Review: #5.04 Endspiel
Nachdem die letzte Folge uns mit einem traurigen Gemüt zurückgelassen hat, legt diese Folge noch einen drauf und zeigt uns, wie das alles enden könnte. Aber eins soll gesagt sein, die Zukunft sieht nicht gerade rosig aus, dennoch ist diese Folge die beste der bisherigen fünften Staffel.
"Stay away from each other for good."
Gleich zu Beginn der Folge bekommen wir ein großartiges Telefonat zwischen Dean und Castiel zu sehen, wo Dean selbst es als komisch empfindet, mit einem Engel zu telefonieren. Ich musste schmunzeln, als Castiel wirklich vorhatte, dort auf der Straße solange zu warten, bis Dean seinen wohl verdienten Schlaf hatte. und dabei wieder mit diesem typischen Blick geschaut hat. Doch so lustig dieses Telefonat auch war, so herzzerreißend ist das andere zwischen Sam und Dean gewesen. Dabei fallen einem auch noch wichtige Veränderungen auf, denn während Sam sich öffnet und Dean erzählt, wie er sich fühlt, scheint Dean schon fast einen desinteressierten Eindruck zu machen.
Früher sah es noch ganz anders aus, denn in der ersten und zweiten Staffel war Dean derjenige, der unbedingt eine Familie haben und zusammenhalten wollte. An dieser Stelle sieht man dann nochmal die große Veränderung in ihrer Beziehung. Man leidet eigentlich mit beiden mit, weil man sieht, wie kaputt Dean ist und wie Sam dann doch wieder an der Seite seines Bruders sein möchte, der vorschlägt, erstmal getrennte Wege zu gehen, da sie zu zweit schwächer sind als getrennt voneinander. Das alles schlägt einem somit erstmal auf den Magen, weil man einfach sieht, wie deren Beziehung langsam zerbricht, aber für mich ist es wichtig, dass Dean während des Gesprächs das Wort Liebe im Bezug auf Sam benutzt hat. Wenigstens ist uns das noch geblieben.
"August 1st 2014"
Zachariah hatte diesmal einen ganz raffinierten Plan und hat mit Hilfe eines Zeugen Jehovas Dean aufgespürt und ihn gleich in die Zukunft geschickt. Man schaute eigentlich genauso wie Dean auf diese Trümmer, die von dieser Stadt noch übrig geblieben sind, und vor allem ist an dieser Stelle ein Lob an die Leute hinter der Kamera fällig. Die Atmosphäre haben sie gut dargestellt. Wie es scheint, hat sich der Croatoan-Virus, den wir alle aus der zweiten Staffel kennen, allmählich auf der ganzen Welt verbreitet und die Menschen in so eine Art Zombies verwandelt.
Ich empfand die Stelle als ziemlich brutal, als die Armee die ganzen Menschen abgeschossen und dabei lautstark Musik gehört hat. Die Zeiten ändern sich. Dean findet dann durch Bobbys Tagebuch das Camp Chitaqua, wo er auch gleich auf sich selbst stößt. Der Zukunfts-Dean weist nur noch bedingt Ähnlichkeit mit unserem Dean auf, natürlich abgesehen von der Geschichte mit den Frauen und pinkfarbenen Slips. Zudem werden einem sofort die Konsequenzen gezeigt, die eigentlich nur aus dem kleinem Telefonat zwischen Dean und Sam zu Beginn der Folge resultiert sind. Die beiden hatten sich ganze fünf Jahre nicht gesehen, und dann erfahren wir auch noch, dass Sam mittlerweile gestorben ist. Dean09 fragt selbst ganz schockiert, ob er denn nicht an Sams Seite war. Doch der eigentliche Schock kam erst, als man später erfahren hat, dass Sam "Ja" zu Luzifer gesagt hat und das scheinbar aus freien Stücken. Mir kam sofort in den Sinn, dass er das gemacht hat, gerade weil Dean nicht bei ihm war.
In diesem Camp trifft man auch gleich auf Chuck und Castiel, den man sich so noch nie vorgestellt hat. Er erinnert einen an einen Hippie, der scheinbar keine Probleme mit der Sexualität hat und gerne mal auf Drogen ist. Wenigstens hat er sofort erkannt, dass ein anderer Dean vor ihm steht. Der Grund für seine enorme Wandlung ist der, dass er nun sterblich ist und seine Kräfte verloren hat, weil die Engel die Erde verlassen haben. Doch ich bin auch Deans Meinung und mag den alten Castiel lieber.
In der Zukunft hat es Dean geschafft, den Colt zu beschaffen, und man erfährt, dass er wieder foltert und allgemein ein ziemlich gefühlskalter Mensch geworden ist. Das Gespräch zwischen den beiden Deans war aber sehr interessant, als der eine den anderen aufgefordert hat, "Ja" zu Michael zu sagen, aber selbst zu der Erkenntnis gekommen ist, dass Dean so was niemals machen würde.
Lucifer
Zukunfts-Dean hatte also kaltblütig vor, seine Freunde zu opfern, um an Lucifer nah genug ranzukommen, aber dieser Plan ging dann daneben und zum ersten Mal trafen Dean und Lucifer aufeinander. Jared Padalecki in dieser anderen Rolle zu sehen, ist erstmal eigenartig, aber er hat ihn wirklich sehr gut gespielt. Man merkte sofort die Veränderung in seiner Schauspielweise. Obwohl Lucifer ja eigentlich das wahre Böse verkörpern soll, muss ich sagen, dass er dafür sehr gelassen rüberkam, aber vielleicht ist gerade dies das Schlimme. Zudem ist die Geschichte, die angeblich hinter dem ganzen steckt, ziemlich interessant. Dean litt sichtlich während dieses Gesprächs und auch Jensen lieferte wirklich tolle Arbeit ab, wie eigentlich schon während der ganzen Folge. Lucifer behauptet also, dass egal welche Veränderungen man vornimmt, es immer zum selben Ziel führen wird, nämlich dass Sam "Ja" sagen wird. Diese Entschlossenheit ist natürlich beängstigend.
"We make our own future."
Nach diesen traumatischen Ereignissen in der Zukunft scheint Dean seine Meinung verändert zu haben, nachdem er glücklicherweise von dem auf der Straße wartenden Castiel gerettet worden ist. Er und Sam trafen sich, und er möchte nun auch wieder mit seinem Bruder unterwegs sein. Zudem hat er vollkommen Recht damit, dass die beiden alles sind, was sie haben. Ich bin wirklich dankbar für diesen Schritt und hoffe wieder auf eine gefestigte Beziehung zwischen den beiden, die nicht so sein muss wie sie war. Hauptsache sie ist reifer.
Fazit
Uns wurde die erschreckende Zukunft gezeigt, die hoffentlich nie so eintreffen wird und Dean glücklicherweise dazu bewogen hat, einen Schritt auf Sam zuzugehen. Wiedervereint können die beiden nun ihre Zukunft in die Hand nehmen, und wir können zunächst ein bisschen beruhigt aufatmen.
Lukas O. - myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: The EndErstausstrahlung (US): 01.10.2009
Erstausstrahlung (DE): 26.09.2011
Regie: Ben Edlund
Drehbuch: Steve Boyum
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