Review: #2.06 Mörderburg
Mörderisch spannend bis zur letzten Sekunde. Witzig, ernsthaft, eklig und vor allem dunkel, das sind wohl die Eigenschaften, die #2.06 Mörderburg ausmachen. Bis zur letzten Minute reißt die Folge den Zuschauer mit, ohne auch nur einmal langweilig zu werden. Doch nun ins Detail:
Der Fall
Seit mehreren Jahrzehnten verschwinden junge, kleine Blondinen in einem Apartmenthaus, doch die Polizei hat nie eine Verbindung zwischen den Fällen hergestellt, da sie zeitlich zu weit auseinander liegen. Das Wesen ist ein hinterhältiger Alt-Geist, der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts sein Unwesen treibt. An sich eine sehr gute Geistergeschichte, die durch das typische "Supernatural"-Flair noch gruseliger und fassbarer wirkt, als an einem Lagerfeuer erzählt. Natürlich ist der Geist nicht irgendwer, sondern der erste Massenmörder der amerikanischen Geschichte. Alles in allem ziemlich guter Stoff für eine Folge "Supernatural".
Roadhouse
Selbst in geschlossenem Zustand wirkt die Spelunke noch wie die letzte Absteige, doch genau dies macht ja den Charme aus. Wenn ich könnte, würde ich selbst dort mal ein oder zwei Bierchen schlürfen. Aber auch bei verrammelten Türen ist Action im Haus: Jo und ihre Mutter haben einen heftigen Streit, als Sam und Dean ankommen. Es geht darum, ob Jo auf die Jagd gehen darf oder nicht. Natürlich ist Mutter strengstens dagegen. Ein Highlight dieser Unterredung ist freilich das Eintreffen einer kleinen Familie in gleichen Outfits: "Nebraska is for Lovers" - einfach nur zum Schreien witzig.
Jo: "Na los, es beißt nicht"
Dean: "Nein, aber deine Mutter vielleicht"
Jo
Die aufstrebende, kühne und äußerst entschlossene Blondine folgt Sam und Dean, denen sie zuvor die Akte über ihren Fall ausgehändigt hat. Dean will sie nicht um sich haben, doch das hält die kleine Frau ja nicht auf. Sie ist wie besessen von dem Fall. Natürlich wird sie in den engen Zwischen- und Geheimgängen der "Mörderburg" von dem Geist gefangen genommen, war ja auch irgendwie voraussehbar.
Sam und Dean
Diese Geschichte dreht sich so gut wie gar nicht um die Winchester-Brüder, auch einmal ganz erfrischend. Allenfalls Dean spielt eine herausragend witzige Rolle. Doch im Grunde ist man bessere Sprüche von ihm gewohnt.
Jo: "Du hast einen Zementmischer geklaut?"
Dean: "Ich gebe ihn zurück!"
Ellen
Eine fürsorgliche Mutter, wie immer. Doch in dieser Folge läuft sie zu Höchstformen auf. Nachdem sie erfährt, dass Dean sie belogen hat, Jo bei ihnen ist und zu allem Überfluss herausfindet, dass der Geist ihre Tochter geholt hat, nimmt sie tatsächlich den nächsten Flug, um zu dem Trio zu kommen. Meine Lieblingsszene ist, als alle vier in Deans Impala sitzen und zurück zum "Roadhouse" fahren. Es ist eisige Stimmung und Dean versucht sie zu heben, indem er das Radio einschaltet. Ellen kommt in den Kamerafokus und aus dem Radio ertönt "You are as cold as ice".
Fazit
Mal abgesehen davon, dass Sam und Dean in dieser Folge nur Nebenakteure sind, ist es ein absolutes Highlight, den beiden und Jo auf der Jagd nach dem Geist zuzuschauen. Die Spannung setzt sich in jeder Pore fest und man hofft inständig, dass der Gruselfaktor erhalten bleibt. Der Geist ist ein absolut abstoßender Widerling und man fühlt mit Jo, als er sie anfasst und ihr Komplimente macht. Eine wirklich gelungene "Supernatural"-Folge, welche zwar die Storyline der 2. Staffel nicht voran bringt, aber dafür viele Details über Jo, Ellen und ihre Geschichte mit John Winchester bereithält.
Jamie Lisa H. - myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: No ExitErstausstrahlung (US): 02.11.2006
Erstausstrahlung (DE): 20.10.2008
Regie: Kim Manners
Drehbuch: Matt Witten
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