Interview mit Michael J. Willett
20. August 2010 | Michael J. Willett ergatterte seine erste größere TV-Rolle in der Comedyserie "Taras Welten". Er spielt die Rolle des Lionel, welcher eine wichtige Rolle im Leben von Taras Sohn Marshall spielt. Michael verrät uns in diesem Interview etwas über die nächste Staffel der Serie und spielt mit einer Idee, in welchen Rollen er sich seinen Kollegen Keir Gilchrist und sich selbst zusammen vorstellen könnte.
Das Originalinterview könnt ihr hier nachlesen.

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1. Wann und warum hast du dich entschieden, Schauspieler zu werden?
Ich habe immer gerne etwas vor- oder aufgeführt. Als ich sieben war, hab ich in meinem ersten Theaterstück mitgespielt, und mir wurde klar, dass dies definitiv etwas war, was ich machen wollte und wofür ich eine Gabe habe. In der High School habe ich das Schauspielen richtig angefangen zu genießen. Charaktere zu analysieren und entwickeln, eine reale Person zu erschaffen. Das ist einer der schwierigsten Parts meines Jobs, aber es ist gleichzeitig das, was ich am meisten liebe.
2. In "Taras Welten" spielst du Lionel, einen Teenager, der sehr offen und stolz mit seiner Homosexualität umgeht. Was ist Lionel wichtig?
Aufmerksamkeit. Davon kann er nicht genug bekommen. Aber ich denke, er möchte in beiderlei Hinsicht beachtet werden, er möchte sowohl gemocht werden als auch auffallen. Lionel hat sicherlich keine Angst davor, eine Szene zu machen, aber er möchte auch von den Menschen beachtet werden, die ihm wirklich etwas bedeuten. Ob das nun Marshall ist oder seine eigene Mutter.
3. Lionel setzt sich intensiv für die Rechte der Schwulen und Lesben ein. Ist dies realistisch für einen High School-Schüler?
Ich denke, alles was Lionel tut, ist gerechtfertigt. Es ist seine natürliche Art. Alle Teenager in der Serie verhalten sich sehr erwachsen für ihr Alter. So ziemlich "ihrem Alter voraus". Ich hatte das Gefühl, Lionel hatte viel Lebenserfahrung, was dazu geführt hat, dass er sich mit größeren Themen befasst hat. Ich persönlich kann mich eher mit Marshalls Charakter identifizieren. Aber mir wurde erzählt, dass sich viele Leute mit Lionel identifizieren können.
4. "Taras Welten" zeigt Marshalls Coming Out auf eine sehr liebenswerte und entspannte Art und Weise, und Lionel ist so etwas wie sein Mentor. War es das, was dich auf die Rolle aufmerksam gemacht hat, so dass du dafür vorsprechen wolltest?
Die Beziehung zwischen Marshall und Lionel hatte bis Mitte der Staffel noch nicht richtig angefangen, sich zu entfalten. Als ich vorgesprochen habe, waren erst wenige Episoden geschrieben, und soweit ich wusste, verhielt Lionel sich wie eine Art Antagonist. Lionel hat Marshall auf eine ganz eigene Weise geholfen, Selbstvertrauen aufzubauen. Ich bin dankbar, dass ich ein so wichtiger Teil in Marshalls Storyline sein konnte.
5. Marshall und Lionel waren zuerst nur Freunde, hatten dann aber auch einige romantische Momente miteinander. Wusstest du von Anfang an, wie ihre Beziehung verlaufen würde?
Absolut nicht. Wir drehten eine der Szenen in Marshalls Zimmer, ich glaube es war die achte Episode, und einer der Drehbuchautoren kam zu Keir und mir und sagte: "Ach übrigens, ihr beide werdet zum Ende der Staffel ein Paar sein." Mit diesem Gedanken im Hinterkopf drehten wir die Szene. So hatte man sich entschieden, uns die Nachricht mitzuteilen.
6. In der zweiten Staffel hat man Jason, Marshalls ersten Schwarm, nicht mehr gesehen. Werden wir Lionel in der dritten Staffel sehen?
Ich bin offiziell informiert worden, dass Lionel in der nächsten Staffel dabei ist. Ich weiß nicht, für wieviele Folgen, aber ich bin gespannt, was passieren wird.
7. Welche ist deine Lieblingsepisode aus Staffel 2 und warum?
Mir hat Episode 7 sehr gut gefallen: die, in der Marshall mit Courtney Schluss macht. Da gab es wahnsinnig witzige Momente und andere, die ziemlich herzzerreißend waren. Der Dreh der Szene im Diner hat mir auch sehr viel Spaß gemacht.
8. Du hattest Gastauftritte in "Die himmlische Joan", Without a trace" und "Cougar Town". Welchen dieser Auftritte mochtest du am liebsten? An welchem Set herrschte die witzigste Atmosphäre?
"Die himmlische Joan" war ziemlich verrückt. Ich musste singend und Papiere herumschmeißend durch die Flure laufen. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder dafür bezahlt werde, das zu tun.
10. Siehst du deine Zukunft beim Film oder beim Fernsehen? Welches Genre bevorzugst du - Comedy, Crime, Mystery oder Drama?
Den Großteil meiner Erfahrungen hab ich beim Fernsehen gesammelt, aber ich will unbedingt zum Film. Im Hinblick auf Genre fühle ich mich sehr wohl mit Comedy, aber ich freue mich auch darauf, dramatischere Rollen zu spielen. Unter uns: Ich wäre am allerliebsten ein Superheld.
10. Gibt es eine aktuell laufende Serie, in der du gerne eine Rolle spielen würdest?
Momentan stehe ich total auf "Mad Men". Es ist unglaublich, wie authentisch die damalige Zeit gezeigt wird, und Drehbücher und Schauspiel sind fantastisch. Ich hätte nichts dagegen, Peggy Olsons ersten männlichen Sekretär zu spielen.
11. Wenn du die gesamte Crew für einen Film oder eine Serie zusammenstellen könntest: Wer wäre der Regisseur? Wer wäre der Drehbuchautor, und wer bekäme die Hauptrollen?
Diablo Cody und ich sprechen dieselbe Sprache, insofern würde die das Drehbuch schreiben, Tim Burton würde Regie führen und es wäre cool, wieder mit Keir zu arbeiten. Ich könnte mit eine Emo-Version von "Hänsel und Gretel" vorstellen. Aber nur, wenn Keir Gretel spielt.
12. Was ist dein Lieblingsort auf der Welt? Wo fühlst du dich am wohlsten?
Um ganz ehrlich zu sein, ich bin ein ziemlicher Stubenhocker. Ich bleibe gern zuhause, schreibe Musik, koche Abendessen und schaue Filme.
13. Was hälst du als Künstler von Plattformen wie Twitter, Facebook und Myspace?
Ich bin dankbar, über Facebook die Möglichkeit zu haben, mit Fans aus aller Welt Kontakt haben zu können. Aber ich käme nie auf die Idee, dass die Dinge, die ich im Alltag mache, es wert sind, für jeden sichtbar gepostet zu werden. Ich bin einfach nicht so cool.
14. myFanbase ist eine Website, die sich Fernsehserien widmet. Hast du eine Lieblingsserie?
Ich möchte wirklich gerne einen Hund haben. Daher habe ich natürlich keine einzige Episode von "Dog Whisperer" verpasst. Wenn es soweit ist, dass ich einen Hund zu mir nehmen kann, hoffe ich, dass ich mir alles Wissen angeeignet habe, um ein ruhiger, durchsetzungsfähiger Rudelführer zu sein - dank Cesar Millan. Oder ich könnte absichtlich einen Hund falsch erziehen, damit ich in die Show komme...
Nicole Oebel - myFanbase
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