Episode: #1.03 Der Zweite seines Namens

In der "House of the Dragon"-Episode #1.03 Der Zweite seines Namens hat König Viserys Targaryen (Paddy Considine) allen Grund zu Freude, doch durch die politischen Verwicklungen wird seine Feierlaune getrübt.

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Jefferson Hall, House of the Dragon
© Ollie Upton / HBO

Auf den Trittsteinen herrscht Krieg und die Überreste eines Schiffes stehen in Flammen. Einer der Westerosi wird von Craghas "Krabbenspeiser" Drahar mit einem Nagel an einen Pfahl geschlagen, damit die Krabben sich über ihn her machen können. Während der Westerosi den Krabbenspeiser verflucht, taucht ein Drache am Horizont auf. Es handelt sich um Caraxes, der bei seiner Landung den Westerosi zermalmt. Auf dem Rücken des feuerspuckenden Drachen sitzt Daemon Targaryen, der die Piraten rund um den Krabbenspeiser mit Drachenfeuer bekämpft, während der Krabbenspeiser selbst sich in eine Höhle zurückzieht. Im Gefecht wird Daemon am Schlüsselbein von einem Pfeil getroffen, woraufhin sich Caraxes mit dem Drachenreiter wieder in die Lüfte erhebt.

Es ist der zweite Namenstag von Aegon Targaryen, dem Sohn von König Viserys und Alicent Hohenturm. Alicent, die kurz vor der Niederkunft eines weiteren Kindes steht, feiert mit ihrem Mann und dem Hofstaat den Ehrentag ihres Sohnes, während sich Otto Hohenturm mit seinem Bruder Hobert Hohenturm, dem Lord von Altsass, bespricht. Hobert ist der festen Überzeugung, dass Viserys seinen Sohn noch vor Ende der Festlichkeiten zum Thronfolger ernennen wird. Diesbezüglich ist Otto sich nicht so sicher, woraufhin Hobert betont, dass Otto den König in diesem Fall umstimmen sollte. Die Feierlaune von Viserys wird von dem eintreffenden Tyland Lannister gestört, der berichtet, dass die Truppen auf den Trittsteinen herbe Rückschläge einstecken mussten. Viserys möchte sich an diesem Tag nicht mit dem unangenehmen Thema befassen und fragt sich stattdessen, wo sich seine Tochter aufhält. Lord Lyonel Kraft und die Hand des Königs beteiligen sich an der Diskussion über die Trittsteine, wobei Otto unterstreicht, dass Daemon und Lord Corlys Velaryon den Krieg ohne die Erlaubnis des Königs begonnen haben, weshalb der König die beiden nun nicht nachträglich unterstützen wird. Nachdem Viserys Tyland, der einen Sitz im kleinen Rat hat, mehrmals zu verstehen gegeben hat, nicht mit ihm diskutieren zu wollen, fragt er immer aufgebrachter nach Rhaenyra Targaryen. Da Alicent die Stimmung ihres Mannes nicht entgeht, bricht sie auf, um nach Rhaenyra zu sehen. Sie findet ihre Stieftochter im Götterhain, wo Rhaenyra sich von einem Sänger unterhalten lässt. Die Königin schickt den Sänger davon und bittet Rhaenyra, sich an den Festlichkeiten zu beteiligen. Rhaenyra verhält sich Alicent gegenüber sehr kühl und bricht nicht auf Alicents Bitte, sondern auf den Befehl des Königs hin zum Fest auf.

In einer Kutsche fährt die königliche Familie Richtung Wald, wo eine Jagd stattfinden soll. Viserys freut sich darüber, dass sie alle beisammen sind, wohingegen Rhaenyra weiterhin distanziert bleibt. Sie hinterfragt, ob Alicent so kurz vor der Geburt reisen sollte, woraufhin das Gespräch darauf fällt, dass auch Rhaenyra bald Kinder bekommen wird. Die Anspielung lässt Rhaenyra unkommentiert, stattdessen betont sie, sich nicht an dem Fest beteiligen zu wollen. Am Wald angekommen wird die Familie mit Applaus begrüßt. Lyonel befindet sich in der Begleitung seiner Söhne Harwin und Larys, während sich zu Tyland dessen Zwillingsbruder Jason gesellt hat, der der Lord von Casterlystein ist. Lord Hobert stößt einen Jubelruf zu Aegons Namenstag aus.

Die betrübte Rhaenyra mischt sich unter die Feiernden und wird von den Ladys der hohen Häuser aufgefordert, sich zu ihnen zu gesellen. Alicent befindet sich im Gespräch mit den Damen, die gemeinsam mit Larys, der ein lahmes Bein hat, über den Krieg auf den Trittsteinen spekulieren. Sie fragen Rhaenyra nach Neuigkeiten, doch sie weiß nichts neues über den Krieg oder Daemons Intentionen. Die Ladys sind indes der Meinung, dass der König Männer schicken sollte, da es der Krieg des Königs ist, auch wenn er sich bisher nicht offiziell daran beteiligt hat. Rhaenyra zieht sich aus der Runde zurück. Draußen wird sie von Jason angesprochen, der mit ihr flirtet. Er gibt ihr unumwunden zu verstehen, sie heiraten zu wollen und dass es ihr auf Casterlystein gut ergehen würde. Verdutzt wendet Rhaenyra sich ab.

Im Festzelt konfrontiert Rhaenyra ihren Vater, da sie wütend darüber ist, dass ihr Vater sie verhökern will. Viserys betont, dass Rhaenyra alt genug ist, um zu heiraten, doch sie sträubt sich gegen diese Vorstellung und hat besonders gegen Jason etwas einzuwenden. Als die beiden in einen Streit geraten, ermahnt Otto sie, die Stimmen zu senken. Otto lenkt das Gespräch auf einen weißen Hirsch, den die Jäger gesichtet haben und der zu Aegons Ehren gejagt werden soll. Noch immer aufgewühlt bricht Rhaenyra zu Pferd in den Wald auf. Ihr galoppiert Sir Kriston Kraut hinterher. Tief im Wald kann Kriston Rhaenyra gerade noch stoppen, bevor sie in einen Fluss galoppiert. Kriston hinterfragt, worüber sie sich so aufregt, woraufhin Rhaenyra von Jason erzählt Als Kriston anbietet, Jason zu töten, kann er Rhaenyra ein Lächeln entlocken. Anschließend schlendern die beiden langsam durch den Wald zurück und Kriston erzählt von seinem einfachen Leben, das er führte, bevor er der Königsgarde beitrat.

Die Jäger sind dem weißen Hirsch auf der Spur und halten weiter nach ihm Ausschau. Otto spricht vor Viserys an, dass der weiße Hirsch als Zeichen der Götter für Aegon gesendet wurde. Zurück im Zelt genehmigt Viserys sich einen Becher Wein nach dem anderen. Er wird von Jason aufgesucht, der für Aegon einen prächtigen Speer anfertigen ließ. Jason erklärt seine Absicht, Rhaenyra zu heiraten, sobald Viserys Aegon als Thronfolger bestätigt hat. Angespannt und aufgebracht unterstreicht Viserys, dass Aegon Rhaenyra als Thronfolgerin nicht ablösen wird. Anschließend wendet Otto sich an Viserys und beide sind sich darüber einig, dass Jason ein zu stolzer Mann ist. Dennoch versichert Otto, dass Rhaenyra sich fügen wird, sollte Viserys einen Ehemann für sie aussuchen. Otto schlägt indes vor, Rhaenyra mit Aegon zu verheiraten, doch der Altersunterschied ist Viserys zu groß. Rüde lehnt Viserys, der keine Lust mehr auf politische Spielchen hat, den Vorschlag ab und wendet sich wieder dem Wein zu.

Später am Abend ist Viserys schon ziemlich betrunken, als Lyonel ihm versichert, dass man weiterhin nach Rhaenyra sucht und dass sie in Begleitung von Kriston sicher ist. Viserys beschwert sich über die Leiden als Vater, woraufhin Lyonel einwirft, dass es König Jaehaerys mit seinen vielen Kindern ähnlich ergangen sein muss. Dann bietet Lyonel an, dem König einen Rat zu erteilen. Säuerlich hinterfragt Viserys, ob Lyonel einen der eigenen Söhne als Bräutigam für Rhaenyra vorschlagen möchte, was Lyonel verneint. Stattdessen schlägt er Laenor Velaryon, den Sohn von Rhaenys Targaryen und Corlys vor. Schon vor Jahren riet Lyonel dem König, das Bündnis mit Haus Velaryon zu festigen und nun hätte er erneut die Gelegenheit dazu. Lyonel betet daher dafür, dass Laenor den Krieg auf den Trittsteinen überlebt. Mit einem Nicken zieht der König sich zurück.

Im Wald haben sich Rhaenyra und Kriston an einem Feuer niedergelassen. Kriston zieht es vor, ins Lager zurückzukehren, woran Rhaenyra jedoch kein Interesse zeigt. Die Prinzessin fragt sich, ob man sie als Königin akzeptieren wird. Das Gespräch wird unterbrochen, als die Pferde unruhig werden. Kriston zückt sein Schwert und gleich darauf kommt ein Wildschwein auf ihn zugestürmt. Es attackiert Rhaenyra, woraufhin Kriston mit dem Schwert auf den Keiler einsticht. Der Todesstoß wird dem wilden Tier von Rhaenyra zugesetzt.

Mit dem Blick ins Feuer frönt Viserys weiterhin dem Wein, als Alicent, die ihren Mann den ganzen Tag über aus der Ferne beobachtet hat, hinzukommt. Viserys gibt zu, nicht zu wissen, ob die Ernennung Rhaenyras als seine Erbin richtig war, da er es damals tat, um sich vor Daemon zu schützen, während er nicht davon ausging, dass er später noch einen Sohn bekommen wird. Viserys erzählt seiner Frau von seinem Traum, in dem ihm ein Sohn geboren wurde, der die Krone von Aegon dem Eroberer trug. Der Traum war ihm so wichtig, dass er zuließ, dass Aemma ihr Leben dafür lassen musste, was er zutiefst bereut. Vorsichtig versucht Alicent, ihrem Mann zu beruhigen. Die beiden verstummen, als die Jäger ins Horn blasen, da sie den Hirsch ausgemacht haben.

Als der Tag anbricht, ist Viserys mit einigen Männern tiefer in den Wald geritten. Mit einer Trittleiter steigt er von seinem Pferd ab und wirft einen Blick auf den Hirsch, der von den Jägern am Geweih und an den Beinen festgezurrt wurde. Anders als erwartet handelt es sich nicht um den seltenen weißen Hirsch. Man überreicht Viserys den Speer der Lannisters, mit dem er das Tier erlegen soll. Zögerlich greift Viserys zu und versetzt dem Tier einen Stoß, der jedoch nicht tödlich ist. Erneut fordert man Viserys auf, zuzustechen, was er mit geschlossenen Augen tut. Zurückhaltender Applaus ertönt.

Rhaenyra, deren Haar nach der ereignisreichen Nacht blutverschmiert ist, steht mit Kriston auf einer Anhöhe und schaut über die Wälder, als plötzlich der weiße Hirsch auftaucht. Das Tier und Rhaenyra beäugen sich, dann lässt sie den Hirsch in den Wald zurückkehren. Kurz darauf kehren Rhaenyra und Kriston mit dem erlegten Wildschwein ins Lager zurück. Die Gäste schenken Rhaenyra stumme Blicke.

Zurück in Königsmund verabschieden sich die Ammen mit dem weinenden Aegon von Alicent, als Otto hinzukommt. Die Hand erkundigt sich nach dem Wohlergehen seiner Tochter, die berichtet, dass die Ladys sich sehr an Aegon erfreut haben. Otto spricht an, dass Aegon der Thronfolger sein sollte und dass Alicent dafür sorgen sollte, dass ihr Sohn eines Tages auf dem Thron sitzt. Kurz stellt Alicent sich auf Rhaenyras Seite, da alle Lords ihr die Treue geschworen haben und da ihr der Bruder nicht den Thron streitig machen sollte. Noch einmal betont Otto, dass es Alicents Aufgabe ist, Viserys zu verdeutlichen, dass Aegon ihm zum Wohl des Reiches Willen auf den Thron folgen sollte.

Kurze Zeit später sucht Alicent ihren Ehemann auf, der nach dem vielen Wein vom Vortag unter starken Kopfschmerzen leidet. Alicent spricht die Hochzeitspläne für Rhaenyra an, woraufhin Viserys sogleich verdeutlicht, dass Jason als Ehemann nicht in Frage kommt. Das kann Alicent verstehen und sie erklärt Viserys, dass Rhaenyra bei der Wahl ihres Mannes das Gefühl haben sollte, selbst entscheiden zu können. Dann fällt Alicents Blick auf einen Brief. Viserys erklärt, dass er von Corlys' Bruder Vaemond Velaryon stammt, der um Unterstützung im Krieg auf den Trittsteinen bittet. Nachdem Viserys gestattet hat, dass Alicent den Brief liest, rät sie, den Krieg zu unterstützen, auch wenn Viserys sich bisher nicht eingemischt hat. Viserys hingegen möchte nicht schwach wirken, indem er nun einknickt. Das kann Alicent verstehen, doch sie hinterfragt, ob es dem Reich nützen würde, wenn der Krabbenspeiser den Krieg gewinnt.

Im Ratssaal schickt Viserys einen Brief an Daemon und erklärt Rhaenyra, dass er ihn unterstützen wird, auch wenn Daemon selbst nicht darum gebeten hat. Viserys versichert, dass er Aegon nicht zu seinem neuen Erben ernennen wird. Dann kommen die beiden auf Rhaenyras Vermählung zu sprechen und Viserys möchte, dass sie sich selbst einen Ehemann aussucht.

Auf den Trittsteinen sieht es immer schlechter für die Truppen von Daemon und Corlys aus. Bei der Lagebesprechung schlägt Laenor seinem Vater vor, den Krabbenspeiser in einen Hinterhalt zu locken, doch das würde nur gelingen, wenn jemand sich als Köder anbietet und damit in den sicheren Tod rennt. Laenor meint, dass nur eine Person so versessen darauf sein könnte, sich zu beweisen und denkt dabei an Daemon, doch Vaemond hält nicht viel davon, da er Daemon als Grund dafür sieht, dass sie den Krieg verlieren. Der Prinz taucht gleich darauf auf. Zu ihm kommt ein Bote mit einem Brief aus Königsmund. Als Daemon die Zeilen, mit denen Viserys Unterstützung zusichert, liest, ist er so wütend, dass er auf dem Boten einprügelt.

Bevor die Unterstützung aus Königsmund eintrifft, bietet Daemon sich als Köder an und geht allein zur Mitte des Schlachtfeldes, wo er die weiße Fahne schwenkt. Der Krabbenspeiser beobachtet die Szene aus seiner Höhle, während Piraten auf den umliegenden Felsen ihre Bogen spannen. Ein paar Piraten gehen zu Daemon, um ihm seine Waffen abzunehmen, doch da greift er sie an und tötet einen nach dem anderen. Sofort wird ein Pfeilhagel auf ihn abgeschossen, doch die Geschütze verfehlen ihr Ziel. Immer mehr Piraten kommen aus den Höhlen hervor, um Daemon zu stellen. Als sie ihn schließlich eingekesselt haben und Daemon doch noch von ein paar Pfeilen verwundet wurde, taucht Laenor auf seinem Drachen Seerauch auf und lässt ihn Feuer speien. Während die Piraten im Feuer verbrennen, stellt Daemon dem Krabbenspeiser nach und tötet ihn.

Marie Müller - myFanbase


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