachdenkt, dass das frühere Verhalten der beiden sie in die jetzige Situation gebracht hat.

Sam hat den ersten Schritt gemacht und es wäre wirklich enttäuschend gewesen, wenn Dean dann nicht auch noch über alles nachgedacht hätte. So bekam man einen echt schönen Schluss zu sehen, wo Dean Sams Sucht zwar berechtigterweise nicht relativiert hat, dafür aber das Töten von Lilith. Damit hat er auch vollkommen recht, denn es ist zwar schrecklich das zu sagen, aber Dean war ja nun schließlich auch derjenige, der seinerseits das erste Siegel gebrochen hat, und wer konnte schon vermuten, dass Sams Tat Luzifer befreien würde? Beide müssen einfach zu viel Verantwortung tragen. Ich musste wirklich schmunzeln, als Dean Sam dann noch die Schlüssel zu dem Impala gegeben hat, denn dies ist der größte Beweis dafür, dass die beiden wieder auf dem richtigen Weg sind.

Leshii

Bevor ich zu dem Waldgott Leshii komme, muss ich unbedingt noch erwähnen, wie witzig ich es fand, als Dean unter den "Little Bastard" kriechen musste, um die Motornummer herauszufinden. Er war wirklich besorgt und versicherte dem Auto, dass er es nicht verletzten werde. Das war die lustigste Szene in der Folge, noch gesteigert durch Deans Worte, dass Sam den Wagen nicht böse anschauen darf. Allgemein brachte mich die Folge mehrmals zum Schmunzeln, sei es durch die Überraschung, dass Sam ein bisschen Spanisch sprechen kann oder durch die Witze über Gandhi.

Man kann nicht leugnen, dass Leshii ein gewisses Gespür für Humor besitzt, wenn er die Gestalt von James Dean, Abraham Lincoln und Paris Hilton einnimmt, nur um sich von deren Fans zu ernähren. Paris Hiltons Auftritt war dann auch eher amüsant, als wirklich erschreckend. Da muss man ja fast schon Paris Hilton ein Lob aussprechen, weil sie sich wirklich selbst auf den Arm nehmen kann. Ja, die heutzutage "anbetungswürdigen" Gestalten haben kleine Hunde und Bräunungsspray aus der Dose parat. Wirklich gelungen waren auch Deans Worte, dass er nicht Paris neuer "BFF" ist, und die Anspielung auf den Film "House of Wax" hat für einen großartigen Blick von Jared, der im Hauptcast des Films ist, gesorgt.

Die Ermordung von Leshii, war dann wieder relativ eklig und gut gemacht. Der abgetrennte Kopf von Paris sah schon sehr realitätsnah aus. Dean ist jetzt auch arm dran, da er sich bestimmt länger von Sam anhören muss, dass er von Paris Hilton verprügelt worden ist.

Fazit

Im Endeffekt erfüllte die Folge keine meiner Befürchtungen und die Autoren bewiesen ein richtig gutes Händchen mit der Inszenierung von Paris Hilton. Dean und Sam kann man langsam wieder als Team bezeichnen und nach dieser Folge habe ich auch keine Zweifel mehr daran, dass es jetzt nur noch bergauf mit den beiden gehen wird.

Lukas O. - myFanbase

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